Evolutionstheorie – 4. Anfrage; Zeit, Raum, Zukunft und Streben.

Gleinker Weltchronik

Die Evolutionstheorie ist für mich mit zahlreichen Ideologien und Interessen behaftet. Deshalb hier eine eher grundsätzliche Erläuterung, wie ich Zeit und Raum  –  d. h. mit Berufung auf FICHTE und berufenere Leute als meiner Wenigkeit – , und Bewegung und Veränderung denke – und wie schließlich die sogenannte „Evolutionstheorie“ selbst ohne ideelle Zwecksetzung nicht auskommt. Ich frage mich aber schon lange,  welche ideelle Zwecksetzung ist das?
Mir scheint: Das sinnliche Bewusstsein will durch den Evolutions- und
Entwicklungsgedanken nolens volens eine Zukunft haben, die sie aber selbst nicht verantworten will! Es wird eine dauernde Entwicklung und Veränderung angesetzt, eine ständige räumliche Ausdehnung, ein ständiger Wandel der anorganischen und organischen Lebensformen, aber wohin die Reise geht, das steht nicht in unserer Verantwortung. Die „Zukunft“ ist in zufälligen Prozessen vorprogrammiert. Ein anonymer Prozess läuft ab, der uns für alles entschuldigt, was ist und was war und was kommen wird. Alles geschieht ja „evolutionär – gemäß der Grundkategorie unseres Daseins. (Man könnte z. B. jetzt Dichter sprechen lassen, wie sie dramatisch die Entstehung der Erde schildern können – aber das ist Poesie! Siehe z. B. Raoul Schrott, Epos Erde)


1.)  Die vorreflexive Anschauung (im Schweben der Einbildungskraft) bestimmt sich durch Freiheit zur begrifflichen Anschauung.  Das Schweben der Einbildungskraft zeigt sich nach der WISSENSCHAFTSLEHRE nova methodo (1796-97) in fünffacher Weise: Indem das Ich seinen Zweckbegriff entwirft und seine Tätigkeit vom ursprünglichen Schweben aus mit einer praktischen Wahl beginnt, setzt es einen Grenzpunkt der idealen Reihe mit dem Sichherausgreifen aus der vernünftigen „Masse“ (ebd.). Es bildet das ursprüngliche, zum Selbstbewusstsein beauftragte, frei sich bestimmbare, bestimmte Ich – innerhalb einer interpersonalen Aufruf-Antwort-Sphäre. (Warum diese Sphäre der Interpersonalität nochmals eine reine Sphäre der möglichen Bestimmbarkeit voraussetzen muss, im allgemeinen wie im konkreten, wäre eine weitere begriffliche Folgerung, die ich aber hier nicht ausführen kann.) (Es sind dies die Bereiche des Naturrechts und der Religion.)

Die auf der Gegenseite der Wechselbestimmung liegende reale Reihe führt zur sinnlichen Anschauung und zur intelligiblen Anschauung einer durchbestimmten Realität in der Ethik, deren erster Exponent die Organisation des Leibes ist. Mit G. COGLIANDRO gesprochen: „ Wir untersuchen zuerst die ideale Reihe, die psychologisch als die Reihe der Beobachtungen des Philosophen der wirklichen Reihe betrachtet werden kann, die aber in Wirklichkeit die Konkretisierung der ursprünglichen Selbstsetzung ist und deshalb genetisch gesehen vor der wirklichen Reihe liegt, denn nur dadurch, dass das Subjekt sich aus der Masse der vernünftigen Bestimmbarkeit herausgreift, kann es zur Selbstbestimmung als wirkender Leiblichkeit kommen.“ 1

Das nachvollziehende Denken ahmt das Schweben der Einbildungskraft nach und bestimmt konform zur idealen Reihe (des Aufruf-Antwort-Geschehens) die sinnliche und intelligible Welt auf der realen Seite. Das Mögliche ist das immer Denkbare – und beginnt damit, dass von jeder Empfindung auch das Gegenteil gedacht werden kann. Das Denkbare wird dabei in den Horizont des unendlich Vorstellbaren gestellt, in Raum und Zeit. Raum und Zeit sind selbst „Formen der Empfindbarkeit“ (FICHTE, EIGNE MEDITATIONEN, GA II, 3, 130.)

In der Empfindung liegt gehemmte Kraft. Das Ich fühlt die gehemmte Kraft und verinnerlicht sie im inneren Sinn. Dies muss eine gleichzeitige Raumanschauung zur Folge haben. Es wird etwas gefunden, etwas Verschiedenes, das in weiterer Folge unterschieden und entgegengesetzt wird, um weiter begrifflich gefasst zu werden.

Die Verschiedenheit ist aber bereits ein eigener Denkakt, den wir mit jeder Vorstellung vollziehen müssen, rezeptiv vollziehen müssen, insofern wir etwas entgegensetzen.“2

Das Beziehen des Ichs auf sich selbst (nach einem Zweckbegriff in der idealen Reihe) und dem dabei zuschauenden Denken (in der realen Reihe) entlässt aus sich (genetisiert) die Anschauungsformen („Formen der Empfindbarkeit“) und Kategorien der Wechselwirkung, der Kausalität und der Substantialität als Bedingungen der Erfahrung – und umgekehrt IST die ganze Erfahrung nur durch diese Anschauungsformen und kategorialen Formen bestimmt und gegeben.

Die Vorstellbarkeit der inneren Empfindung, die bei weitem nicht nur ein passiver Akt der Rezeption ist, sondern ein aktiver Akt der Spontaneität, nimmt Gleichzeitigkeit in Anspruch: Im Denken und Bestimmen der Anschauung (in Richtung eines Begriffes) wird das Denken (wieder kraft der Einbildungskraft) von einer Zeitgebundenheit abgehoben – und den materiellen Dingen wird ihre Realität und ihre Wirklichkeit gegeben.

Die apriorischen Anschauungsformen, von KANT einerseits zwar benannt, aber andererseits nicht erklärt, wie sie möglich sind, stammen nach FICHTE also aus dem praktischen Bereich der Empfindbarkeit und werden durch das Denken eingebracht. Dies müsste jetzt genauer ausgeführt werden, wie die „unabhängige Tätigkeit“ die Räumlichkeit und Zeitlichkeit eröffnet, was aber hier zu weit führen würde:  Gerade durch die „unabhängige Tätigkeit“ der Freiheit ist das Schweben der Einbildungskraft nicht determiniert, wie es ausgehend durch die Empfindung gänzlich determiniert wäre. Zeit und Raum gewinnen eine praktische Bedeutung und Begründung, vorallem in ihrer gegensätzlichen Einheit: „Zeit und Raum sind sich selbst entgegengesetzt“ (EIGNE MEDITATIONEN, GA II, 3, 101). FICHTE stellt fest: „Dinge können in der Zeit gleich seyn; gleichzeitig, Sie können also nur durch den Raum unterschieden werden. Der Raum ist sich selbst gleich; u. alles ist in dem gleichen Raume.“ (EIGNE MEDITATIONEN, GA II, 3, 102)

Das bedeutet, dass die verschiedene Art affiziert zu werden, dadurch erst auffassbar wird, dass die Eindrücke gleich und entgegengesetzt sind, insofern der Raum den Bezugsrahmen schafft (vgl. ebd. GA II, 3, 108; u. 96 u. 103). Die Zeitgebundenheit des Denkens, die den Dingen ihre Realität im Sinne von Wirklichkeit verleiht, muss deshalb notwendig ebenso eine räumliche Bestimmung sein.

Dies kann anhand der Bewegung veranschaulicht werden. Eine Bewegung zu denken und mithin auch eine abgeschrittene Zeit zu denken, gelingt nur durch Vorstellung eines räumlich Dauernden. Der Raum ist aber umgekehrt notwendig auch auf die Zeit bezogen, möchte der menschliche Geist (das Denken) Verschiedenes apprehendieren. Die Vorstellung ist durch die Darstellungskraft darin genötigt, die Erscheinungen in einer bestimmten zeitlichen Sukzession zu denken – und mit einer unterlegten Substanz im Raume, die gleich bleibt im Vergleich zu dem, was sich verändert. Die gegensätzlichen Bestimmungen eines Sich-Bewegenden sind denknotwendig in eine Zeit-Raum-Relation aufgeschlüsselt, sollte eine Vereinigung gegensätzlicher Bestimmungen dialektisch gelingen. Ein bekanntes Bild dafür ist: Das fahrende Schiff kann als solches nur gegenüber dem dauernden Ufer so prädiziert werden. Die Vereinigung (des fahrenden Schiffes) geschieht durch das Denken – und ist keine Anschauung (GA II, 3, 114)

2) Aber nicht nur zwecks Bestimmung einer Bewegung ist die Raumanschauung notwendig. Das Übertragen von Realität (durch Einbildungskraft/Darstellungskraft) ist ebenfalls nur durch Denken möglich. Die Empfindungen könnten nicht auf verschiedene Raumteile übertragen werden, wenn sie nicht durch das Denken an etwas Dauerndem vorgestellt würden. Sie sind ja nicht zu jeder Zeit wirkliche Vorstellungen, „und so bedarf es immer ein zu jeder Zeit möglichen Darstellung, und diese ist auf die Materie zu übertragen, die den Raum erfüllt.“3 Die Materie wird nicht empfunden, sondern gedacht. Sie ist ein Noumenon.

3) Die Beziehung der Zeit auf den Raum ergibt noch weitere Konsequenzen: Durch die produktive Einbildungskraft, wodurch die Empfindung und Wahrnehmung in den inneren Sinn eingebracht werden, geschieht a) eine Vergegenwärtigung einer vollzogenen Vorstellung innerhalb der Dauer des Ichs. Diese Vorstellung ist nicht die Vorstellung vorhergegangener Zeitmomente, sondern Vorstellung von deren Inhalten. Es entsteht die Dauer der Zeit, vorgestellt mittels abgeleiteter Kategorie der Substanz und ihrer Akzidentien.

Die Vorstellung anderer Inhalte können aber nicht selbst Bestandteile des inneren Zeitbewusstseins sein. Die Inhalte machen sich bemerkbar b) durch „Veränderung“ (GA II, 3, 105). Die Zeitform soll nicht bloß eine innere, psychische Assoziation von Veränderung sein oder ein subjektiver Zustandswechsel in der Apprehension, sondern muss denknotwendig durch den Raum weiterbestimmt werden. 4

Diese Denknotwendigkeit ist begründet in einem praktischen Bedürfnis (PRACTISCHE PHILOSOPHIE, GA II, 3, 189). Das wird erkannt in der Analyse des Strebens. Streben ist ein Handeln, das keine Kausalität hat (GA II, 3, 183). Das Streben wird gefühlt. Wir sehen und erkennen nur die Wirkung des Strebens, nicht die Ursache. Der Wille ist letztlich diese Vorstellung jenes Strebens durch die inneren Empfindung. Wir erkennen die Wirkung aus dem Zweck, den wir uns gesetzt haben. „Zweck ist Selbsttätigkeit in Beziehung auf Selbsttätigkeit, wie Ursache auf ihre Wirkung.“ (GA II, 3, 12.13)

Die erkannte Welt besteht nur in Bezug auf jenes Streben, und umgekehrt erfahren wir das Streben erst, weil wir uns notwendig Zwecke setzen. Dadurch wird uns, durch das gehemmte Streben und dem gleichzeitigen Hinausgehen über dieses Geschäft des Erkennens durch den Zweckbegriff, die Dimension der Zukunft eröffnet.

4) Der Entwicklungsbegriff oder Evolutionsgedanken – worauf ich ja hier hinaus will – enthält somit eine notwendige Kombination von Raumanschauung und Zeitanschauung – und enthält vorallem eine notwendige bestimmte, ideelle Zwecksetzung,  sonst könnte eine Veränderung und eine Bewegung und eine stillschweigende Entwicklung mit einem  Zukunftsbegriff nicht gedacht werden. Die zur Evolutionstheorie ausgebaute „Entwicklung“ oder „Evolution“ will stillschweigend projektiv  eine begriffliche Durchdringung einer Veränderung und Bewegung leisten. Inwieweit diese begriffliche Durchdringung wiederum in seiner Intention und Absicht gerechtfertigt werden kann, kann aber gar nicht aus den anscheinend beobachteten „Entwicklungen“  oder „Evolutionen“ selbst abgelesen werden, denn – wie die Punkte oben gezeigt haben sollen – zeitliche Erstreckung, Ausdehnung, Veränderung, Bewegung, Zukunft existiert ja nur in der Realisierung des Begriffes und in der Intention einer Absicht. Ein ideelles Denken geht notwendig dem realen Übertragen und dem realen Nachvollzug der Erfahrung voraus. Welches ideelle Denken soll die Grundlage und der Grund der Evolutionstheorie sein? Welche Intention und welcher Zukunftsgedanke verstecken sich dahinter?

In der WISSENSCHAFTSLEHRE NOVA METHODO bringt es FICHTE so auf den Punkt: „ Das Ich findet sich nur, weil es sich selbst konstruiert. Es entwirft, vom besonderen Objekt abstrahierend, seinen Zweckbegriff und wendet ihn an auf ein besonderes Objekt, zugleich dieses wie auch sich selbst konkret verwirklichend. Das Denken denkt zugleich seine gesamte Erfahrung und sein Bewußtsein: „mit der Selbst PRODUCTION PRODUCIRT es zugleich seine Erfahrung. Also das INTELLIGIBLE Ich und das EMPIRISCHE der gesammten Erfahrung, oder das A PRIORI nach dem Kantischen Sinn u. das A POSTERIORI sind ganz daßelbe nur angesehen von verschiedenen Seiten.“5 (Wlnm, GA IV, 2, 197)

5) Es ist ja paradox, dass gerade in der Rede von der Zufälligkeit der Entstehung des Weltalls, des Lebens, der Arten, des Menschen, worin anscheinend keine Intention und Absicht erkennbar sein kann, eine gedachte Zwecksetzung mitgedacht werden muss, sonst könnte die „Entwicklung“ oder „Evolution“ oder eine „Entstehung“ nicht  als „zufällig“ ausgezeichnet werden? Wenn z.B. im mikrobiologischen Bereich von Mutationen in den Gen-Codierungen die Rede ist, so muss eine Substanz postuliert werden, die sich verändert, aber auch dauernd ist. Der ideelle Zweck des Überlebens lässt die Zukunft in den Blick bekommen und bestimmt apriorisch, was selektiv nützlich ist – obwohl die Evolutionstheorie diesen ideellen Zweck vielleicht nicht zugeben will, weil ja alles „zufällig“ ist. 

Weiteres muss aber gefolgert werden, selbst wenn die Evolutionstheorie so etwas wie eine Substanz des Überlebens-Willen zugäbe, durch einen Trieb vielleicht: Kann der Überlebens-Zweck als solcher  Grund genug sein, eine Zielgerichtetheit und Nachhaltigkeit des Lebens, mithin eine Zukunft,  zu begründen? Auch das kann die Evolutionstheorie mit ihren Mitteln nicht erreichen, wenn sie sich nicht selbst widersprechen will. Nolens volens muss ein ideeller Zweck apriorisch in eine „Entwicklung“ oder „Evolution“  hineingelegt werden – aber alles soll versteckt werden im Wort „zufällig“. Ein ideeller Zweck, eine Zukunft, das kann nur   geistig-intentional verstanden und begründet werden!

Würde ich für die Erfassung einer genetischen Mutation oder für die Erfassung der Selektion den Zeit- und Raumbegriff streichen, könnte ich gedanklich keine Erklärung mehr geben, was sich substantiell und kausal verändert und wohin sich alles verändert. Leben ohne Zweckbegriff und Hemmung  ohne triebhaftes Streben ist nicht denkbar. Es wird nur oft kaschiert als regulative Umweltanpassung oder als kybernetischer Kreis etc. 

Transzendental ist die ideelle Zwecksetzung – wenn ich einmal auf das Organische blicken möchte – aber klar einsichtig und ableitbar:  Es ist eine Zwecksetzung in mehreren Stufen: Die einzelnen Zellen eines Lebendigen werden vom höheren Begriffen der Zellverbände überlagert, die Zellverbände wiederum sind zusammengehalten von einer Einheit einer lebendigen Art, diese Art wieder von einem System einer ganzen Gattung, und das ganze System des Lebens von einer universalen Einheit des Kosmos.

Die Erklärung der Ursachen werden, so könnte nochmals klassifiziert werden, im anorganischen Bereich  durch regulative Zweckideen bestimmt, im organischen Bereich aber durch notwendige und konstitutive Zweckgedanken.  Naturwissenschaft wäre ohne diese regulativen und apodiktisch-apriorischen, nicht in der Natur selbst liegenden Begriffe, nicht denkbar. Nur eine gewisse ideelle Zweckgerichtetheit und Nachhaltigkeit erlaubt eine „naturwissenschaftliche“ Erklärung und eine „evolutive Entwicklung“ zu denken.

Generell gesagt: Es gäbe keine „Entwicklung“ im anorganischen Bereich, mithin keine Kosmologie, keine Entwicklung im chemischen Bereich und keine Genetik und Mutation auf der mikromolekularen Ebene des Lebens, keine Biologie, und keine Entwicklung in Sprache und Geschichte (Anthropologie im weitesten Sinne), würden nicht die apriorischen Anschauungs- und Denkmuster und der ideelle Zweckgedanke erst eine  sinnliche und geistige Natur ermöglichen und bestimmen.  

Ob wir von einer Evolution der anorganischen Materie, oder von einer Evolution des biologischen Lebens, oder einer kulturellen Evolution ausgehen, immer ist eine höhere Denkmöglichkeit im Spiel, um das System des Weltalls, der Organisation des Lebens und die Ausdrucksfähigkeit des Menschen,  zu erklären und verständlich zu machen. Nach FICHTE ergibt sich hier die Fünffachheit der prinzipiellen Wissensgebiete – und quer zu diesen Wissensgebieten wäre die geschichtliche  Realisierung der Vernunftidee anzusiedeln. (Siehe dazu später.) 

19. 12. 2015 © Dr. Franz Strasser
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1Giovanni Cogliandro, Die Dynamik der Fünffachheit in der Wissenschaftslehre nova methodo, in: in: Der transzendentalphilosophische Zugang zur Wirklichkeit. Beitrage aus der aktuellen Fichte-Forschung. (Hrsg von E. Fuchs, M. Ivaldo, G. Moretto). Frommann-Holzboog 2001, pp. 167-198. Dankenswerterweise auch ins Internet gestellt – abgerufen am 11. 12. 2015. – siehe pdf-download: https://www.academia.edu/8239773/Die_Dynamik_der_Fünffachheit_in_der_Wissenschaftslehre_nova_methodo

2K. HAMMACHER, Kategorien der Existenz. In: Festschrift f. Wolfgang Janke zum 65. Geburtstag. Hrsg. v. Klaus Held u. Jochen Hennigfeld, 1993, 87- 106, S 93.

3K. Hammacher, ebd. S 103.

4Ich halte ein Fossil einer versteinerten Schnecke in Händen. Es wird auf die Zeit im Molassemeer vor ca. 40 Mill. Jahren geschätzt. Warum ist diese Zeitschätzung möglich? Weil zusätzlich die räumliche Erstreckung der Versteinerung hinzukommt. Die Vorstellung einer zwar schwer vorstellbaren, aber einmal gegenwärtigen Zeit, wird in Beziehung gesetzt zur Versteinerung und der vorgestellten Erdgeschichte.

5FICHTE grenzt sich in der Einleitung bereits von der einseitigen Sichtweise des Realismus und Idealismus ab [Wlnm, GA IV, 2, 17 – 27] und betont in der „vorläufigen Anmerkung“ [GA IV, 2, 28 – 32] diese Einheit, um im restlichen Teil das hauptsächlichste Ziel zu erreichen: die Ableitung des empirischen Bewusstseins [GA IV, 2, 32 – 266].

Autor: Franz Strasser

Dr. Franz Strasser

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