Jacques Derrida, kritische Lektüre – 2. Teil.

Jacques Derrida, Grammatologie. 1. Kapitel, 16 – 48. Übers. v. Hans-Jörg Rheinberger und Hanns Zischler, © Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 1974, 13. Auflage 2016.

Bekanntlich hat J. DERRIDA in seiner „Grammatologie“ und in „Die Schrift und die Differenz“ das Ende der Herrschaft des Logos über die Schrift prophezeit. Ich möchte nur aus den Anfangsstellen des Buches „Grammatologie“, Kapitel 1, „Das Ende des Buches und der Anfang der Schrift“ zitieren und mir erlauben, transzendentale Kritik zu üben. Es war für mich ein sehr inspirierendes Buch – und gerade deshalb auch sehr zum Widerspruch reizend. Meiner Lektüre füge ich kurze Anfragen an, was mir als ein Problem erscheint und m. E. fraglich ist. In der Literaturkritik wurde seine Methode der Dekonstruktion der Zeichen m. E. fruchtbar weitergeführt, und ausdrücklich möchte hervorheben, dass ich sie im literarischen Raum als hilfreich und positiv empfinde. Was die systematische und philosophische Einschätzung des Gramma-Denkens und des Schriftgebrauchs betrifft, da bin ich allerdings anderer Meinung und möchte das kurz begründen. Derrida hat eine Aversion gegen jedes Präsenz- und Transzendenz-Denken, kommt aber gerade mittels seines Dekonstruierens und mittels seiner begrifflichen Dialektik nicht darum herum! „Jacques Derrida, kritische Lektüre – 2. Teil.“ weiterlesen