Kann der Islam eine Offenbarung Gottes sein? – 1. Teil

1) Bekanntlich hat Fichte seine steile Karriere als Philosoph mit dem Thema eines Begriffes möglicher Erkennbarkeit Gottes in der Form einer positiven Offenbarung begonnen – ich meine die Schrift „Versuch einer Critik aller Offenbarung“, geschrieben 1791, hrsg. 1792 bzw. 2. Auflage 1793.Weiterlesen

Priesterweihe von Frauen – 6 . Teil

Weil mich die Sache berührt, wollte ich nach  transzendentalkritischen Bedingungen fragen, die einen bestimmten Begriff konstituieren. Ich ging dabei davon aus, dass  kirchliche Weihämter wie „Bischof“, „Priester“, „Diakon“ nicht metaphysische, unerklärliche Begriffe sein müssen, oder umgekehrt, dass sie  bloß künstliche, historisch beliebig eingeführte, und deshalb wieder beliebig abschaffbare Begriffe seien,  sondern  mit einem gewissen Sinn und Zweck, mit Berufung auf einen transzendentalen Geltungsgrund, wurden sie eingeführt und können heute noch Sinn haben – aber nicht nur eingeschränkt auf Männer.Weiterlesen

Priesterweihe von Frauen – 5. Teil

1) Wie teilweise schon gesagt (Teil 2): Eine kirchliche Ordnung unterscheidet sich m. E. von einer  säkularen Gesellschaftsordnung dahingehend, dass a)  der Rückbezug auf eine apriorische und positive  Offenbarung explizit gemacht wird und b) die sakramentale Sinnordnung in einer von Gott selbst garantierten Einheit von Intention und Leistung erfüllt ist – während in einer bloß säkularen Ordnung juridische und sittliche Ordnung zwar gewollt, sogar indirekt postuliert, aber nicht garantiert werden können.Weiterlesen

Priesterweihe von Frauen 4. Teil

1) Wenn es dem Autor der Ignatius-Briefe tatsächlich um Patriarchalismus und Herrschaftsausübung gegangen wäre, wäre der Stil und der Inhalt ganz anders ausgefallen. 
Der Bestimmungsgrund ist das, worum es dem Willen eigentlich immer geht, wenn er will und handelnd übergeht von einer Kausation (Prinzipiierung) zur anderen Kausation – und so wird die Zeit erzeugt!Weiterlesen

Priesterweihe von Frauen 3. Teil

Ich muss (nolens volens) auf viele komparative Lektüre und textkritische und literarkritische Methoden verzichten mangels Zugang zu Bibliotheken. Eine systematische und transzendentale Lektüre scheint mir aber möglich.

1) Im Mittelpunkt des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, trotz physischer und psychischer Verfolgung, trotz geistiger Angriffen seitens der Gnosis und anderer Irrlehren, trotz Angriffen des jüdischen Glaubens,  trotz römischem Ständestaat und römisch-kaiserlicher Unterdrückung, trotz herrschendem Patriarchat,  dürfte es eine stark erlebte Erlösungs- und Sinnidee dieser christliche Gemeinde in Kleinasien gegeben haben, eine durchaus neue apriorische Sinn-Erkenntnis, die zusammen mit ihrem Autor zur Notwendigkeit einer sakramentalen Ordnung mit einer damit verbundener Art  von Sakramentenlehre und anfänglichen, kirchlichen Ämtern  geführt hat – mit gefährlicher Ambivalenz zu einer metaphysischen Konstituierung von Ämtern in späterer Zeit.   Weiterlesen