Die Einheit des „Ich denke“ bei KANT – 2. Teil

1) Das über der formalen Synthesis des „Ich denke“ liegende übergeordnete, eine Prinzip, aus dem sowohl Einheit wie Disjunktion der Erkenntnis von Denken und Sein hervorgehen, ist eine sich wissende Selbstbewusstseins-Einheit, die sowohl  sittlich-praktisch, wie anschauend-theoretisch, die Dialektik der Einbildungskraft bewirkt.Weiterlesen

Soziale Gerechtigkeit bei Fichte – nach K. Hammacher, Über Erlaubnisgesetze.

Über den Begriff der „Erlaubnisgesetze“ bei Kant kam ich auf die Idee der sozialen Gerechtigkeit bei Fichte zu lesen, wie sie in seinem Rechtsbegriff implizit bereits enthalten ist. Heute ist es zwar selbstverständlich, dass von einer sozialen Verantwortung des Eigentums, der Arbeit, des Gewinns, die Rede ist, doch vermag die Diskussion vor 200 Jahren durchaus noch Impulse zu geben, vor allem, wie ich meine, hinsichtlich der Begründung eines korrekten, methodischen und sozialpolitischen Vorgehens, wie größere Gerechtigkeit erzielt werden kann.Weiterlesen

Hans Kelsen, Reine Rechtslehre, Lektüre 3. Teil. Willensakt und Normen.

1) Es ist in der Rechtswissenschaft gang und gäbe, von Willensakten auszugehen, um ein Urteil über eine Handlung sich zu bilden. 1 Es ist doch bemerkenswert – obwohl in der Philosophie der Streit seit Jahrtausenden geht, ob es überhaupt einen freien Willen gibt –, dass die Rechtssprechung und Rechtsgebung wie selbstverständlich den (freien) Willen annimmt.Weiterlesen

Ignatius von Antiochien oder die Priesterweihe von Frauen – 5. Teil

Weil mich die Sache berührt, wollte ich nach den transzendentalkritischen Bedingungen fragen, die einen Begriff konstituieren. Ich setzte von vornherein voraus, dass solche kirchlichen Ämter wie „Bischof“, „Priester“, „Diakon“ nicht bloß leere Begriffe sind, Relikte einer verworrenen Naturreligion, historisch undurchschaubar, oder umgekehrt, bloß gesatztes kirchliches Recht und beliebig eingeführte Begriffe von frühkirchlichen Kanonisten, sondern einen qualitativen, sakramentalen Gehalt der Erkenntnis in sich tragen können.Weiterlesen

Hans Kelsen, Reine Rechtslehre, 1. Ausgabe 1934 – Lektüre, 2. Teil

H. Kelsen RR1, 1934 – Lektüre, 2. Teil; zum Geltungsbegriff

H. KELSEN will wissenschaftlich das Recht erkennen und begreifen, was soviel heißt wie, positiv beschreiben und beobachten, was Recht sein kann, besser gesagt, Recht IST (nach dieser Theorie). Das Recht a) als Da-Sein existiert (oder ist) für ihn in den Normen, ist ein Soll, (RR1, Abschnitt 11, ebd.Weiterlesen