Das Individuum – in der WLnm, WL-1804-II und in der WL-1811

Das Individuum – Wlnm, WL-1804-II, WL-1811

Wenn wir mit den Prinzipien einer zu Ende gedachten Transzendentalphilosophie Fichtes konform gehen, d. h. alles Sein ist zugleich Bewusstsein und im Wissen gesetztes Sein, so müssen wir innerhalb des Systems des transzendentalen Wissens dem Begriff des „Individuums“ einen genauen Ort der Entstehung und möglicher Verhältnisbestimmung zuweisen können.… Weiterlesen

Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, 1806. 1. Vorlesung

Fichte, Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, SW VII, 1806. 1. Vorlesung (abk.=GdgZ)

Worum geht es? Es geht  um eine typische Anwendungsfrage der philosophischen Theorie und Wissenschaft –  hier bezogen auf das geschichtliche Sein. Es taucht ja immer wieder die prinzipielle Frage auf, wie a) Theorie und Praxis des Tuns und Lebens überhaupt zusammenhängen, explizit von der ideellen Vermittlung her gesehen und die reale Anwendung dazu aussieht, als auch b) wie eine spezifische Theorie  der Zeit und Zeitlichkeit innerhalb einer Gesamt-Geschichtlichkeit des Daseins vermittelt werden kann.… Weiterlesen

Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, 1806, – 8. Vorlesung

SW VII, S 111ff
Zuerst wieder kurzer Rückblick auf den vorigen Vortrag. Die Oberflächlichkeit sinnlicher Erfahrung und Begreiflichkeit (des dritten Zeitalters) führt von selbst zum Widerspruch und wirft tiefere Fragen auf: „Nun haben wir schon viel früher in der Hauptübersicht dessen, was wir hier abzuhandeln hätten, erinnert, dass ein solches Zeitalter des blossen nackten Erfahrungsbegriffs und des leeren formalen Wissens schon durch sein Wesen zum Widerstreite gegen sich reize, und in sich selber den Grund einer Reaction seiner selbst gegen sich selbst trage.“(ebd.… Weiterlesen

Zu einer Theorie des Willens – 4. Teil

Nochmals von mir wiederholt: Der Grund des Denkens eines möglichen Wissensvollzuges und einer sich selbst bestimmenden Freiheit durch das vorausgesetzte Vermögen eines (freien) Willens ist nicht im Denken oder in der Ich-Form des Denkens idealistisch begründet,  sondern ist ein gesetzförmiges Vollziehen und Nachvollziehen eines lebendigen Bildens der Erscheinung des Absoluten.… Weiterlesen

Zu einer Theorie des Willens 37. u. 38. Vorlesung, WL-1811 – 3. Teil

Zur Theorie des Willens 3. Teil steige ich in die Schlusspassagen der WL-1811 ein. (Gesamte Interpretation der WL-1811 in Stichworten siehe andere Blogs)

Es finden sich in der 37. u. 38. Vorlesung sehr starke Aussagen 1) zum „Willen“ im Zusammenhang der Frage, wie das transzendentale Soll der Erscheinung Gottes und das Schema und die (endliche) Freiheit des Vollzuges des Wissens zusammenhängen.… Weiterlesen