Die Wahrheit der Vernunft – zum 27. Vortrag in der WL 1804/2

1) Im 27. Vortrag der WL 1804/2 spricht FICHTE explizit die Wissenschaftslehre als „Vernunfteinsicht“ und als „absolute Vernunft“ an.

Das Sehen läßt sich gar nicht setzen, ausser als unmittelbar lebendig, kräftig und thätig daseiend. 3) Diese von uns so eben vollzogene Einsicht ist nun die absolute Vernunfteinsicht = absolute Vernunft selber; wir sind in dieser Einsicht die absolute Vernunft unmittelbar geworden, und in ihr aufgegangen.“

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Zum Verhältnis Transzendentalphilosophie und Hermeneutik – Exkurs zum Blog: Kann der Islam eine Offenbarung Gottes sein?

Ich möchte nicht transzendental-kritische Argumente gegen transzendental-hermeneutische Argumente ausspielen, aber es geht hier um die Interpretation der Geschichte und der Sinnfrage überhaupt. Eine Hermeneutik der Begriffe, d. h. die Aufdeckung eines dahinterliegenden Sinnbegriffes, offenbart eine wechselseitige Beziehung von Begriff und Idee.Weiterlesen

Kommentar zur WLnm

Vorwort

Die WLnm will nicht nach dem Schema von bereits gültig angesehenen Grundsätzen – wie in der „GRUNDLAGE der gesammten Wissenschaftslehre“ von 1794/94 (abk.=GWL) von FICHTE unübertroffen dargestellt – vorgehen, um das transzendentale System des Wissens in seinen Grundprinzipien abzuleiten, sondern will reduktiv und anschaulich die intuierende und intelligierende Quelle des Wissens aufsuchen, um dann daraus die begriffliche Durchdringung der Wirklichkeit zu leisten.… Weiterlesen

Intellektuelle Anschauung bei KANT und FICHTE – 2. Teil, Schluss

Die unlösbare und undurchschaubare Einheit von unbegreiflichen Ding-an-sich und begreiflicher Faktizität der Erscheinung, wird von FICHTE in die Setzungsakte des Wissens zerlegt und erhellt werden können.

Zuvor aber wird von FICHTE selbst noch ein Argument bzw. selbstkritischer Einwand auf höherer, realistischer Ebene gebracht, die eine Auflösbarkeit des Subsumption des Phänomens unter dem Begriff des Fürsichbestehens verbietet: Es scheint für den Realismus doch zu sprechen, wenn schon nicht eine Einsicht in das unbegreifliche Ding-an-sich möglich ist, dass die Ursache einer Empfindung und Affektion im Rezeptivitätsvermögen des Ichs doch eindeutig etwas außerhalb des Selbstbewusstseins anzeigt, d.Weiterlesen