Fichtes Sittenlehre 1798, 1. Teil – Stichworte

Johann Gottlieb Fichte, Das System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre (1798). Zitiert nach der  Ausgabe Phil. Bibliothek Meiner, Hamburg, 1995.  (abk.=SL)  

Es  geht sowohl  um eine einzigartige Durchdringung und Erkenntnis eines 
a) vorgegebenen, sittlich Guten, ohne dass dieses uneinsichtig, heteronom aufgesetzt sein müsse, als auch
b) um  die Aufgabe einer anwendungsbedingten und intersubjektiv überprüfbaren, kritischen, transzendentalen Selbstbesinnung auf die Realisierung und Anwendung von Selbstbestimmung und Freiheit  durch Trieb und Urteilskraft,
c) schießlich geht es um die werthafte Konkretisierung des absoluten Geltungsgrundes.
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Fichtes Sittenlehre 1798, 2. Teil – § 2 – Stichworte

§ 2 (ohne Lehrsatz) (S 29)

Das Ich ist nur insofern, als es sich setzt.

Das ist der Unterschied zwischen einem Ding (z. B. einer Stahlfeder) und einem Ich, dass sich letzteres im Setzen selbst-bewusst setzt und  ist. 

Nun gibt es  offensichtlich ein Bewusstsein einer beschriebenen Tendenz im Wollen.… Weiterlesen