Ignatius von Antiochien oder die Priesterweihe von Frauen – 5. Teil

Weil mich die Sache berührt, wollte ich nach den transzendentalkritischen Bedingungen fragen, die einen Begriff konstituieren. Ich setzte von vornherein voraus, dass solche kirchlichen Ämter wie „Bischof“, „Priester“, „Diakon“ nicht bloß leere Begriffe sind, Relikte einer verworrenen Naturreligion, historisch undurchschaubar, oder umgekehrt, bloß gesatztes kirchliches Recht und beliebig eingeführte Begriffe von frühkirchlichen Kanonisten, sondern einen qualitativen, sakramentalen Gehalt der Erkenntnis in sich tragen können.Weiterlesen

Exkurs zum Begriff der Repräsentation im juridisch-politischen Bereich – 3. Teil

Ich sehe hinter den Begriffen „Bischof“, „Priester“, „Diakon“ zwar nicht reine Vernunftbegriffe, sondern nur historische Begriffe, aber sie erhielten durch die geschichtliche Stunde vom Heiligen/dem Autor eine ausgezeichnete, „geweihte“ Bedeutung zwecks Weitergabe der apriorischen und positiven Offenbarung. Es sind nicht transzendentale Begriffe der Wissbarkeit von Offenbarung, aber notwendige Begriffe der Realisierung einer Sinnidee und Heilsordnung, die der Heilige/der anonyme Autor durch diese Begriffe ermöglicht sah.Weiterlesen

Transzendentalkritische Lektüre – Ignatius von Antiochen. 2. Exkurs – Repräsentation und Bild – 4. Teil

2. Exkurs – Repräsentation und Bild – 4. Teil

Die Repräsentation in der christlichen Kirche des 2. Jhd. ist um einiges komplexer und umfassender als in den Staatstheorien seit T. HOBBES. Sie umfasst
a) den moralisch-integren Repräsentanten „Bischof/Priester/Diakon“,
b) die zu repräsentierenden, „politische“ Einheit der Kirche als ideale Größe,
c) das Repräsentierte im Sinne des Produkts der Repräsentation, d.
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Transzendentalkritische Lektüre – Ignatius von Antiochen, oder die Priesterweihe von Frauen; 2. Teil

Dass es vor dem Hl. Ignatius eine größere Vielfalt der kirchlichen Ämter gab, darauf weisen uns die Exegeten gerne hin: die paulinischen Gründungen, der Jerusalemkreis, die Beschreibungen in den Pastoralbriefen, die johanneischen Gemeinden. Das ist doch bemerkenswert, aber auch rätselhaft,  warum sich in der Rezeption des 2.Weiterlesen

Die Frage nach der Priesterweihe der Frauen – Methoden der Textanalyse

Die Frage nach der Priesterweihe der Frauen – und die vielen Methoden der Interpretation antiker Texte. Vorwort.

Bekanntlich rechtfertigt das 2. Vatikanische Konzil die männliche Hierarchie und die drei kirchlichen Ämter „Bischof“, „Priester“, „Diakon“ mit dem Verweis auf die Hl. Schrift und auf apostolische Väter und weitere Traditionen.Weiterlesen