Ignatius von Antiochien oder die Priesterweihe von Frauen – 5. Teil

Weil mich die Sache berührt, wollte ich nach den transzendentalkritischen Bedingungen fragen, die einen Begriff konstituieren. Ich setzte von vornherein voraus, dass solche kirchlichen Ämter wie „Bischof“, „Priester“, „Diakon“ nicht bloß leere Begriffe sind, Relikte einer verworrenen Naturreligion, historisch undurchschaubar, oder umgekehrt, bloß gesatztes kirchliches Recht und beliebig eingeführte Begriffe von frühkirchlichen Kanonisten, sondern einen qualitativen, sakramentalen Gehalt der Erkenntnis in sich tragen.Weiterlesen

Zum Verhältnis Transzendentalphilosophie und Hermeneutik – Exkurs zum Blog: Kann der Islam eine Offenbarung Gottes sein?

Ich möchte nicht transzendental-kritische Argumente gegen transzendental-hermeneutische Argumente ausspielen, aber es geht hier um die idealbegriffliche Wechselbestimmung von Begriff und Idee, ob ein Begriff (einer Sache, einerHandlung, einer Religion) in seinem Bildbezug zu seiner Idee
a) geschichtlich wandelbar ist, also ständig hermeneutisch anders interpretiert werden muss, oder ob
b) ein Begriff selbst unwandelbar auf einen Idealgrund von Sinn und (unwandelbare) Wahrheit verweist.
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Exkurs zum Begriff der Repräsentation im juridisch-politischen Bereich – 3. Teil

Die der neuen Heils- und Sinnordnung zu gebende Repräsentation kann logisch gesehen nur mehr regulative Prinzipien des WIE der Umsetzung kennen, denn zu den konstitutiven Prinzipien der Offenbarung Gottes und der erfahrenen Sinnidee (in genetischer Erkenntnis) kommen jetzt die empirischen Daten der damaligen Zeit und Umstände.Weiterlesen

Transzendentalkritische Lektüre – Ignatius von Antiochen. 2. Exkurs – Repräsentation und Bild – 4. Teil

2. Exkurs – Repräsentation und Bild – 4. Teil

Die Repräsentation in der christlichen Kirche des 2. Jhd. ist um einiges komplexer und umfassender als in den Staatstheorien seit T. HOBBES. Sie umfasst
a) den moralisch-integren Repräsentanten „Bischof/Priester/Diakon“,
b) die zu repräsentierenden, „politische“ Einheit der Kirche als ideale Größe,
c) das Repräsentierte im Sinne des Produkts der Repräsentation, d.Weiterlesen

Transzendentalkritische Lektüre – Ignatius von Antiochen, oder die Priesterweihe von Frauen; 2. Teil

Dass es vor dem Hl. Ignatius eine größere Vielfalt der kirchlichen Ämter gab, darauf weisen uns die Exegeten gerne hin: die paulinischen Gründungen, der Jerusalemkreis, die Beschreibungen in den Pastoralbriefen, die johanneischen Gemeinden. Das ist doch bemerkenswert, aber auch rätselhaft,  warum sich in der Rezeption des 2.Weiterlesen