Schöpfungserzählung 1. Teil – oder die Metaphysik des Absoluten.

Schöpfungserzählung 1. Teil – oder die Metaphysik des Absoluten.

1) בְּרֵאשִׁ֖ית בָּרָ֣א אֱלֹהִ֑ים אֵ֥ת הַשָּׁמַ֖יִם וְאֵ֥ת הָאָֽרֶץ׃

bereschit bara elohim et haschamaijim weet haarez

1᾿Εν ἀρχῇ ἐποίησεν ὁ θεὸς τὸν οὐρανὸν καὶ τὴν γῆν.

1 In principio creavit Deus caelum et terram

Im Anfang schuf …….

1) Wollte man die Schöpfungserzählung Gen 1 literarkritisch beschreiben, so stößt man bald auf verschiedenste Klassifizierungen und  Meinungen: Manche sprechen von  Hymnus oder Lied, einem Gedicht, einer Erzählung, wie immer. Ich interpretiere diesen ganzen Text Gen 1. Kapitel als einen zutiefst erkenntniskritischen, vernunfttheoretischen Text  dahingehend, dass die Verfasser auf höchstem Niveau das apriorische Vorwissen des Absoluten genetisierend darstellen wollten. Was sind die Bedingungen der Wissbarkeit der Schöpfung und eines theoretisch vorstellenden wie praktisch handelnde Menschen? Weil es eine explizit transzendentalkritische Exegese noch nicht gibt, verlegen sich manche Exegeten auf historische Untersuchungen und  sprachanalytische Unterscheidungen, so, als sollte die Historie oder die Redeform selbst, letzteres z. B. wieder mehr naturwissenschaftlich oder mehr „heilsgeschichtlich“ genannt, die Erkenntnis und den Glauben vermitteln. Diese hochgelehrten, historischen Untersuchungen schürfen zwar einiges Nützliche zutage, letztes Kriterium der Gültigkeit dieses Textes muss aber allemal die apriorische Vernunftwahrheit selbst sein. Inwiefern letztere bestätigt wird, stimmt auch dieser Text. Jede Redeform, ob naturwissenschaftlich oder „heilsgeschichtlich“ – und was die Hermeneuten so alles erfunden haben – muss auf ihre transzendentale Konstitution hin im geistigen Handeln des Menschen begründet sein, andernfalls der  Sinn des Textes selbst undenkbar und unerkennbar bleibt.  „Schöpfungserzählung 1. Teil – oder die Metaphysik des Absoluten.“ weiterlesen