Soziale Gerechtigkeit bei Fichte – nach K. Hammacher, Über Erlaubnisgesetze.

Über den Begriff der „Erlaubnisgesetze“ bei Kant kam ich auf die Idee der sozialen Gerechtigkeit bei Fichte zu lesen, wie sie in seinem Rechtsbegriff implizit bereits enthalten ist. Heute ist es zwar selbstverständlich, dass von einer sozialen Verantwortung des Eigentums, der Arbeit, des Gewinns, die Rede ist, doch vermag die Diskussion vor 200 Jahren durchaus noch Impulse zu geben, vor allem, wie ich meine, hinsichtlich der Begründung eines korrekten, methodischen und sozialpolitischen Vorgehens, wie größere Gerechtigkeit erzielt werden kann.Weiterlesen

Hans Kelsen, Reine Rechtslehre, Lektüre 3. Teil. Willensakt und Normen.

1) Es ist in der Rechtswissenschaft gang und gäbe, von Willensakten auszugehen, um ein Urteil über eine Handlung sich zu bilden. 1 Es ist doch bemerkenswert – obwohl in der Philosophie der Streit seit Jahrtausenden geht, ob es überhaupt einen freien Willen gibt –, dass die Rechtssprechung und Rechtsgebung wie selbstverständlich den (freien) Willen annimmt.Weiterlesen

Hans Kelsen, Reine Rechtslehre, 1. Ausgabe 1934 – Lektüre, 2. Teil

H. Kelsen RR1, 1934 – Lektüre, 2. Teil; zum Geltungsbegriff

H. KELSEN will wissenschaftlich das Recht erkennen und begreifen, was soviel heißt wie, positiv beschreiben und beobachten, was Recht sein kann, besser gesagt, Recht IST (nach dieser Theorie). Das Recht a) als Da-Sein existiert (oder ist) für ihn in den Normen, ist ein Soll, (RR1, Abschnitt 11, ebd.Weiterlesen