Evolutionstheorie – 6. Anfrage; über die Einbildungskraft, von Pflanzen, Tieren und Vernunft, Trieb und Streben.

Gleinker Weltchronik

1) Das Schweben der Einbildungskraft, worin Subjekt und Objekt noch nicht unterschieden sind, ist der Ausgangspunkt allen Wissens und aller Einheit des Wissens. Der Weg zur basalen Empfindung und Wahrnehmung über die raum-zeitlichen Dimensionen und Kategorien muss durch die ursprünglich produzierende Einbildungskraft in theoretischer wir praktischer Funktion rekonstruiert werden. Ich zeichne diese Rekonstruktion hier soweit nur in den Grundrissen nach, bis das Produkt der Einbildungskraft durch die Anschauungsformen und durch die Verstandesformen a) theoretisch, und in weiterer Folge durch die reflektierende Urteilskraft b) praktisch bestimmt werden kann durch die in der Hemmung liegenden Tendenz („Streben“, aber noch unspezifisch verstanden), sie zu überwinden.

Die theoretischen wir praktischen Konstitutionsmomente der anorganischen oder der später abzuleitenden organischen Welt bleiben dabei stets rückbezogen auf das ursprüngliche Anschauen und Schweben der Einbildungskraft und den notwendigen apriorischen Denkmöglichkeiten der Beziehung und Unterscheidung.

Ad a) Das zeitliche Werden, noch nicht übertragen auf anorganische oder organische Objekte oder auf den eigenen Leib bzw. auf die Geschichte mit anderen Personen, ist eine  Form der übergehenden Imposition von einer Setzung zur anderen, ein primäres Linienziehen, das auch im kleinsten Punkt nicht aufhören darf, ein Übergehen und ein Werden zu sein.1

Diese nach allen Richtungen hin vorstellbare, durch beliebig viele Punkte gehende Linienziehen nennt FICHTE diereine Bestimmbarkeit“ (GRUNDLAGE GA I, 2, 359f). Die auf dieses Linienziehen treffende Hemmung ist der Stoff in der Linie des Werdens, und wird als aufgefasste Hemmung mittels Kategorien als Qualitatives und Quantitatives und und in Relations- und Modalitätskategorien weiter bestimmt. Die produzierende Einbildungskraft arbeitet auf die einzelne Hemmung hin (an ihr und mit ihr) Form und Materie zusammen, veräußert das Konstruierte anschaulich, und verinnerlicht den unkonstruierbaren Gehalt als „Gefühl“. Es kommt zu den „Formen der Empfindbarkeit“ (siehe oben, EIGNE MEDITATIONEN), d. h. zur aktuellen Linie der Zeit und zur aktuell-objektiven Linie und Fläche des Raumes. Da kongruierend und parallel zur realen Reihe des Aufbaues der objektiven Außenwelt die ideale Reihe mitgedacht werden muss (gemäß Fünffachheit der Reflexion nach der Wlnm), kommt notwendig zum  Linienziehen der Zeit und des Denkens von Raum die interpersonale und geschichtliche Wirklichkeit hinzu: Es müssen virtuell unendlich viele Grundpartien des  Linienziehens und des objektiven Veräußerns vorausgesetzt werden, denn nur unter Voraussetzung anderer Personen können wir individuell uns bestimmen. Die Gemeinsamkeit eines Wollens und Handelns geht apriorisch dem Begriff des individuellen Wollens und Handelns voraus. Durch das gemeinsame Wollen und Handeln haben wir auch eine gemeinsame Außenwelt und gemeinsame Zeit und gemeinsamen Raum – unbeschadet auch der Möglichkeit, eine individuelle Geschichte zu schreiben und einen individuellen Raum im körperlichen Ausdruck erst bilden zu müssen. 

Die Zeitform als Linienziehen im inneren Sinn ist ein aktives Schweben der Einbildungskraft, das sich als Kontinuität und als ideale Entscheidungszeit und reale Erscheinungszeit zeigt. Die Raumform fixiert dieses Linienziehen und fixiert die Veränderungen in diesen inhaltlichen Vorstellungen zu einer materiellen Außenform. Der innere Sinn wird durch die Raumform verobjektiviert dargestellt. FICHTE nennt diese Urform einer Verobjektivierung und Veräußerung, „reine Bestimmbarkeit“ oder „Quantitabilität(WL 1801/02), das Virtuelle, das Pluripotentielle. Es wird durch das bestimmte wirkliche Linienziehen der Zeit aktualisiert. (vgl. R. LAUTH, Naturlehre, ebd., S 25)

b) Ein zeitliches Werden an sich (eine „Evolution“) kann somit realistisch und objektivistisch weder in den Dingen der anorganischen Natur – die mit ihren Kräften als Attraktion und Repulsion in Vektoren beschrieben werden könnte – noch in den distributiven Einheiten eines organischen Lebens, aber auch nicht in einer geschichtlichen Fortschritts-Reihe  angesetzt  werden  – außer man überträgt aus dem Bewusstsein in die sinnliche oder kulturelle Natur hinein dieses zeitliche und räumliche Linienziehen.2

Erst durch die erfolgende Imposition und Apposition der Einbildungskraft wird ein kontinuierliches Werden aufgebaut. Die reellen Quanten sind keine Dinge an sich, sondern Sein im Ich, und werden erst im Akt der Bestimmung bestimmt (siehe oben 2. Anfrage, zur Dualität der Materie nach A. MUES). Dass sie unkonstruierbar sind, macht ihre Eigenständigkeit aus;  dass sie nicht chaotisch sind, das ist eine Sache der fichteschen Sinnlehre, ausgedrückt in der Lehre von der moralischen Weltordnung und der göttlichen Weltregierung. 3

Die Realität der Natur (…) erscheint in der TranscendentalPhilosophie als durchaus gefunden, und zwar fertig und vollendet, und dies zwar (gefunden nemlich) nicht nach eigenen Gesetzen (der Natur), sondern nach immanenten der Intelligenz (als ideal-realem).“ (FICHTE gegenüber SCHELLING, Briefe, GA III, 4, 360)

Absolut verschieden zu den anorganischen Kräften der Attraktion und Repulsion in der Physik tritt dabei die distributive Einheit der Organisation, sprich, das Leben, in den Naturprozess ein. Die Wechselwirkung der beteiligten chemischen Kräfte, die Osmose etc.. bilden nicht eine additive Einheit, sondern sind um einer organisierten Einheit willen gesetzt. Wenn in weiterer Folge die organische Eigenbewegung z. B. einer Pflanze mit verschiedenen sukzessiven Bestimmungen der Veränderung ausgezeichnet wird, so entsteht hier nichts evolutiv Neues, sondern alle Bewegung ist von vornherein als geschlossener Kreislauf gesetzt, ein Ganzes mit einem absoluten Durchdringungspunkt des Lebens. 4 Falls Leben so gedacht werden soll, dass eine zugrundeliegende Substanz sich erbgenetisch (epigenetisch) weitergibt – wie es gang und gäbe in der naturalistischen Betrachtung ist – würde das einen Einblick in den Ursachenzusammenhang der Manifestationen der Wirkungen verlangen, den ich nicht haben kann. Eine realistische Substanz als Grundlage aller Veränderung und Ursache aller weiteren Wirkursachen erkenne ich nicht denknotwendig; ich erschließe nur durch Induktion und Hypothese einen nachträglichen Zusammenhang. Es evolviert oder entwickelt sich aber nicht eine Substanz ans ich, seien es die Gene, oder sei es ein hinterstellter evolutiver Prozess der Akzidentien,  sondern das Organisationsganze der Pflanze wächst und gedeiht und blüht und verwelkt, um als Gattung in der Frucht zu bleiben. Wenn das zweckgerichtete Streben des Wachsens an sein Ziel gelangt ist, ist das Produkt fertig da. Zum fertigen Produkt, so FICHTE, gibt es kein zu vergleichendes analoges Produkt, keine Homologie und keine Ähnlichkeit. Die Pflanze hat das in ihr liegende Ziel erreicht und das einmalige Produkt erbracht – und strebte nicht selbst eine Homologie an. Was würde schon ein Begriff der Homologie erklären? Dass sukzessive, neue, emergente Bestimmungen in und aus einer Substanz entstanden sind? So verfährt aber die reflektierende Urteilskraft nicht. Auf einen Schlag, im zeitlosen Akt der Vorstellung, setzt die Urteilskraft eine durch den Organismus aktualisierte Wechselwirkung an – und die Pflanze erbringt ihr spezifisches Produkt. Erst in secundo kann die Urteilskraft verschiedene Merkmale und Ähnlichkeiten (Homologien) feststellen, aber das ist ein anderer Zweckbegriff als der einer selbst-organisierten Zweckeinheit einer bestimmten Art.

c) So wie die Pflanze nur als ein organisches Ganzes verstanden werden kann, das Einzelne um des Ganzen willen da ist und umgekehrt, so übertragen wir das Organisationsganze auf den artikulierten Körper eines Tieres, dessen Organisationsmittelpunkt der Trieb ist.5 Es ist ein spezifisch gedachtes Organisationsganzes, ein Streben, das im Handeln durch eine Hemmung gehindert wird, und folglich als Trieb zur Erscheinung kommt. Der Trieb ist erfüllt (befriedigt), sobald die Bedingungen seiner Anwendung zu erfolgreicher Wirksamkeit kommen. Das Wasser weckt nicht den Durst, sondern der Durst erklärt (durch den Trieb) den Sinn von Wasser für den auf das Wasser abgestimmten Organismus. Es ist wiederum ein in die Organisation hineingelegter Zweckbegriff, der die wechselwirkenden Kräfte durchdringt und zu einer Anziehung und Abstoßung mit gleichzeitigem Angezogen- und Abgestoßenwerden formt. Der Trieb ist Teil dieser organischen Natur, höchster Begriff der erscheinenden Natur, insofern sie sich dadurch selbst bestimmt. (Siehe oben 1. Anfrage – das Bsp. Des mexikanischen Kärpflings. Dessen Trieb will das Überleben und strebt nach dem Überleben, die Gen-Codierungen sind für ihn als solche substantiell an die wechselnden Umweltfaktoren angepasst, zufällig können  sie nicht geworden sein, sonst hätte der Kärpfling nicht überleben können.)

d) Und nochmals weiter nach den transzendentalen Wissensbedingungen dieser triebhaften Bestimmung des Tieres gefragt, so muss es ein zusammenhängendes Ganzes einer abgestimmten sinnlichen Natur geben, die in Motorik und  Sensorik nochmals offen ist für eine höhere Artikulation und für eine freie und echte Selbstbestimmung des Lebewesens „Mensch“.

Die Welt ist den transzendentalen Wissensbedingungen nach ein organisches, teleologisches Ganzes – und muss es sein, damit die Pflanze wächst, das Tier sich bewegen und, was die dritte Stufe der Organisation betrifft, die Freiheit des Menschen mechanisierend (nicht selber organisierend) eingreifen kann. Die Verwirklichung des Organischen bleibt dabei an vielfältige Abhängigkeiten und Realisationsmöglichkeiten gebunden, a) an die anorganischen Grundlagen, b) an die Gene, an die Umwelt, aber zugleich c)  kann dieses lebendige Ganze nur als sich von Stufe zu Stufe aufbauendes, zweckorganisiertes Ganzes gesehen werden, damit das in und an diesen Hemmungen angesprochene freie Linienziehen der ursprünglich produzierenden Einbildungskraft schlussendlich im Lebewesen „Mensch“ heraustreten kann.

Dabei bleibt die Hemmung aposteriorisch unableitbar und letztlich nicht begreifbar. Wir können weder theoretisch die Abhängigkeit des Ichs vom Nicht-Ich der Hemmung auflösen, noch können wir die Hemmung im praktischen Streben in Erkenntnis auflösen, als wüssten wir in jedem Augenblick sicher, was wir tun sollten oder tun wollten. Das zeitliche Werden geht von der produzierenden Einbildungskraft aus und alles zeitliche Werden ist diese Verwirklichung einer transsubjektiven Objektivität, sei es in der sinnlichen Natur, im eigenen Leib, in der gesellschaftlich-geschichtlichen oder in der religiösen Wirklichkeit.

2) In der Ableitung der „Formen der Empfindbarkeit“ (3. und 4. Anfrage) wurde betont: Die Vorstellbarkeit der inneren, zeitlichen Empfindung nimmt Gleichzeitigkeit in Anspruch. Es hebt sich im Denken eine Zeitgebundenheit der Empfindung abdie den materiellen Dingen ihre Realität gibt, und  sie räumlich und zeitlich und veränderlich und beweglich erscheinen lässt. Die Zeitform und Raumform können damit nicht unabhängig von ihrer materiellen Erscheinungswirklichkeit gesehen werden, aber beiden Formen realistisch mit den Dingen gleichzusetzen, vermengt wieder alles und führt zu keiner Erklärung. Die Kategorien fielen dann realistisch mit den Dingen zusammen, wo sie doch umgekehrt die Realität  derselben erst begründen.

Die Anziehungskraft und Bewegung der Physik erscheint auf anorganischer Ebene total anders wie das Wachsen der organischen Wirklichkeiten;  die Bewegungskraft auf organischer Stufe (das Wachsen) erscheint wiederum höherstufig, selbstbewegend;  die Bewegungskraft schließlich auf der Stufe der Freiheit äußert sich als Selbsttätigkeit der Vernunft und primär im Vorstellungstrieb. Nach den Prinzipien der WISSENSCHAFTSLEHRE muss es einen geschlossenen, apriorischen Zusammenhang zwischen Naturstreben und Vernunftstreben geben; ersteres Streben ist die Sphäre der Vernunft in spontaner Aktion; letztere die Sphäre freie Realisierung einer Sinnforderung. Das System der spontanen und der freien Vernunfthandlungen ist in einem apriorischen Sinne geschlossen und vollendet – und ist zugleich ein offenes System, weil konstitutiv die aposteriorischen Bedingungen der Realisierung hinzukommen müssen. M. a. W. der Trieb als Naturtrieb ist einerseits vollendet, andererseits verweist er durch die Vernunft über seine Realisierung hinaus. Er will in seiner Bedingung durch spontanes und! freies Streben begriffen werden. Naturtrieb und Vernunfttrieb sind in letzter Konsequenz nicht entgegengesetzt, sondern beide sind Vernunfttendenz. Auf die Wechselwirkung der beiden Triebe beruht die Erscheinung des empirischen Ichs. (Siehe dazu auch Ausführungen zum Triebbegriff bei S. FREUD und J. G. FICHTE – Link.

3) Das gesamte Naturstreben müsste jetzt viel detaillierter dargestellt werden. R. LAUTH spricht z. B.von verschiedenen Organisationsverbänden innerhalb mehrstufiger Organisationen (Naturlehre, S 113ff) oder von der „Ramifikation“ des Naturstrebens. (Naturlehre, S 119ff). Durch die reflektierende Einbildungskraft kann von der einzigen Dimension des zeitlichen Werdens abgegangen und in andere Dimensionen des Raumes übergegangen werden. In diesem virtuellen Raum wird die Hemmung verbreitet und präsent. Durch mehrere, verschiedenartige Hemmungen wird das Streben nochmals in mehreren entsprechend verschiedenen Trieben fixiert. Wir erhalten eine Verzweigung des Gesamtstrebens in verschiedenen Streben, die aber alle darauf aus sind, die jeweils verschiedenartigen Hemmungen zu überwinden. Durch Umreihung treten dann andere Hemmungskonstellationen auf, die als Wirkenserfolge erlebt werden. Der spontane, naturgetriebenen Akt muss zwar von Anfangspunkten ausgehend gedacht werden, um sich dann mannigfaltig zu verzweigen, wir erhalten dann eine Gesamtorganisation in untergeordneten Organisationen und Organisationsverbänden, aber eine einzige Ursache dieser Wirkungen lässt sich kaum feststellen. Das bestimmende Gesetz diese wechselwirkenden Abhängigkeiten von Streben und nicht-ichlicher Hemmung kann endgültig nicht in Erkenntnis aufgehoben werden, weil uns dann vollkommene theoretische und praktische Erkenntnis geschenkt sein müsste (wie wir uns den göttlichen Verstand vorstellen.) Umgekehrt aber so zu tun und vorzugeben, als könne selbsterklärend durch „Evolution“ das System der Natur verstanden werden, dass es eine dahinterliegende, wenn auch zufällige und unbekannte, anonyme Wirkursache „Evolution“ gäbe, erklärt nicht das mannigfaltige  Naturstreben und geistige Freiheitsstreben. Es wird Erkenntnis vorgetäuscht, die aber keine ist und niemals eine werden kann, weil der ausdrücklicke  Zweckbegriff nicht eingestanden wird bzw. nicht erkannt wird. Die stufenartige Höherentwicklung eines Naturstrebens von der Pflanze bis zum Tier und bis zur Vernunft des Menschen, mit dem zuletzt angedeuteten verzweigten Naturstreben, offenbart ein Richtungnehmen des zeitlichen Linienziehens (des vorstellenden Aktes der Vernunft) und einer in der Zeit liegenden Sinnlichkeit und aktiven Rezeptivität, offenbart aber keinen evolutiven Prozess an sich. Durch die freie Serie der Imposition der Einbildungskraft und durch Apposition wird eine ideale und reale Zeitbindung der „Evolution“ in der Geschichte aufgebaut.  Es entsteht eine ideale Entscheidungszeit und reale Erscheinungszeit, sei es für den sinnlichen Bereich der äußeren Natur oder den geistigen Bereich der gesellschaftlichen Natur. Aber eine „Evolution“ an sich ist nicht denkbar.  In der äußeren, sinnlichen Natur oder kraft der sinnlichen Natur wird nichts.

4) Von der anorganischen Wirklichkeit der Bewegungs- und Veränderungslehre sind wir ausgegangen; die höhere Möglichkeit zeigte sich in der Erscheinung einer Selbstbewegung im Organismus. Die Pflanze zieht an und stößt ab. Ihr Wirkungskreis, ihre „Bewegungsfreiheit“ bleibt aber trotzdem noch eingeschränkt. Die nochmals höhere Möglichkeit erscheint im Tier. Das Tier vermag sich zu bewegen, zwar nicht total frei, es ist getrieben und instinkthaft geleitet, aber immerhin, es zieht selber an und stößt selber ab und wird angezogen und wird abgestoßen. (Inwiefern die Pflanzen selber die Tendenz haben, sich bewegen zu können und bestens anzupassen – das ist noch ein weites Forschungsgebiet.) Die höchste Stufe der Bewegungsfreiheit und Wirksamkeit – ohne Determination eines zweckentsprechenden (teleonomischen) Agens – zeigt sich schließlich in der freien Darstellbarkeit der Einbildungskraft im ästhetischen und praktisch-moralischen Sinn. Das reflexive Bewusstsein vermag dadurch im Vorstellungstrieb über die Hemmung hinauszugehen und dementsprechend, angepasst an die Hemmung, frei zu wollen und zu handeln.Das Thier ist da, um den freien Geist in der Sinnenwelt zu tragen, und mit ihr zu verbinden.“ (NATURRECHT, GA I, 3, 381).

Jetzt wieder meine Anfrage an die anscheinend alles erklärende Evolutionstheorie in Natur und Kultur: Denkt die Evolutionstheorie das zeitliche Werden auf diese – durch das Streben und die Freiheit ermöglichte – Zukunft hin?   Sicherlich nicht, denn was faktisch ist, ist so geworden, wie es ist.  Es trägt kein Kriterium des Sollseins oder Nicht-sein-Sollens in sich!? 6

Das Denken, wie in den ersten Anfragen ausgeführt, unterscheidet die Zeit- und Raumform, letztlich das zeitliche Werden, zwecks weiterer begrifflicher Bestimmung des Objektes. Es  überträgt, entäußert, entfremdet: Eine Bewegung, ein Wachsen, ein Sterben, ein Trieb wird in die Natur und in die Gesellschaft hineingelegt. Warum exponiert sich das Denken zur Entwicklung, zur „Evolution“ und zur Geschichte? 

Meine etwas verkürzte und noch mehr auszubauende Antwort wäre: Erscheinungsobjektiv und erscheinungssubjektiv entwickelt sich Natur und Kultur – weil alles unter einem aktuellen Sollensanspruch steht, ob die gefühlte und vorgestellte Wirklichkeit einem Sollsein der Wahrheit entspricht oder nicht. Entspricht die Bestimmung eines Dinges vollkommen der theoretischen Betrachtung, ist die Vorstellung befriedigt und an ihr Ende gelangt. Das praktische Streben geht aber in seiner Triebhaftigkeit und freien Realisationsmöglichkeit über dieses Gleichgewicht in der Vorstellung hinaus auf eine volle Vernunftrealisation. Deshalb kann, und auf der Erscheinungsebene sogar muss! aus praktischen Gründen ein Vorgang auch zeitlich und räumlich und evolutiv gesehen werden, damit im Hier und Jetzt eine freie Realisationsmöglichkeit der Vernunft hervortreten kann. An sich entsteht die Welt nicht (…) in der Zeit; sie ist fertig.“ (PLATNER-VORLESUNG, GA IV, 1, 409.) Für uns aber fällt ihr Fortgang und die Entstehung neuer Produkte in die Zeit, u. wir müssen die Bildung der Welt auch in die Zeit setzen.“ (ebd.)

Aber wird der Begriff Evolution zweckhaft, als praktisch-sittliche Verwirklichung einer Intention und einer Sinnidee, verwendet? Dient nicht umgekehrt der Evolutionsbegriff einer großen Entschuldigung, gerade nicht praktisch und frei handeln zu können? (Siehe oben  meine 4. Anfrage  – Link

 23. 12. 2015

© Dr. Franz Strasser

fr.strasser@eduhi.at

1Wir gehen von Anfang an daraufhin aus, das Vorgestellte so ichlich wie möglich zu bilden. Wenn wir die Außenwelt daraufhin durchforschen, erforschen wir stillschweigend in ständigem Interesse, wie kann ich den Gegenstand ichlich konstituieren, d. h. wie weit kann ich ihn nicht nur anschauen, sondern auch einsehen, dass er so sein soll. Seine Eigenschaften sind a) Übertragungen von Bewusstseinsmomenten in die Außenwelt und b) Übertragungen von Willensmomenten und ichlichen Momenten, dass der Gegenstand bzw. in höchste Stufe die andere Person, so ichlich wie möglich sei. Wir gehen immer schon darauf aus, dass wir uns gegenüber fremden Personen vorfinden. Wenn wir nur Anorganisches oder Organisches fänden, so ist das Weniger als wir im Vorstellen finden wollen. Eine Einschauung ist somit nur im interpersonalen Bereich möglich. In der sinnlichen Natur ist Anschauung angemessen.

2 Im Zusammenhang des Wachsens sagt FICHTE einmal: in dynamischer Sicht ist „die Bewegung ein Bild des Werdens einer Anziehung; einer, sage ich; eines bestimmten Accidens derselben; denn die Anziehung selbst ist, wird nicht, wie das System de Empirie, die Natur (in Wahrheit auch) ist, und diese ist, wie die Erscheinung selbst ist.“ (FICHTE, TRANSZENDENTALE LOGIK 1812, S 222). M. a. W.: Es gibt einen Modus von physikalischen Bewegungen (Kräfte der Anziehung und Abstoßung), einen Modus der bloßen Anziehung (im pflanzlichen Bereich), einen Modus von Anziehung und Angezogenwerdens zweier Organisationen (im biologischen Bereich der Tiere) – und einen Modus der Freiheit (der Geschichte).

3Vgl. R. LAUTH, Naturlehre, a. a. O. S 165.

4Vgl. R. LAUTH, Naturlehre, a. a. O., S 128 – 130.

5Vgl. R. LAUTH, Naturlehre, a. a. O., S 131 – 135.

6 Ein zweiter, undenkbarer Begriff, neben einem objektivistisch verstandenen Werden in einer Evolution – wäre der ebenso dunkle Begriff einer „Emergenz“. Von selbst geht aus einer niederen Organisation eine höhere hervor. Ebenfalls ein undenkbarer Begriff – eine Vernebelung und Ablenkung.  

Evolutionstheorie 2. Anfrage. Der Bestimmungsakt und die Anschauungsformen Zeit und Raum

Barnett Newman, Stockholm

1) Gemäß dem höchsten Standpunkt der Transzendentalphilosophie kann nur von der Position der Einheit des Wissens ausgegangen werden. Diese Einheit ist „Mutter aller Differenz“, Einheit im Wechsel, „Wechsel des Ich in und mit sich selbst, da es sich endlich, und unendlich zugleich sezt“ (FICHTE, GRUNDLAGE, GA I, 2, 359). Es ist ein Schweben der Einbildungskraft zwischen Unvereinbaren (ebd., S 360) Die Einbildungskraft ist das Vermögen des Vereinens und Unterscheidens – und eigentlich sind die unvereinbaren Gegensätze vor dem Einsatz der Einbildungskraft nicht einmal als unvereinbare denkbar, denn Denken richtet sich bereits auf Vorgestelltes. Vorstellen und Vorgestelltes, Wollen und Gewolltes, Bild und Sein, Erscheinung und Absolutes, sind vor diesem Schweben nicht vorauszusetzen. „So wie sie durch das Denkvermögen vereinigt werden sollen, und nicht können, bekommen sie (erst) durch das Schweben des Gemüths, welches in dieser Funktion Einbildungskraft genennt wird, Realität (d. h. Geltung), weil sie dadurch anschaubar werden.“ (Ebd. S 368)

Genau das, was die Einbildungskraft denkend nicht vereinigen kann, wird als Anschauung exponiert. Die geltende, zutreffende Einbildungskraft erscheint als eine gegebene Einbildungskraft, und gerade diese ist anschaubar. „Anschauung ist also nichts anderes als eine unleugbar waltende, eine zutreffende Leistung der Einbildungskraft. Zutreffendes begegnet als „so ist es“, begegnet in der Gestalt des Gefundenen, ist gefunden.“ 1

Die Einheit des Wissens ist begründet und gerechtfertigt in der intelligierten Einheit des Ichs, des Lichts, der Evidenz – und kein Subjekt- oder Objektzuschreibung darf hier geschehen, woraus eine metaphysizierende Subjekt-Objektphilosophie entstünde. Die Vorstellung wäre ohne intelligierende Einsicht nicht mehr ableitbar, sondern perpetuiere sich in einen unendlichen Regress eines immer wieder erneut vorstellenden Vorstellens.

In und aus der absoluten Einheit des Wissens ist der Wechsel einer späteren Wechselbeziehung gesetzt, der Wechsel, wie FICHTE in der Wlnm von 1796/97 ausführen wird, zwischen einer idealen und einer realen Reihe des Bestimmens. Die Wechselbeziehung (Beziehung und Unterscheidung) ist für sich nicht absolut, wiewohl sie die höchste Kategorie des Verstandes ist.

Das alles begründende und geltende Prinzip in der Wechselbeziehung ist und bleibt das Schweben der Einbildungskraft, die Freiheit, sich selbst zu bestimmen, ideal und real. Nur im „absoluten Ich“, hier als Ichheit gesetzt, sind die Gegensatzglieder Ich und Nicht-Ich gesetzt und werden durch das Reflektieren teilbar gesetzt. Aus dieser Beziehung werden die Denkakte und Kategorien und die Anschauungsformen von Raum und Zeit abgeleitet.

Die Gegensätze (innerhalb der Ichheit) eines endlichen Ichs und eines angeschauten Nicht-Ichs stehen nicht für sich als absolut da, sondern bedingen sich gegenseitig – gerade deshalb, weil die produzierenden Einbildungskraft sie vermittelt und anschaulich als Gegensätze setzt und zugleich vereint.

Speziell für den Zeitbegriff und den darin enthaltenen Entwicklungs- bzw. Evolutionsbegriff ist das Schweben und die Freiheit, sich selbst zu bestimmen, die grundlegende Ausgangsbasis. Das der Anschauung notwendig folgende Denken, damit alle Anschauung notwendig auch begriffene Anschauung ist, kann die Anschauungsformen – oder „Formen der Empfindbarkeit“, wie sie FICHTE in den „EIGNEN MEDITATIONEN“ von 1793/94 sogar benennt (GA II, 3, 130) – nur denken, weil sie durch die Einbildungskraft bereits geschaffen sind.

Ebenso sind die weiteren Denkformen wie Wechselwirkung, Kausalität und Substantialität nur durch die Einbildungskraft denkbar und gebildet. (In der Funktion der Reproduktion wird die Einbildungskraft von FICHTE auch „Darstellungskraft“ genannt, was sogar nochmals einen höheren Aspekt hinzufügt, aber von mir hier nicht verfolgt wird; siehe FICHTE, EIGNEN MEDITATIONEN. )2

Wenn im kleinsten Bereich des Mikrokosmus die Position eines Elektrons weder rational noch real angegeben werden kann, weil es durch den Akt des Bestimmens erst bestimmt wird, wie könnte die Zeit und der Raum ohne Reflexion auf den Akt des Bestimmens objektivistisch vorausgesetzt werden als gäbe es an sich Evolution der beobachteten Dinge? Eine Evolution  der anorganischen Welt, der organischen Welt des Lebens, der gesellschaftlichen Wirklichkeit – sie müsste streng begrifflich unter Anführungszeichen stehen, denn sie erscheint nur so! Ich verweise hier auf zwei Aufsätze von A. MUES.3

Zeit und Raum sind hochkomplexe Gebildes des Denkens, sodass sie weder idealistisch an sich, oder realistisch an Materie gebunden, abgelesen werden könnten. Ein DEMOKRIT und LEUKIPP gingen von fixen Elementar- und Materieteilchen der Natur aus. Die Reduktion auf materialistische Verhältnisse oder materielle Disponibilitäten in der Natur sind in einem transzendentalphilosophischen Erklärungsmodell aber ausgeschlossen, wie das Young 2-Spalt-Experiment zeigt. Es geht um die Unmessbarkeit der Lozierung von Elektronen. Erst im Akt des Bestimmens (im Schweben der Einbildungskraft) werden sie festgelegt – und folgedessen kann erst von einer Messbarkeit ausgegangen werden. KANT hat diese Antinomien schon benannt – und auf seine Weise (halbherzig) gelöst.4

Wenn sich, gemäß dem Artikel von A. MUES, nur in einer transzendentalphilosophischen Besinnung auf den Akt der Bestimmung quantenphysikalische Rätsel lösen lassen, bräuchte es keine weltanschaulichen Grabenkämpfe zwischen Materialismus und einer wie immer gearteten idealistisch-rationalistischen Form des Naturverständnisses – und viel Ideologie könnte aus der Evolutionstheorie herausgenommen werden.

Entweder dass a) das Elementarteilchen wechselwirkend bestimmt ist und einen Raum real ausfüllend gedacht wird, oder dass es b) quantitativ nicht bestimmbar ist, nicht räumlich und nicht begrenzt, überall und nirgends ist – diese Antinomie kann nur transzendental, d. h. im Rückgang auf die Bedingungen der Wissbarkeit, gelöst werden.

Der antinomisch erscheinende Charakter der Materie, wobei Raum und Zeit einmal objektivistisch vorausgesetzt werden, dann wieder total relativistisch angesetzt werden, liegt nicht an den Elementarteilchen selbst, sondern ist als solcher transzendental abgeleitet: Er ist Folge der Kategorie der Wechselwirkung. Die Wechselwirkung, die notwendig im Akt des Bestimmens durch das Schweben der Einbildungskraft begrifflich gesetzt wird, wird auf die Materie übertragen. Dies impliziert in weiterer Folge die zeitliche und räumliche Anschauungsformen, oder „Formen der Empfindbarkeit“, und, wenn man so will, bedingte Vorstellungsweisen (Erscheinungsweisen) einer evolutiven Wechselwirkung.

Die Wirkungsweise eines Elementarteilchens ist durch die geistige Entscheidung, wie ich es wechselwirkend setze, realistisch oder idealistischrational bestimmt. Wenn ich die Modalität meines existentiellen Erkennens dahin bestimme, dass ich mittels (aposteriorischer) Erfahrung Auskünfte erhalten will, so erhalte ich eine realistische Auskunft. Wenn ich mich im Akt des Bestimmens dahingehend bestimme, die apriorische Denkmöglichkeit jetzt zu fassen, ohne elementare Anschauungsbasis, so erhalte ich eine rationalistische Antwort. Wenn es aber keine objektiv feststellbare Position eines Elementarteilchens gibt, wie kann ich dann von einer realistisch vorausgesetzten Zeit- und Raumanschauung sprechen ohne Materie oder umgekehrt von einer Materie ohne Anschauungsformen und Kategorien? Sind Zeit und Raum objektive Behälter, worin sich die Elementarteilchen befinden und sich darin ausbreiten? Oder umgekehrt, sind Zeit und Raum nur ideale Vorstellungen, und realistisch gibt es nur Materie? Wie könnte der Urknall in einer Zeit gesetzt sein, wenn mangels Materie die Zeit und der Raum nicht existiert haben, oder umgekehrt, wie könnte Materie bloß aus gedachter Zeit und Raum entstanden sein?

2) Der transzendentalphilosophische Akt des Bestimmens kann nicht selbst zeitlich oder räumlich sein, weil die Vorstellung des Denkens die Anschauungsformen (Empfindungsformen) in gleichzeitiger Weise mit den Objekten des Denkens (hier der Elementarteilchen) schon gesetzt voraussetzen muss. Wäre der Akt selbst zeitlich und räumlich, per impossibile dictum, könnte das Denken selber nichts begrifflich und verständlich erfassen, weil der jeweilige Akt des Bestimmens im nächsten Augenblick selber zeitlich überholt und räumlich (ein Unding) gefasst werden müsste.

Zeit und Raum können nicht als Behälter vor der Materie existieren, können aber auch nicht ununterschieden von der Materie gelassen werden, sollte die Materie in concreto bestimmt werden.

Eine zeitliche und räumliche, quasi selbst-verständliche und selbst-erklärende Evolution von Materie und Weltall, im Sinne eines zeitlichen Werdens und räumlichen Ausdehnens, vergisst die transzendentalen Wissensbedingungen und den hochkomplexen Aufbau des Zusammenspiels von Zeit und Raum, wie es allein das Bewusstsein zu bilden vermag. Es wird  leider entweder eine zeitliche und räumliche Evolution  der Materie vorausgesetzt (idealistisch), so, als wüsste man im vorhinein, was ist Substanz, was ist wechselndes Akzidenz in diesem Raum-Zeit-Geschehen von Weltall und Kosmos, oder es wird Zeit und Raum realistisch von der Materie abhängend und durch sie entstanden gedacht; so,  als sei mit dem Urknall die Zeit- und Raummessung selbst ins Leben getreten. Einen Urknall der Entstehung von Materie ohne Zeit und Raum anzusetzen, kann aber kein „Ur-“, kein absoluter Anfang (im lokalen Nichts) sein, denn er wird ja doch zeitlich und (örtlich lokal) als „Ur“- vorgestellt!? 

Das durch das Denken ermöglichte Erfassen von Zeit und Raum und damit denknotwendig verbunden  das Denken der Materie (weil aus „Formen der Empfindbarkeit“ und des Strebens entspringend), führt uns immer wieder zurück auf den Akt des Bestimmens selbst, der weder realistisch noch idealistisch vorgegeben ist, sondern den Gebrauch einer Regel darstellt, wie das Schweben der Einbildungskraft aus höheren Gründen der Selbstbestimmung ursprünglich und auch frei weiterbestimmt wird. 

Es ist von vornherein realistischer Dogmatismus, von einer an sich seienden, nachhaltigen Evolution (sei es im Bereich der anorganischen oder der organischen Welt) zu sprechen, als entstünden Zeit und Raum und Bewegung durch die Materie, oder umgekehrt, als entstünde Materie und Kraftvorstellung durch das bloße Denken von Zeit und Raum, ohne deren Vorstellungsweise in und durch die Einbildungskraft zu bedenken.

Wie Zeit und Raum mit dem Übergang zur Materie wirklich abgeleitet werden können – dazu verweise ich im Detail auf R. LAUTH, Naturlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre, 1984, S 57ff.
Es ist für mich bemerkenswert, dass das Schweben der Einbildungskraft von sich her zu einem a)
zeitlichen Werden und zu einer b) räumlichen Verbreitung der Kraft in die Fläche führt.

© Dr. Franz Strasser, 18.12. 2015

1A. MUES, Die Position der Anschauung im Wissen oder die Position der Anschauung in der Welt. Der Unsinn der Subjektphilosophie. In: Fichte-Studien, Bd. 31, 2007, S 32.

2Discursiv- Was ist denn eigentlich, die reine Einbildungskraft? Das Subjekt bestimmt sein eignes Seyn in einem Accidens seiner selbst. Nur ist die Frage was heißt bestimmen? – Das Subjekt ist thätig; es ist selbstständig: es hat also Kraft. – Das Subjekt ist (für sich) vermöge seines Seyns: es ist sich selbst Ursache, u. Wirkung seines Seyns: – Dies geschieht durch ein Thätig seyn, dieses Thätig seyn ist Ursache des Seyns, von welchen es doch auch Wirkung ist; dieses Handlung heißt (Darstellen) sich selbst als selbst im Daseyn setzen; u. Die Kraft: Darstellungskraft.“ (EIGNE MEDITATIONEN, GA II, 89).

3A. MUES, Der Grund der Dualität der Materie und des Indeterminismus in der physikalischen Natur. Die Lösung des quantenphysikalischen Rätsels. In: Fichte-Studien, Bd. 6, S 277 – 302, 1994. A. MUES, der Grund der Dualität der Materie. 2. Teil. Der Wellencharakter. In: Fichte-Studien Bd. 22, 107 – 120, 2003.

4a) Eine jede zusammengesetzte Substanz in der Welt besteht aus einfachen Teilen, und es existiert überall nichts als das Einfache, oder das, was aus diesem zusammengesetzt ist.

b) Kein zusammengesetztes Ding in der Welt besteht aus einfachen Teilen, und es existiert überall nichts Einfaches in derselben.