Der Begriff „katholisch“

Schon öfter las ich von REINHARD M. HÜBNER  diverse Artikel. Zufällig fiel mir folgender Aufsatz in die Hände: Überlegungen zur ursprünglichen Bedeutung des Ausdrucks „Katholische Kirche“ bei den frühen Kirchenvätern. In: Väter der Kirche, ekklesiales Denken von den Anfängen bis in die Neuzeit“, hrsg. Von J. Arnold, R. Berndt, R.W. Stammberger, Paderborn 2004. downloadbar von der Bayerischen Staatsbibliothek – aufrichtigen Dank! – siehe Link:

Hinter dem Wort „katholisch“ verbirgt sich, so meine Eindruck nach der Lektüre, somit nicht bloß ein  konfessioneller Begriff – zu dem er leider historisch wieder geworden ist – sondern eine Wesensbegriff des christlichen Glaubens. Obwohl nicht wörtlich im Neuen Testament vorkommend, ist er doch eine notwendige und gültige Weiterinterpretation der ganzen christlichen Sinnidee von Erlösung, Schöpfungsverständnis, Heilserwartung.
M. a. W., vom Systematischen her gesehen, wenn das Wesen notwendig eine objektivierende Seinsbeschreibung meint, so gehört es zum Wesen der christlichen Heilsidee (Sinnidee), dass sie durch die Eigenschaft „katholisch“ ausgezeichnet ist. Diese Prägung „katholisch“ verdankt sich somit einem inneren und internen Weiterdenken der christlichen Sinnidee, veranlasst, aber nicht bewirkt, durch die prekären geschichtlichen Situation des 2. Jhd. n. Chr, in der die Christen durch die Gnostiker und durch die Christenverfolgung in Bedrängnis geraten sind, ihren wesentlichen Gehalt zu bestimmen. Sie taten es in dieser„katholischen“ Wesensbeschreibung.

R. Hübner arbeitet die Charakteristika dieses Wesens heraus, veranlasst, aber nicht genuin bewirkt, wie gesagt, durch die historischen Umstände: (Ebd. S 71) Der Begriff katholisch enthält also – das hat Th. Keim richtig gesehen – ein negativ-polemisches und ein positives Element, welches F. Kattenbusch zutreffend mit den Worten: Kirche „für alle“ bestimmt hat. In dieser positiven Bedeutung entspricht das Kirchenattribut katholisch, das nicht in der Schrift steht, durchaus dem, was der Neutestamentler H. Merklein als evangeliumsgemäß festgestellt hat.

Die Ausbildung dessen, was gemeinhin als die grundlegenden Merkmale des Katholischen‘ gilt (Schriftkanon, Glaubensregel, Amt), vollzieht sich dabei folgerichtig, lässt aber eine aufschlussreiche zeitliche Entwicklung erkennen. Die apostolische Tradition des in den inspirierten Schriften bezeugten universalen Heilswillens Gottes verlangt den in der apostolischen Sukzession stehenden, öffentlich beglaubigten Lehrer als Übermittler, Verteidiger und Interpreten, der die lebenspendende Botschaft des Evangeliums in der (antignostischen) Glaubensformel konzentriert. Dieses Stadium ist in den Pastoralbriefen schon kräftig angebahnt, im Polykarpmartyrium er scheint es in Vollgestalt. In dieser Zeit erfolgt zugleich der Wechsel von der kollegialen Gemeindeleitung zum Monepiskopat, der erstmals im Martyrium Polycarpi 16 (Text 3) angedeutet ist (wo Polykarp als „Bischof der katholischen Kirche in Smyrna“ tituliert wird) und der nicht viele Jahre später in den Ignatianen in seiner nachhaltigen Gestalt propagiert wird. Auch hier, im Smyrnäerbrief 8 (Text 5), wird der Bischof (Polykarp von Smyrna!) in einem Atemzug mit der katholischen Kirche“ genannt. Katholische Kirche und Monepiskopat erscheinen in diesen beiden frühesten Zeugnissen ihres Vorkommens gemeinsam am selben Ort, verbunden mit derselben Person. Ist es zuviel gefolgert, wenn man annimmt, daß sie sich zusammen zu gleicher Zeit im Raume Smyrna ausgebildet haben?“

Da es zu Wesens-Fragen keine historische Antwort gibt, möchte ich vom Systematischen her gedacht fragen: Das Sein und Wesen des Katholischen würde ich nach dieser Lektüre als Universalität einer christlichen Sinnidee beschreiben: Alle können jetzt gerettet werden.

Aber dieses Wesen wäre unterbestimmt, wenn es als allgemeines Sein nur im Gegensatz zu Negativbeschreibungen (Gnosis) bestimmt werden könnte. Es muss eine positiven Sinngehalt in sich befassen. Es kann als transzendentale Idee der Wahrheit und des Guten nicht auf derselben Disjunktionsebene stehen wie das Sein der Natur oder das Sein einer bestimmten, gnostischen Erkenntnis. Die apriorische wie positive Offenbarung muss als Idee auch das konkrete Seiende bestimmen können, das geschichtliche und gesellschaftliche Sein, die Inspiration der Hl. Schrift und der ganzen Liturgie. Die apriorische und positive Offenbarung ist nicht ein abstrakt-allgemeines Sein, ablesbar nach der Art eines objektivierten Seienden (wie bei Aristoteles die „Metaphysik“ ohne Ableitungswissen da steht), sondern primäres Notions-Wissen, unmittelbares Wissen – oder ich nenne es auch „genetisches“ Wissen, da es aus der Intuition und Intellektion der Erscheinung des Absoluten kommt. Siehe meinen Blog zum Hl. Ignatius: durch und aus der genetischen Erkenntnis sah er eine kirchliche Ämterstruktur und eine kirchliche Repräsentation der christlichen Sinnidee legitimiert und für notwendig, nicht weil er psychologisch so herrschsüchtig und machthungrig und patriarchal veranlagt gewesen wäre, oder weil ihn notgedrungen die historischen Umstände dazu zwangen, sondern weil es für ihn in der christlichen Sinnidee lag, dass sie weitergegeben werden soll, auch wenn er nicht mehr da sein werde.

Speziell der Sinn einer kirchlichen Repräsentation der christlichen Offenbarung (in der Gemeinschaft, in der Liturgie, in der Verkündigung, in der Ämterfrage Bischof/Presbyter/Diakon), so meine Deutung, hatte oberste Priorität, und danach haben sich alle inhaltlichen und strukturellen Fragen zu richten. Die Notwendigkeit der gewissen kirchlichen Hierarchie schien ihm geboten, damit die universale Heilsidee an ihr Ziel gebracht werden könnte. Aber deshalb ist die kirchliche Hierarchie nicht metaphysisch wahrzunehmender Zweck gewesen, sondern Mittel zum Zweck der Heilserkenntnis. Die kirchliche Hierarchie war abgeleitetes Wissen, modal denknotwendig, wenn vom Wesen der Offenbarung Gottes gesprochen werden sollte, aber inhaltlich festgeschrieben auf einen gewissen Inhalt.

R. Hübner belegt akribisch, in welchem historischen Kontext und in welcher prekärer Lage und in welcher Auseinandersetzung die christliche Sinnidee um die Mitte des 2. Jhd. geraten war. Die christliche Offenbarung musste sich sozusagen neu explizieren, aber von ihrem Wesen her, nicht durch reine Assimilation. Generell ist eine wirkliche Erkenntniserweiterung eigentlich nur im ideellen Wissen möglich ist. Die historischen und empirischen Daten gewähren keine neue Erkenntnis, wenn sie nicht selbst in einen übergeordneten Sach- und Geschichtszusammenhang gestellt werden können. Die historischen und empirischen Daten sind für eine Induktionserkenntnis von Belang, aber alle Induktion wiederum kann erst durch ein apriorisches Wissen in seinem Sinn zusammengefasst und verarbeitet werden.

Das induktive Wissen wie z. B. R. Hübner es schildert, lässt eventuell, d. h. es ist für ihn historisch offen und ungeklärt, die Gültigkeit der Sakramente von der Autorität und Lokalität eines Bischofs in dieser Zeit um ca. 150 n. Chr. abhängen. Dies wäre für mich aber keine zureichende Begründung, denn letztlich kann alle Begründung nur von einer genetischen Erkenntnis der apriorischen und positiven Offenbarung herkommen: wie eine typologische Geschichtsreihe in der Hl. Schrift erkannt werden kann, wie das Zusammenleben sich gesalten soll, wie die Ämter begründet werden, das ist alles eine Wesenserkenntnis aus und durch die Offenbarung und nicht eine rein pragmatische, praktische Lösungsaufgabe. Im Zusammenspiel vieler Kriterien wurde das neue Merkmal des „katholisch“ geprägt als transzendentale Idee, das ganze naturale und gesellschaftliche Sein des Menschen und der Welt zu durchdringen und zu bestimmen. Die neue „katholische“ Wesensidentität schloss alle Bereiche des Glaubens sein: Die Universalität der Rettung schloss ein die Legitimation der ganzen Hl. Schrift (der Schrift der Juden und die ntl. Schriften), die besonderen Glaubenslehren, die Ämterfrage, die Gleichheit aller Menschen, wie eben eine transzendentale Idee eine kategoriale Idee begründet und nicht umgekehrt.

Die Katholizität, so lese ich den Artikel, ist zu einem Synonym für die Universalität der rettenden Botschaft geworden. M. a. W., die Offenbarung Gottes ist ein archetypisches Totalitäts-Allgemeines, durch das nicht nur allgemeines Sein und allgemein Konkretes oder allgemein Einzelnes bestimmt wird, sondern ein Totalitätsallgemeines, das „katholisch“ das Wesen der Welt und das Wesen des Menschen durchdringt und bestimmt. Z. B. ein „katholische“ Bischof repräsentiert nicht das Allgemeine einer gnostischen Lehrmeinung oder das Allgemeine einer abstrahierten Offenbarung oder das Allgemeine einer sich selbst die Verfassung gebenden Versammlung von Bürgern, sondern das repräsentativ Konkrete einer universalen Sinnidee.

Mir gefällt hier die scharfsinnige Zusammenfassung und zugleich bescheidene Auffassung dieses Historikers R. Hübner, wenn er sagt, dass historisch noch nicht geklärt werden kann, wie die Verhältnisbestimmung der Gültigkeit der Sakramente mit der Institution des Bischofs zusammenhing. Ob die Sakralität der Sakramente von einem Bedürfnis der Sicherheit und Garantie gegenüber gnostischen Elementen abhing, indem auf den Bischof verwiesen wurde, „ist eine noch nicht beantwortete Frage…….“ (ebd. S 71) Bestätigen die Sakramente selbst den Bischof, oder umgekehrt bestätigt er deren Gültigkeit? Weil aus prekärer, gesellschaftlicher Lage heraus genötigt?

Der Historiker wird aus einer rein historischen Sicht die Wesensidee des Christlichen, die apriorische und positive Offenbarung, nicht zureichend begründen können. Er kann sich nur auf die geschichtlichen Fakten berufen. Aber die Deutung dieser Fakten ist ihm nolens volens nicht erspart, will er eine geschichtliche Linie und Reihe aufbauen: Eine geschichtliche Reihe des Schriftkanons, eine Beurteilung der Glaubenslehre des 2. Jhd., eine Meinung zur Ämterfrage. Ob das Bedürfnis nach den pharmaka der gültigen Sakramente die herausragende Rolle des Bischofs begründeten, oder umgekehrt, nur die gesellschaftliche Erfordernisse eine kirchliche Hierarchie hervorriefen, oder eine besonders Autorität eines Polykarp oder Ignatius das Bischofsamt begünstigte – letztlich muss für diese transzendentale Hermeneutik der Fakten eine transzendentale Sinnidee als Erklärungsgrund herhalten, was vom Wesen her zentraler Inhalt der Offenbarung Gottes ist. Ich kann im Begriff „katholisch“ den Schriftkanon, die Glaubenslehre, die Ämterfrage gut ausgedeutet finden. Sobald aber das Wesen der christlichen Sinnidee nicht mehr im „katholisch“ erkannt werden kann, wundern mich dann die Auffassungsunterschiede im Gehalt dieser Sinnidee nicht mehr (orthodoxe Gleichrangigkeit aller Bischöfe, Vorrang der Schriftauslegung bei den Reformatoren etc.), und das „katholisch“ wird eine Konfessionsbezeichnung.

Der jetzige Papst kommt mir in vielem sehr „katholisch“ vor, denn selbst zu den Moslems und vielen Andersgläubigen geht er mit der christlichen Sinnidee, dass der Mensch gerettet werden solle. Ich hätte sicher nicht diese Weite. Konfessionelle Streitereien kann er ziemlich hintan halten, ohne dass vom spezifischen Sinn der christlichen Offenbarung aber etwas verloren geht.

© Franz Strasser, 9. 12. 2019

 

 

 

Der Trieb bei S. FREUD und J. G. FICHTE – 3. Teil

1) Der Trieb ist eingeordnet in einen allgemeinen Begriffszusammenhang des Sich-Bildens und in eine Hierarchie von Realisierungs- und Sinnerfüllungen. Gewisse Triebbefriedigungen sind zum Leben unerläßlich, andere sind frei verstattet oder können untersagt werden. Ein sublimierter Trieb, wie ihn gemeinhin die Tiefenpsychologie S. FREUDS beschreibt, sich z. B. in der Kunst zu realisieren, bezieht seine Kraft nicht nur aus einer sinnlich-basalen Verursachung her, sondern anhand der sinnlichen Befriedigungen erkennt der Trieb auch eine höhere, weitere Sinnerfüllung über das biologische Streben hinaus.  Das Beispiel einer Deutung der Tiefenpsychologie S. FREUDS von Prof. WALTER PIERINGER, wie ich sie zufällig gefunden habe, legen dies Weiterführung der freudschen Psychoanalyse nahe – siehe 2. Teil.

2) Die von S. FREUD selbst ausgeführten Sublimierungen des Triebes – in Weiterführung der ursprünglichen Konzeption – sind nicht beliebige Erweiterungen, sondern logisch nachvollziehbare Erweiterungen, weil der sinnliche Trieb erst durch einen geistigen Trieb vollauf verstanden und eingestuft werden kann.
 Die Axiomatik eines biologisch-chemischen Verständnisses von „Trieb“ bzw. die historisch-gesellschaftlich Axiomatik der Jahrhundertwende in Wien, was gesellschaftlich geboten, verboten, erlaubt war, brachte eine höchst einseitige und verengte naturale Sicht des Menschen bzw. einseitige Interpretation des sinnlichen und gesellschaftlichen  Triebes hervor. S. FREUD lässt zwar überall, höhere,  geistigen Bedingungen des sinnlichen Triebes erkennen, – infolge seiner hohen humanistischen Bildung -, aber eine systematische Herleitung des Triebes aus einer praktischen und theoretischen Sich-Bezüglichkeit des Wissens überhaupt konnte er mangels kritischer Transzendentalphilosophie nicht mehr finden.

3) FICHTE kennt eine Vielzahl von Trieben, um die ganze Palette der Selbstbestimmung in der Bestimmtheit durch das Nicht-Ich abzudecken: Selbstbestimmungen  auf der realen Seite der sinnlichen Wirklichkeit, Selbstbestimmung durch den Trieb auf der ideal-personalen Seite der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Er spricht vom Gefüge der sinnlichen Triebe, vom Trieb zur Kommunikation, vom Gottestrieb usw… Ich habe nur zwecks buchstäblicher Verweise den index „*trieb“ in die SW FICHTES abgesucht, um die Vielfalt und Weite des Triebbegriffes einzusehen – siehe unten.

Es ist unverzeihlich, wie gerade spekulative Philosophen nach FICHTE (Schelling, Hegel, Schopenhauer) die Begründung des Strebens, sei es in der Natur oder in der Gesellschaft, aus dem Soll der Wahrheit und des Guten nicht mehr reflektierten – und so zu einer höchst gefährlichen Interpretation des Wollens gekommen sind. (Siehe z. B. Blog von mir zu Schopenhauer.) Diese idealistisch/materialistischen Philosophen, die an sich mit der Naturwissenschaft gar nicht in Konflikt geraten hätten müssen, haben leider maßgeblich auf die Naturwissenschaft des 19. Jhd. eingewirkt, sodass ein biologistisch rudimentärer Triebbegriff übrig blieb. Das Übrige taten dann die Gesellschaftsphilosophen, die die mannigfaltige Abhängigkeit des Menschen von den gesellschaftlichen Prozessen „wissenschaftlich“ zu begründen versuchten –  L. Feuerbach, K. Marx u. a. Schließlich kam noch die evolutionistische Fremderklärung.  Dreifach war der Mensch gekränkt  – so ein Wort von S. FREUD. 

© Franz Strasser, Jän. 2017

Zu der historischen Situation und die Einflüsse SCHOPENHAUERS auf FREUD siehe diverse Literatur, z. B. Günter Gödde, Freud und seine Epoche. Philosophischer Kontext. In: Hans-Martin Lohmann u. Joachim Pfeiffer (Hrsg.), Freud-Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. Stuttgart 2006.

Anhang:

Index zum Begriff “*trieb” nach den SW Fichtes.

ViewLit 6.3 – Seitenauswertung: *trieb

Aus: Fichte im Kontext – 3. Aufl.

Sortierkriterium: Trefferhäufigkeit!

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 4 (Kap.-Nr.: 399, Treffer: 16, Rang: 1): S. Bd03:310, [7]; S. Bd03:311, [9].

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). III. (Kap.-Nr.: 635, Treffer: 12, Rang: 2): S. Bd05:34u, [6]; S. Bd05:35, [2]; S. Bd05:36, [3]; S. Bd05:38.

Das System der Sittenlehre (1798). §.11. Vorläufige Erörterung des Begriffes eines Interesse (Kap.-Nr.: 556, Treffer: 18, Rang: 3): S. Bd04:143, [5]; S. Bd04:144, [8]; S. Bd04:145; S. Bd04:146, [4].

Das System der Sittenlehre (1798). A. Vom Verhältnisse der Ehegatten (Kap.-Nr.: 582, Treffer: 18, Rang: 4): S. Bd04:328, [5]; S. Bd04:329, [7]; S. Bd04:330, [4]; S. Bd04:331; S. Bd04:332.

Das System der Sittenlehre (1798). §.12. Princip einer anwendbaren Sittenlehre (Kap.-Nr.: 557, Treffer: 25, Rang: 5): S. Bd04:147u, [3]; S. Bd04:148, [7]; S. Bd04:149, [2]; S. Bd04:150; S. Bd04:151, [5]; S. Bd04:152, [7].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 3 (Kap.-Nr.: 398, Treffer: 8, Rang: 6): S. Bd03:307, [4]; S. Bd03:308; S. Bd03:309, [3].

Das System der Sittenlehre (1798). §.17. Einleitung oder Erörterung unserer Aufgabe (Kap.-Nr.: 569, Treffer: 19, Rang: 7): S. Bd04:206; S. Bd04:207, [6]; S. Bd04:210, [4]; S. Bd04:211, [7]; S. Bd04:212.

Ueber Geist und Buchstab in der Philosophie (1794). Zweiter Brief (Kap.-Nr.: 961, Treffer: 40, Rang: 8): S. Bd08:277, [3]; S. Bd08:278, [5]; S. Bd08:279, [7]; S. Bd08:280, [4]; S. Bd08:281, [5]; S. Bd08:282, [6]; S. Bd08:283, [2]; S. Bd08:284, [2]; S. Bd08:285, [2]; S. Bd08:286, [2]; S. Bd08:288; S. Bd08:291.

Ascetik als Anhang zur Moral (1798). §. 3. Abriß des Wesentlichsten der Ascetik (Kap.-Nr.: 1299, Treffer: 14, Rang: 9): S. Bd11:133; S. Bd11:135, [9]; S. Bd11:138, [3]; S. Bd11:139.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §. 8. 5. Lehrsatz. Das Gefühl selbst muss gesetzt und bestimmt werden (Kap.-Nr.: 119, Treffer: 29, Rang: 10): S. Bd01:291u, [2]; S. Bd01:292, [3]; S. Bd01:293, [5]; S. Bd01:294, [8]; S. Bd01:295, [2]; S. Bd01:296, [3]; S. Bd01:297, [6].

Das System der Sittenlehre (1798). §.10. Ueber Freiheit und oberes Begehrungsvermögen (Kap.-Nr.: 555, Treffer: 33, Rang: 11): S. Bd04:132, [3]; S. Bd04:133; S. Bd04:135, [4]; S. Bd04:138, [3]; S. Bd04:139, [10]; S. Bd04:140, [2]; S. Bd04:141, [9]; S. Bd04:142.

Das System der Sittenlehre (1798). §.13. Eintheilung der Sittenlehre (Kap.-Nr.: 558, Treffer: 14, Rang: 12): S. Bd04:153u; S. Bd04:154, [10]; S. Bd04:155, [2]; S. Bd04:156.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §.10. 7. Lehrsatz. Der Trieb selbst muss gesetzt und bestimmt werden (Kap.-Nr.: 121, Treffer: 56, Rang: 13): S. Bd01:301u, [3]; S. Bd01:302, [7]; S. Bd01:303, [7]; S. Bd01:304, [2]; S. Bd01:305; S. Bd01:307, [9]; S. Bd01:308, [5]; S. Bd01:309, [5]; S. Bd01:310; S. Bd01:311, [3]; S. Bd01:313, [3]; S. Bd01:315; S. Bd01:316; S. Bd01:320, [7]; S. Bd01:321.

Das System der Sittenlehre (1798). §. 9. Folgerung aus dem vorhergehenden (Kap.-Nr.: 554, Treffer: 36, Rang: 14): S. Bd04:122u, [2]; S. Bd04:123, [8]; S. Bd04:124, [5]; S. Bd04:125, [6]; S. Bd04:126, [3]; S. Bd04:127, [3]; S. Bd04:128, [2]; S. Bd04:130, [4]; S. Bd04:131, [3].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.41 (Kap.-Nr.: 442, Treffer: 6, Rang: 15): S. Bd03:355u, [5]; S. Bd03:356.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 8 (Kap.-Nr.: 403, Treffer: 2, Rang: 16): S. Bd03:315u, [2].

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §.11. 8. Lehrsatz. Die Gefühle selbst müssen entgegengesetzt werden können (Kap.-Nr.: 122, Treffer: 29, Rang: 17): S. Bd01:323; S. Bd01:324, [2]; S. Bd01:325; S. Bd01:326, [10]; S. Bd01:327, [8]; S. Bd01:328, [7].

Das System der Sittenlehre (1798). §. 8. Deduction einer Bestimmtheit der Objecte ohne unser Zuthun. 5. Lehrsatz (Kap.-Nr.: 553, Treffer: 54, Rang: 18): S. Bd04:105, [2]; S. Bd04:106; S. Bd04:107, [3]; S. Bd04:108, [4]; S. Bd04:109, [3]; S. Bd04:110, [2]; S. Bd04:111, [5]; S. Bd04:113, [4]; S. Bd04:114, [11]; S. Bd04:117, [4]; S. Bd04:118, [6]; S. Bd04:119; S. Bd04:120; S. Bd04:121, [7].

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §. 9. 6. Lehrsatz. Das Gefühl muss weiter bestimmt und begrenzt werden (Kap.-Nr.: 120, Treffer: 9, Rang: 19): S. Bd01:298; S. Bd01:299, [3]; S. Bd01:300, [5].

Reden an die deutsche Nation (1808). 3. Fortsetzung der Schilderung der neuen Erziehung (Kap.-Nr.: 861, Treffer: 13, Rang: 20): S. Bd07:299; S. Bd07:300; S. Bd07:302, [5]; S. Bd07:303, [2]; S. Bd07:304, [2]; S. Bd07:307, [2].

Vermischte Aufsätze und Fragmente (1799-1808). Sätze zur Erläuterung des Wesens der Thiere (Kap.-Nr.: 1359, Treffer: 10, Rang: 21): S. Bd11:363, [4]; S. Bd11:364, [3]; S. Bd11:366, [2]; S. Bd11:367.

Das System der Sittenlehre (1798). §.14. Ueber den Willen insbesondere (Kap.-Nr.: 563, Treffer: 8, Rang: 22): S. Bd04:158; S. Bd04:159; S. Bd04:160; S. Bd04:161; S. Bd04:162, [4].

Ascetik als Anhang zur Moral (1798). §. 2. Nähere Bestimmung des Begriffes einer Ascetik (Kap.-Nr.: 1298, Treffer: 4, Rang: 23): S. Bd11:127, [3]; S. Bd11:131.

Der geschlossene Handelsstaat (1800). Eigentlicher Grund des Anstosses, den man an der vorgetragenen Theorie nehmen wird (Kap.-Nr.: 528, Treffer: 1, Rang: 24): S. Bd03:510.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §. 7. 4. Lehrsatz. Das Streben des Ich, Gegenstreben des Nicht-Ich, und Gleichgewicht zwischen beiden […] (Kap.-Nr.: 118, Treffer: 11, Rang: 25): S. Bd01:287u; S. Bd01:288, [5]; S. Bd01:289, [3]; S. Bd01:290, [2].

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). I. (Kap.-Nr.: 633, Treffer: 15, Rang: 26): S. Bd05:17, [2]; S. Bd05:18, [5]; S. Bd05:19, [6]; S. Bd05:20; S. Bd05:22.

Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794). 3. Ueber die Verschiedenheit der Stände in der Gesellschaft (Kap.-Nr.: 793, Treffer: 12, Rang: 27): S. Bd06:313; S. Bd06:315, [7]; S. Bd06:317; S. Bd06:318, [3].

Das System der Sittenlehre (1798). §.18. Systematische Aufstellung der Bedingungen der Ichheit, in ihrer Beziehung auf den Trieb, nach absoluter Selbstständigkeit (Kap.-Nr.: 570, Treffer: 32, Rang: 28): S. Bd04:212u, [4]; S. Bd04:213, [6]; S. Bd04:215, [7]; S. Bd04:217; S. Bd04:219, [2]; S. Bd04:220; S. Bd04:221, [2]; S. Bd04:222; S. Bd04:224; S. Bd04:231, [5]; S. Bd04:232, [2].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.20 (Kap.-Nr.: 417, Treffer: 1, Rang: 29): S. Bd03:329u.

Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810). §. 9. (Kap.-Nr.: 316, Treffer: 6, Rang: 30): S. Bd02:701, [4]; S. Bd02:702, [2].

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 45 (Kap.-Nr.: 225, Treffer: 4, Rang: 31): S. Bd02:145, [3]; S. Bd02:146.

Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794). 2. Ueber die Bestimmung des Menschen in der Gesellschaft (Kap.-Nr.: 792, Treffer: 12, Rang: 32): S. Bd06:304, [3]; S. Bd06:306; S. Bd06:307; S. Bd06:308, [4]; S. Bd06:309, [2]; S. Bd06:310.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). D. (Kap.-Nr.: 379, Treffer: 1, Rang: 33): S. Bd03:232.

Das System der Sittenlehre (1798). §.15. Systemat. Aufstellung der formalen Bedingungen der Moralität unserer Handlungen (Kap.-Nr.: 564, Treffer: 19, Rang: 34): S. Bd04:166, [5]; S. Bd04:167, [3]; S. Bd04:170, [3]; S. Bd04:171, [2]; S. Bd04:172, [6].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 1 (Kap.-Nr.: 396, Treffer: 2, Rang: 35): S. Bd03:305, [2].

A. Sonnenklarer Bericht (1801). 6. Lehrstunde (Kap.-Nr.: 257, Treffer: 1, Rang: 36): S. Bd02:406.

Das System der Sittenlehre (1798). Anhang (Kap.-Nr.: 566, Treffer: 5, Rang: 37): S. Bd04:198u, [3]; S. Bd04:204, [2].

Ueber das Wesen des Gelehrten (1805). 3. Vom angehenden Gelehrten überhaupt; insbesondere vom Talente und Fleisse (Kap.-Nr.: 803, Treffer: 13, Rang: 38): S. Bd06:373, [4]; S. Bd06:374, [4]; S. Bd06:375, [4]; S. Bd06:377.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.38 (Kap.-Nr.: 437, Treffer: 2, Rang: 39): S. Bd03:352, [2].

Das System der Sittenlehre (1798). §.16. Ueber die Ursache des Bösen im endlichen vernünftigen Wesen (Kap.-Nr.: 565, Treffer: 17, Rang: 40): S. Bd04:179; S. Bd04:180, [2]; S. Bd04:184; S. Bd04:185, [5]; S. Bd04:186, [2]; S. Bd04:187; S. Bd04:188, [2]; S. Bd04:191, [3].

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 43 (Kap.-Nr.: 223, Treffer: 3, Rang: 41): S. Bd02:137, [2]; S. Bd02:138.

Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810). §. 13. (Kap.-Nr.: 320, Treffer: 4, Rang: 42): S. Bd02:707, [2]; S. Bd02:708, [2].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.42 (Kap.-Nr.: 443, Treffer: 3, Rang: 43): S. Bd03:356u, [3].

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 46 (Kap.-Nr.: 226, Treffer: 4, Rang: 44): S. Bd02:146u, [2]; S. Bd02:147; S. Bd02:149.

Das System der Sittenlehre (1798). §. 3 (Kap.-Nr.: 544, Treffer: 19, Rang: 45): S. Bd04:40, [4]; S. Bd04:41, [2]; S. Bd04:43, [7]; S. Bd04:44; S. Bd04:45; S. Bd04:46; S. Bd04:48, [2]; S. Bd04:49.

Reden an die deutsche Nation (1808). 10. Zur nähern Bestimmung der deutschen Nationalerziehung (Kap.-Nr.: 868, Treffer: 11, Rang: 46): S. Bd07:413; S. Bd07:414, [4]; S. Bd07:416, [4]; S. Bd07:417; S. Bd07:420.

Appellation an das Publicum (1799). Appellation an das Publicum (1799) (Kap.-Nr.: 660, Treffer: 1, Rang: 47): S. Bd05:198.

Reden an die deutsche Nation (1808). 1. Vorerinnerungen und Uebersicht des Ganzen (Kap.-Nr.: 859, Treffer: 4, Rang: 48): S. Bd07:270; S. Bd07:273, [2]; S. Bd07:276.

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). II. (Kap.-Nr.: 634, Treffer: 10, Rang: 49): S. Bd05:26; S. Bd05:27, [2]; S. Bd05:28, [3]; S. Bd05:29, [2]; S. Bd05:33, [2].

Fünf Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1811). 5. Vorlesung (Kap.-Nr.: 1311, Treffer: 13, Rang: 50): S. Bd11:196, [4]; S. Bd11:197, [4]; S. Bd11:198, [4]; S. Bd11:201.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.19 (Kap.-Nr.: 416, Treffer: 1, Rang: 51): S. Bd03:328.

Recensionen (1793-1796). B. F.H.Gebhard, Ueber die sittliche Güte (1793) (Kap.-Nr.: 988, Treffer: 5, Rang: 52): S. Bd08:420, [2]; S. Bd08:422; S. Bd08:423, [2].

Vermischte Schriften und Aufsätze (1786-1811). E. Ueber Belebung und Erhöhung des reinen Interesse für Wahrheit (1795) (Kap.-Nr.: 965, Treffer: 9, Rang: 53): S. Bd08:342, [3]; S. Bd08:343, [2]; S. Bd08:344, [4].

Ueber das Wesen des Gelehrten (1805). 2. Nähere Bestimmung des Begriffes der göttlichen Idee (Kap.-Nr.: 802, Treffer: 5, Rang: 54): S. Bd06:368; S. Bd06:369, [2]; S. Bd06:370; S. Bd06:371.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 7 (Kap.-Nr.: 402, Treffer: 2, Rang: 55): S. Bd03:315, [2].

Die Bestimmung des Menschen (1800). 3. Buch. Glaube (Kap.-Nr.: 238, Treffer: 9, Rang: 56): S. Bd02:249, [2]; S. Bd02:250; S. Bd02:253, [2]; S. Bd02:255; S. Bd02:256, [3].

Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810). §. 10. (Kap.-Nr.: 317, Treffer: 1, Rang: 57): S. Bd02:702u.

Die Thatsachen des Bewusstseyns (1810). 4. Cap. Das Sittengesetz als Princip des Lebens, und dieses als Anschaubarkeit des ersten (Kap.-Nr.: 300, Treffer: 15, Rang: 58): S. Bd02:665; S. Bd02:670, [4]; S. Bd02:671, [4]; S. Bd02:672, [4]; S. Bd02:673; S. Bd02:678.

Ascetik als Anhang zur Moral (1798). §. 1. Vorbegriff der Ascetik (Kap.-Nr.: 1297, Treffer: 2, Rang: 59): S. Bd11:121, [2].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.6. 5.Lehrsatz (Kap.-Nr.: 353, Treffer: 3, Rang: 60): S. Bd03:78; S. Bd03:79; S. Bd03:81.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.40 (Kap.-Nr.: 441, Treffer: 2, Rang: 61): S. Bd03:354u, [2].

Die Staatslehre (1813). II. (Kap.-Nr.: 600, Treffer: 4, Rang: 62): S. Bd04:514, [3]; S. Bd04:515.

Das System der Sittenlehre (1798). §.25. Von der Pflicht, unmittelbar Moralität zu verbreiten und zu befördern (Kap.-Nr.: 579, Treffer: 7, Rang: 63): S. Bd04:315, [4]; S. Bd04:318, [2]; S. Bd04:319.

Reden an die deutsche Nation (1808). 2. Vom Wesen der neuen Erziehung im Allgemeinen (Kap.-Nr.: 860, Treffer: 5, Rang: 64): S. Bd07:283; S. Bd07:291, [4].

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 14. Vorlesung (Kap.-Nr.: 844, Treffer: 1, Rang: 65): S. Bd07:203 .

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). §.7. Deduction des Begriffs der Offenbarung aus Principien der reinen Vernunft a priori (Kap.-Nr.: 641, Treffer: 2, Rang: 66): S. Bd05:80, [2].

Politische Fragmente (1806-1813). I. Episode über unser Zeitalter (Kap.-Nr.: 885, Treffer: 3, Rang: 67): S. Bd07:520, [2]; S. Bd07:522.

Verantwortungsschriften gegen die Anklage des Atheismus (1799). I. (Kap.-Nr.: 670, Treffer: 1, Rang: 68): S. Bd05:252.

Zur Rechts- und Sittenlehre (1796-1813). Vorrede des Herausgebers (Bd.IV) (Kap.-Nr.: 532, Treffer: 9, Rang: 69): S. Bd04:VIII, [2]; S. Bd04:XI; S. Bd04:XV, [6].

Die Bestimmung des Menschen (1800). 1. Buch. Zweifel (Kap.-Nr.: 236, Treffer: 9, Rang: 70): S. Bd02:178; S. Bd02:184; S. Bd02:196; S. Bd02:197, [3]; S. Bd02:198, [3].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.43 (Kap.-Nr.: 444, Treffer: 1, Rang: 71): S. Bd03:358u.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §. 3. Dritter, seiner Form nach bedingter Grundsatz (Kap.-Nr.: 108, Treffer: 2, Rang: 72): S. Bd01:121, [2].

Ueber das Wesen des Gelehrten (1805). 6. Ueber die akademische Freiheit (Kap.-Nr.: 806, Treffer: 4, Rang: 73): S. Bd06:407, [2]; S. Bd06:408; S. Bd06:411.

Das System der Sittenlehre (1798). §.31. Ueber die Pflichten des ästhetischen Künstlers (Kap.-Nr.: 587, Treffer: 1, Rang: 74): S. Bd04:355.

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 41 (Kap.-Nr.: 221, Treffer: 3, Rang: 75): S. Bd02:130, [2]; S. Bd02:131.

Die Thatsachen des Bewusstseyns (1810). 2. Abschn. Thatsachen des Bewusstseyns in Beziehung auf das praktische Vermögen. 1. Cap. (Kap.-Nr.: 291, Treffer: 6, Rang: 76): S. Bd02:583, [2]; S. Bd02:584; S. Bd02:586, [2]; S. Bd02:592.

Fr. Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen (1801). 1. Beilage. Zur Einleitung (Kap.-Nr.: 922, Treffer: 1, Rang: 77): S. Bd08:64Fu.

Zur theoretischen Philosophie (1792-1810). Nachtrag (Bd.II) zu Geist und Buchstab (Kap.-Nr.: 323, Treffer: 2, Rang: 78): S. Bd02:710, [2].

Die Staatslehre (1813). 1. Abschn. Allgemeine Einleitung (Kap.-Nr.: 595, Treffer: 3, Rang: 79): S. Bd04:385, [2]; S. Bd04:389.

Reden an die deutsche Nation (1808). 5. Folgen aus der aufgestellten Verschiedenheit (Kap.-Nr.: 863, Treffer: 5, Rang: 80): S. Bd07:332, [2]; S. Bd07:335; S. Bd07:338, [2].

Das System der Sittenlehre (1798). §.23. Von den Pflichten in Absicht der formalen Freiheit aller vernünftigen Wesen (Kap.-Nr.: 577, Treffer: 5, Rang: 81): S. Bd04:281, [4]; S. Bd04:288.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 16. Vorlesung (Kap.-Nr.: 846, Treffer: 4, Rang: 82): S. Bd07:231 ; S. Bd07:233 , [2]; S. Bd07:237 .

Das System der Sittenlehre (1798). §. l. Aufgabe (Kap.-Nr.: 542, Treffer: 3, Rang: 83): S. Bd04:28, [2]; S. Bd04:29.

Fr. Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen (1801). 4. Worauf es, zufolge dieses höchsten Grundsatzes, unserm Helden bei allen seinen Disputen angekommen sey (Kap.-Nr.: 913, Treffer: 1, Rang: 84): S. Bd08:21u.

Die Bestimmung des Menschen (1800). 3. Buch. I (Kap.-Nr.: 239, Treffer: 1, Rang: 85): S. Bd02:260.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). Inhalt: Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (Kap.-Nr.: 102, Treffer: 1, Rang: 86): S. N.N.

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). §.8. Von der Möglichkeit des im Begriffe der Offenbarung vorausgesetzten empirischen Datums (Kap.-Nr.: 642, Treffer: 4, Rang: 87): S. Bd05:87; S. Bd05:88; S. Bd05:90; S. Bd05:106.

Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810). §. 11. (Kap.-Nr.: 318, Treffer: 1, Rang: 88): S. Bd02:703u.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 2. Vorlesung (Kap.-Nr.: 832, Treffer: 3, Rang: 89): S. Bd07:22; S. Bd07:26; S. Bd07:31.

Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794). 5. Prüfung der Rousseauschen Behauptungen […] (Kap.-Nr.: 795, Treffer: 3, Rang: 90): S. Bd06:336; S. Bd06:343, [2].

Das System der Rechtslehre (1812). Deduktion des Eigenthumsrechtes des Landbauers (Kap.-Nr.: 1247, Treffer: 1, Rang: 91): S. Bd10:551.

Politische Fragmente (1806-1813). II. Ueber Zufall, Loos, Wunder u.s.w. (Kap.-Nr.: 896, Treffer: 1, Rang: 92): S. Bd07:591.

Politische Fragmente (1806-1813). Letztes Ziel der Verfassung der Deutschen (Kap.-Nr.: 889, Treffer: 1, Rang: 93): S. Bd07:532.

Fünf Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1811). 1. Vorlesung (Kap.-Nr.: 1306, Treffer: 2, Rang: 94): S. Bd11:160, [2].

Populärphilosophische Schriften (1793-1813). Vorrede des Herausgebers. (Bd.VIII) (Kap.-Nr.: 902, Treffer: 2, Rang: 95): S. Bd08:V, [2].

Reden an die deutsche Nation (1808). 6. Darlegung der deutschen Grundzüge in der Geschichte (Kap.-Nr.: 864, Treffer: 3, Rang: 96): S. Bd07:345, [2]; S. Bd07:347.

Die Thatsachen des Bewusstseyns (1810). 2. Cap. (Kap.-Nr.: 292, Treffer: 1, Rang: 97): S. Bd02:595.

Die Anweisung zum seligen Leben (1806). 2. Vorlesung (Kap.-Nr.: 740, Treffer: 4, Rang: 98): S. Bd05:425, [3]; S. Bd05:426.

Rede an seine Zuhörer (1813). Rede an seine Zuhörer (Kap.-Nr.: 608, Treffer: 1, Rang: 99): S. Bd04:604.

Die Anweisung zum seligen Leben (1806). 8. Vorlesung (Kap.-Nr.: 746, Treffer: 4, Rang: 100): S. Bd05:514, [2]; S. Bd05:515, [2].

Fr. Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen (1801). 2. Wie unser Held zu diesem sonderbaren höchsten Grundsatze gekommen seyn möge (Kap.-Nr.: 911, Treffer: 2, Rang: 101): S. Bd08:12; S. Bd08:14.

Die Thatsachen des Bewußtseins (1813). [XI.Vortrag] (Kap.-Nr.: 1100, Treffer: 1, Rang: 102): S. Bd09:514.

Vermischte Schriften und Aufsätze (1786-1811). D. Von der Sprachfähigkeit und dem Ursprunge der Sprache (1795) (Kap.-Nr.: 964, Treffer: 10, Rang: 103): S. Bd08:305; S. Bd08:306; S. Bd08:307, [2]; S. Bd08:308; S. Bd08:309; S. Bd08:315; S. Bd08:321; S. Bd08:322, [2].

Zwei Predigten aus dem Jahre 1791. Ueber die Wahrheitsliebe (Kap.-Nr.: 954, Treffer: 3, Rang: 104): S. Bd08:262, [2]; S. Bd08:263.

Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794). 4. Ueber die Bestimmung des Gelehrten (Kap.-Nr.: 794, Treffer: 3, Rang: 105): S. Bd06:324; S. Bd06:325, [2].

Die Staatslehre (1813). III. (Kap.-Nr.: 603, Treffer: 2, Rang: 106): S. Bd04:590; S. Bd04:594.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 1. Vorlesung (Kap.-Nr.: 831, Treffer: 3, Rang: 107): S. Bd07:9; S. Bd07:10, [2].

Ueber Macchiavelli [NL](1807). In wiefern Macchiavelli’s Politik auch noch auf unsere Zeiten Anwendung habe (Kap.-Nr.: 1397, Treffer: 1, Rang: 108): S. Bd11:420u.

Zweite Einleitung in die Wissenschaftslehre (1797). 10. (Kap.-Nr.: 162, Treffer: 1, Rang: 109): S. Bd01:507.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.17 (Kap.-Nr.: 371, Treffer: 4, Rang: 110): S. Bd03:209, [4].

Die Thatsachen des Bewusstseyns (1810). 5. Cap. Die Anschauung Gottes als Princip des Sittengesetzes […] (Kap.-Nr.: 301, Treffer: 1, Rang: 111): S. Bd02:680.

Die Wissenschaftslehre (1804). XXVI. Vortrag (Kap.-Nr.: 1215, Treffer: 2, Rang: 112): S. Bd10:296; S. Bd10:298.

Berichtigung d.Urtheile d.Publicums über d.fr. Revolution (1793). IV. (Einleitung) (Kap.-Nr.: 776, Treffer: 1, Rang: 113): S. Bd06:76u.

Das System der Rechtslehre (1812). Fortsetzung der Analyse (Kap.-Nr.: 1242, Treffer: 1, Rang: 114): S. Bd10:513.

Fr. Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen (1801). 3. Wie im allgemeinen dieser höchste Grundsatz im Leben unsers Helden sich geäussert habe (Kap.-Nr.: 912, Treffer: 1, Rang: 115): S. Bd08:20.

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). §.3. Deduction der Religion überhaupt (Kap.-Nr.: 636, Treffer: 2, Rang: 116): S. Bd05:39u; S. Bd05:47.

Das System der Sittenlehre (1798). B. Ueber das Verhältniss der Eltern und Kinder, und die aus diesem Verhältnisse entspringenden gegenseitigen Pflichten (Kap.-Nr.: 583, Treffer: 1, Rang: 117): S. Bd04:334.

Ascetik als Anhang zur Moral (1798). §. 4. Gegenmittel gegen das Verderben der bloß spekulativen Stimmung insbesondere (Kap.-Nr.: 1300, Treffer: 1, Rang: 118): S. Bd11:142.

Das System der Sittenlehre (1812). [I.] (Kap.-Nr.: 1278, Treffer: 4, Rang: 119): S. Bd11:62; S. Bd11:68; S. Bd11:69; S. Bd11:74.

Das System der Sittenlehre (1812). Recapitulation (Kap.-Nr.: 1276, Treffer: 1, Rang: 120): S. Bd11:21.

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 48 (Kap.-Nr.: 228, Treffer: 1, Rang: 121): S. Bd02:162.

Die Anweisung zum seligen Leben (1806). Inhalt: Die Anweisung zum seligen Leben (1806) (Kap.-Nr.: 736, Treffer: 1, Rang: 122): S. Bd05:578.

Die Wissenschaftslehre (1812). Zweiter Theil des dritten Abschnitts des dritten Kapitels (Kap.-Nr.: 1231, Treffer: 10, Rang: 123): S. Bd10:428; S. Bd10:429; S. Bd10:444; S. Bd10:455; S. Bd10:475, [4]; S. Bd10:485; S. Bd10:486.

Die Bestimmung des Menschen (1800). 3. Buch. III (Kap.-Nr.: 241, Treffer: 1, Rang: 124): S. Bd02:293.

Reden an die deutsche Nation (1808). 11. Wem die Ausführung dieses Erziehungsplanes anheimfallen werde (Kap.-Nr.: 869, Treffer: 1, Rang: 125): S. Bd07:440.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.14. Das Princip aller Zwangsgesetze (Kap.-Nr.: 363, Treffer: 1, Rang: 126): S. Bd03:143.

Poesien und metrische Uebersetzungen (1786-1812). C. Uebersetzungen aus dem Portugiesischen, Spanischen und Italiänischen (Kap.-Nr.: 998, Treffer: 1, Rang: 127): S. Bd08:473.

Die Anweisung zum seligen Leben (1806). 1. Vorlesung (Kap.-Nr.: 739, Treffer: 2, Rang: 128): S. Bd05:407, [2].

Das System der Sittenlehre (1798). §. 7. Bestimmung der Causalität das Vernunftwesens durch ihren inneren Charakter. 4. Lehrsatz (Kap.-Nr.: 552, Treffer: 1, Rang: 129): S. Bd04:101.

Politische Fragmente (1806-1813). III. Ueber Ehe, den Gegensatz von altem und neuem Staat und Religion u.s.w. (Kap.-Nr.: 897, Treffer: 1, Rang: 130): S. Bd07:598.

Das System der Sittenlehre (1812). [IV.] (Kap.-Nr.: 1286, Treffer: 2, Rang: 131): S. Bd11:114; S. Bd11:115.

Die Wissenschaftslehre (1804). II. Vortrag (Kap.-Nr.: 1153, Treffer: 1, Rang: 132): S. Bd10:98.

Zur Religionsphilosophie (1790-1806). Vorrede des Herausgebers. (Bd.V) (Kap.-Nr.: 616, Treffer: 1, Rang: 133): S. Bd05:XXIX.

Ueber das Wesen des Gelehrten (1805). 5. Wie die Rechtschaffenheit des Studirenden sich äussere (Kap.-Nr.: 805, Treffer: 1, Rang: 134): S. Bd06:394.

Ueber Geist und Buchstab in der Philosophie (1794). Dritter Brief (Kap.-Nr.: 962, Treffer: 1, Rang: 135): S. Bd08:293.

Die Staatslehre (1813). 2. Abschn. Ueber den Begriff des wahrhaften Krieges (Kap.-Nr.: 596, Treffer: 1, Rang: 136): S. Bd04:410.

Das System der Sittenlehre (1798). Vorerinnerung zu dieser Deduction (Kap.-Nr.: 548, Treffer: 1, Rang: 137): S. Bd04:73.

Die Staatslehre (1813). 3. Abschn. Von der Errichtung des Vernunftreiches. Voraussetzungen (Kap.-Nr.: 597, Treffer: 1, Rang: 138): S. Bd04:431.

Die Staatslehre (1813). II. (Kap.-Nr.: 602, Treffer: 3, Rang: 139): S. Bd04:537; S. Bd04:538; S. Bd04:562.

Das System der Sittenlehre (1798). §.20. Ueber die allgemeinen bedingten Pflichten (Kap.-Nr.: 574, Treffer: 1, Rang: 140): S. Bd04:267.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). 1. Theil. Grundsätze der ges. Wissenschaftslehre. §. 1. Erster, schlechthin unbedingter Grundsatz (Kap.-Nr.: 105, Treffer: 1, Rang: 141): S. Bd01:101.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 5. Vorlesung (Kap.-Nr.: 835, Treffer: 1, Rang: 142): S. Bd07:66.

Fünf Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1811). 2. Vorlesung (Kap.-Nr.: 1307, Treffer: 1, Rang: 143): S. Bd11:166.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 7. Vorlesung (Kap.-Nr.: 837, Treffer: 1, Rang: 144): S. Bd07:101.

Die Bestimmung des Menschen (1800). 3. Buch. II (Kap.-Nr.: 240, Treffer: 1, Rang: 145): S. Bd02:268.

Appellation an das Publicum (1799). II. (Kap.-Nr.: 662, Treffer: 1, Rang: 146): S. Bd05:217.

Die Thatsachen des Bewußtseins (1813). [VI.Vortrag] (Kap.-Nr.: 1095, Treffer: 1, Rang: 147): S. Bd09:466.

Die Staatslehre (1813). Deduction des Gegenstandes der Menschengeschichte (Kap.-Nr.: 598, Treffer: 2, Rang: 148): S. Bd04:478; S. Bd04:480.

Reden an die deutsche Nation (1808). 9. An welchen in der Wirklichkeit vorhandenen Punct die neue Nationalerziehung der Deutschen anzuknüpfen sey (Kap.-Nr.: 867, Treffer: 1, Rang: 149): S. Bd07:402.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 17. Vorlesung (Kap.-Nr.: 847, Treffer: 1, Rang: 150): S. Bd07:249 .

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 8. Vorlesung (Kap.-Nr.: 838, Treffer: 1, Rang: 151): S. Bd07:118.

Reden an die deutsche Nation (1808). 8. Was ein Volk sey, in der höhern Bedeutung des Worts,und was Vaterlandsliebe? (Kap.-Nr.: 866, Treffer: 1, Rang: 152): S. Bd07:379.

Inhaltsübersicht (Kap.-Nr.: 3, Treffer: 2, Rang: 153): N.N.

Deducirter Plan einer zu Berlin zu errichtenden … Lehranstalt (1807). I. Begriff einer durch die Zeitbedürfnisse geforderten höheren Lehranstalt überhaupt (Kap.-Nr.: 935, Treffer: 1, Rang: 154): S. Bd08:99.

Tagebuch über den animalischen Magnetismus (1813). Tagebuch über den animalischen Magnetismus (Kap.-Nr.: 1340, Treffer: 2, Rang: 155): S. Bd11:320; S. Bd11:327.

Der Patriotismus und sein Gegentheil (1807). 2. Gespräch (Kap.-Nr.: 1330, Treffer: 1, Rang: 156): S. Bd11:265.

Reden an die deutsche Nation (1808). 14. Beschluss des Ganzen (Kap.-Nr.: 872, Treffer: 1, Rang: 157): S. Bd07:496.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.20. Ueber die peinliche Gesetzgebung (Kap.-Nr.: 386, Treffer: 1, Rang: 158): S. Bd03:273.

Zur Rechts- und Sittenlehre (1796-1813). Vorrede des Herausgebers (Bd.III) (Kap.-Nr.: 334, Treffer: 1, Rang: 159): S. Bd03:XXXV.

Einleitungsvorlesungen in die Wissenschaftslehre (1813). Einleitung in die Wissenschaftslehre (Kap.-Nr.: 1009, Treffer: 1, Rang: 160): S. Bd09:34.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). 3. Theil. Grundlage der Wissenschaft des Praktischen. §. 5. 2. Lehrsatz (Kap.-Nr.: 116, Treffer: 1, Rang: 161): S. Bd01:281.

Berichtigung d.Urtheile d.Publicums über d.fr. Revolution (1793). 5. Vom Adel insbesondere, in Beziehung auf das Recht einer Staatsveränderung (Kap.-Nr.: 782, Treffer: 1, Rang: 162): S. Bd06:211.

Auswahlbibliographie (Kap.-Nr.: 1415, Treffer: 2, Rang: 163): S. N.N, [2].

Die Natur des Menschen in der Tiefenpsychologie – 2. Teil

Die herkömmlichen Deutungen S. Freuds verlaufen etwa in diese Richtung: a) Der Mensch sei in seiner psychischen Natur determiniert durch die Versagungen in der frühen Kindheit; b) weiters sei er durch ein biologistisches Libidokonzept bestimmt. Wo der Trieb und die (im letzten sexuelle) Lust keine Befriedigung finden, wirken sie destruktiv; c) die menschlichen Krankheiten seien Regressionen und weisen kein Potential einer positiven, lebensbejahenden Kraft auf.

Unser ganzes Verhalten und Denken, unsere Kultur und unsere Sublimierungen, sie sind letztlich rein auf bio-physische und entwicklungsbedingte, historische Grundprozesse zurückzuführen.

Alfred Adler und Carl Gustav Jung haben S. FREUD bereits zu Lebzeiten widersprochen, aber interessant ist, dass selbst S. FREUD durchaus andere Interpretationen zulässt, wie W. Pieringer zu meinem Erstaunen ausgeführt hat. Interpretierte ich zu Unrecht S. Freuds Psychoanalyse nur reduktionistisch d. h. auf eine naturale Erklärungsbasis zurückbezogen?

Ich beziehe mich zuerst auf einen Artikel von Prof. Primarius Walter Pieringer, Die Natur des Menschen in der Tiefenpsychologie, in: Dimensionen der Psyche. Bewusstes und Unbewusstes, Hrsg. v. R. Kögerler und H. G. Zapatocky, Forum St. Stephan Wien 1990, 91 – 104.

1) S. FREUD geht – so die Charakteristik v. W. Pieringer – von einem dualistischen Konzept einer Leib-Seele-Trennung aus, doch ist damit lange nicht gesagt, dass das Ich des Menschen den physiologisch-biologischen Mechanismen und historischen Entwicklungsgesetzen machtlos und determiniert gegenüberstehen müsse. W. Pieringer bringt Zitate von S. Freud, in denen dieser durchblicken lässt, dass er neben reduktionistischen Erklärungen z. B. von Zwangshandlungen, auch symbolische, die  physiologischen und biologischen Abläufe transzendierende Erklärungen zulässt. S. FREUD verfalle zwar gut und gerne einem Reduktionismus in der letzten Erklärung psychischer Phänomene, aber manchmal ist eine teleologische, den naturkausalen Ablauf transzendierende Sinnerklärung nicht zu übersehen! (Genauere Belege siehe dort bei W. Pieringer).

Der Triebverzicht z. B. sei nicht nur negativ besetzt, als übe er nur einen Zwang aus gegen das biologische Streben des Menschen, sondern hat durchaus eine transzendierende, konstitutive Bedeutung für das Kulturschaffen und Kulturempfinden – und kann somit auch als befreiende, lebenserhaltende Kraft angesehen werden.

Das Thema des Ödipuskomplexes muss nicht auf die negative Bewertung der Mordtat beschränkt bleiben, es kann durchaus ein sinnvolles Opfer geben.

Ebenso hat das Phänomen der „Wiederholungen“ durchaus lebensfördernde Ziele. Sie sind notwendige Grundlagen des Einlernens und Behaltens.

Die Begriffe wie Aggression, Liebe und Ethik im Aufsatz „Unbehagen an der Kultur“ müssen nicht naturkausal verstanden werden, als sei überall nur Triebunterdrückung der Aggression und der Sexualität am Werk, sondern durchaus können diese Triebkräfte eine weiterführende, über die sinnliche Natur hinausgehende Funktion haben.

Der Triebverzicht im „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ lässt ebenfalls eine frei sich bestimmende Reflexion des Ichs zu, sodass keineswegs durch die Triebregungen aus dem Unbewussten und durch die Vorschriften des Über-Ichs die Religion eine frei erfundene Sache und Kompensation sein muss. 

2) W. Pieringer zeichnet im Anschluss und in Parallele zur Tiefenpsychologie eine, ich möchte sagen, vernunftorientierte, transzendierende Naturkonzeption, die nach Realisation von Sinn- und Werterfahrung strebt.  Er beruft sich dabei auf Erkenntnisse der modernen Physik, der modernen Biologie, der Kreativitätsforschung, und kommt zu einem hierarchischen Ordnungmodell der Natur des Menschen, das  geradezu „diametral“ entgegengesetzt zu den bisherigen Tendenzen einer reduktionistischen Deutung der Tiefenpsychologie S. Freuds liegt.  W. Pieringer orientiert sich dabei an „natürlichen Kräften“ nach F. Preuß, der Aufbau des Menschen, 1987.

Dieser unterscheidet: a) material-energetischen Dingweltstufe
b) einer vital-energetischen Lebensweltstufe und
c) einer mental-energetischen Geistesweltstufe. (Siehe b. W. Pieringer, S 97)

Gemäß freudscher Tiefenpsychologie gibt es eine entwicklungsgeschichtliche Hierarchie, wonach die Entwicklung der jüngeren von der vorherigen, älteren Entwicklungsstufe abhängig ist, aber im Sinne einer „Rhythmusfolge“ bedingen sich ältere und jüngere Stufe. Das ergibt nach W. Pieringer vier „Modalitäten“ (Wesen des Seins):
a) die ästhetische Natur des Menschen
b) die ethische Natur des Menschen
c) die ökonomische Natur des Menschen
d) die kultische Natur des Menschen.

Er nennt dann vier Temperamente und die vier primären Entwicklungsstufen der frühen Kindheit, wie sie die Tiefenpsychologie FREUDS aufgestellt hat.
a) Der ästhetischen Natur entspricht die narzißtische Phase,
b) der ethischen Natur die oral-aggressive,
c) der ökonomischen Natur die anale,
d) und der kultischen Natur die früh-genitale Phase.

Summa summarum ergibt sich aber damit nicht ein kausal-mechanistisches, durch biologische Determinanten und gesellschaftliche Triebunterdrückung geprägtes Menschenbild, sondern ein auf die Triebkräfte und Triebregungen aufbauendes Menschenbild, dass vielfältige Transzendenzerfahrungen zulässt.

3) Ob Walter Pieringer die Trieblehre von FICHTE kennt, weil er eingangs kurz die Transzendentalphilosophie anspricht?  Die durch S. Freud aller Welt bekannt gemachten Begriffe wie „Trieb“, „Triebabbau“, „Triebverzicht“, „Verdrängung“, „Zwangshandlungen“, usw. – sie brauchen allesamt, so meine Sicht jetzt, eine erkenntnistheoretisch-kritische Verortung im Streben des ganzen Ichs – siehe dazu meine Ausführungen in Teil 1 zum Triebbegriff bei Fichte. Die Phänomene können nicht empirisch (biologistisch) festgestellt oder dogmatisch-realistisch behauptet werden ohne erkenntniskritisches Begriffsinstrumentarium.  

Um zu einer erkenntniskritischen Bestimmung der Natur des Menschen zu kommen, kann nicht von diesen oder jenen empirischen Tatsachen ausgegangen werden, weil die Funktion dieser Tatsachen und Gefühle, Triebregungen, Verdrängungen, Zwangshandlungen, Geschichtsdeutungen etc. stets auch mit apriorischen Vorwegnahmen und weltanschaulichen Begriffen arbeitet, die als solche gerade nicht in den empirischen Begriffen liegen.  

Die von W. Pieringer angedeuteten vier „Modalitäten des Seins“ kommen dieser reflexiven Durchdringung der Phänomene der menschlichen Natur im Sinne einer transzendentalkritischen Erklärung sehr nahe. Die Phänomene werden dabei aus einem Akt-Charakter des Bildens interpretiert, d. h. dass alle naturalen und auch geistig-kulturellen Erscheinungen die Lösung einer Aufgabe darstellen, nämlich die sinnliche und geistige, leibliche und geistig-gesellschaftliche Natur des Vernunftwesens im Hinblick auf einen Freiheitsgewinn (als Ziel und Endzweck) zu verwirklichen. Diese Natur des Vernunftwesens ist somit weit über einen chemisch-biologisch charakterisierten Triebbegriff hinausgehend.  

4) S. FREUD war historisch-kritisch wohl a) zu stark von den naturwissenschaftlich-induktiven Erklärungen der körperlich-medizinischen Natur des Menschen fasziniert, ferner dürfte b) das transzendentale Erkennen nach  Kant und Fichte bereits  vergessen gewesen sein;  c) die sich bietenden Alternativen von Schopenhauer und Schelling waren allesamt bloß spekulativ und unbegründete, deterministische Annahmen. Schließlich dürfte die d) gesellschaftliche Wirklichkeit des ausgehenden Jahrhunderts in Wien tatsächlich krankmachend und triebunterdrückend gewesen sein.  Das Bild des Menschen war naturphilosophisch und soziologisch bereits so axiomatisiert und relationiert, dass es auf eine biophysische Systemeinheit hingeordnet war? Höchst allgemein gebildete Persönlichkeiten (wie S. FREUD) konnten nur  mehr naturkausale Zusammenhänge erkennen?  Den unleugbaren Phänomen der Natur des Menschen eine transzendierende Kraft zuzuschreiben, dass mithin die Triebregungen selbst zum Anlass einer höheren Sinnverwirklichung genommen werden könnten – wie z. B. W. Pieringer oder F. Preuß das tun – dazu muss in Wien im ausgehenden 19. Jhd. die transzendentale Perspektive gefehlt haben?!

Wenn ich nur ein Zitat von S. Freud bringe: „Sehen Sie nicht, dass die Vielheit dieser Triebe auf die Vielheit der Organe zurückgeht, die alle erogen sind….? Brief von Freud an Oskar Pfister vom 9. Okt. 1918.

5) Ich möchte ein paar erkenntniskritische Fragen stellen:
a) Nach S. Freud ist die Quelle eines Triebes ein körperlicher Reiz, eine Art biophysischer, chemischer Spannungszustand. Der Trieb setzt eine reale Verursachung voraus, kann sie aber nicht selber herbeiführen. Was heißt das transzendental d. h. den Bedingungen der Wissbarkeit nach? Das Denken der realen Ursache bleibt dem
Vorstellen überlassen. Wir beziehen immer nur ein Denken auf eine Vorstellung, nie das Denken auf einen Gegenstand. Ist die konstante Reizanflutung, denen der Organismus nicht ausweichen kann, die alleinige Triebfeder für das Funktionieren des psychischen Apparates? Wenn sie alleinige Triebfeder wäre, wäre der Mensch determiniert und es käme nach einer Triebbefriedigung theoretisch zu keinem weiteren Reizaufbau, wenn es nicht eine andere Quelle über den sinnlichen Reizabbau hinaus gäbe, die einen anderen Zweck wieder voraussetzt, wodurch der Spannungszustand wieder erklärt werden könnte. Was ist die transzendentale Bedingung der Möglichkeit des Weiterbestehens des Triebes, wenn es doch nicht die sinnliche Quelle allein sein kann, die für sich ja keinen teleologischen Zweck kennt, sondern nur notwendige Ursache einer folgenden Wirkung ist? Welche zusätzlich zum naturalen Erklären hinzukommende transzendierenden Bedingungen wären noch anzusetzen?

b) Könnte tatsächlich der Zirkel eines psycho-somatischen Kreislaufes von Reizaufbau und Reizabbau nie verlassen werden, kann dann berechtigt überhaupt von einem „Trieb“ gesprochen werden? Konsequent wäre eine mechanistisch-funktionale Auflösung des Triebes zu denken. Es gibt eigentlich kein Streben und Sehnen. Der Triebbegriff ist ein Scheinbegriff und eine Scheinerklärung des Verhaltens. Was an Bewegung, Streben, Leben erklärt werden soll, ist nur ein kausal abgestimmtes System verschiedener zusammenspielender Faktoren, ein selbst-referentielles System, das nach naturalen und gesellschaftlichen Bedingungen noch weiter analysiert werden kann, aber im Grunde ein notwendiges Reiz-Reaktions-Schema darstellt ohne tieferen Sinn und Ziel. Aber selbst eine kausal-mechanistische Erklärung verwendet Begriffe, die transzendentalen Ursprungs sind. 

c) Die sinnliche Empfindung und Qualität ist transzendental gesehen die basalste, erste Form einer bereits theoretisch und praktisch gesetzten Selbstbestimmung und Sinn-Realisierung (in dieser Bestimmtheit des tätigen Ichs). Sie verlangt von sich her eine höhere, transzendental-begründete Herleitung dieses Funktionierens eines organischen Reiz-Reaktionsschemas. Eine naturalistische Erklärung eines Qualitätsmomentes von Reiz/Lust, angenehm/unangehm, oder wie immer die Empfindung dann deskriptiv gefasst wird, setzt die Bedeutung schon voraus, die sie als Erklärung vorgibt.  Es wird biologisch oder chemisch „bewiesen“, was eigentlich eine die Gefühle und Verhaltensmechanismen übersteigende transzendierende Erklärung der Bedeutung ist. Nicht die Erfahrung erklärt die Bedeutung, sondern die Bedeutungen bestimmen und erklären die notwendigen Erfahrungen. 

6) Wenn das konstruierende, hypothetische Verfahren einer philosophischen Prinzipienerklärung gestartet werden soll, sind auf einer naturalen, empirischen Ebene anscheinend die analytischen Ausgangsbedingungen vorgegeben: Zellen, Zellverbände, deren Stoffwechsel, lebenserhaltende Produktionen in Zell- und Nervenbereich etc. Diese biologischen Mechanismen bilden nach S. Freud eine organische Einheit und erzeugen manifeste Triebregungen und Wünsche, Träume und Verdrängungen, Neurosen und Zwangshandlungen usw.
Unbewusstes und Bewusstes sind eigentlich nicht gänzlich verschiedene Welten, sondern d
ie Welt des Bewusstseins ist selbst eine Form des Unbewussten, die nach den Mustern des Traumes gebildet ist, nur eben etwas anders verdichtet und verschoben.Das analysierende Konstruktionsverfahren der Traumdeutung beschreibt beide Welten, Unbewusstes wie Bewusstes.
Es ist ja, so nach Freud, die analysierende Tiefenpsychologie nicht mit dem Aufdecken der Inhalte der Träume an sich beschäftigt, sondern die Traumarbeit ist selbst eine Form des Traumes und des Denkens mit der Aufgabe, den unbewussten Trieben und Verdrängungen und Verschiebungen eine Erklärung und einen Sinn zu geben. Denken, Traumarbeit, das Begehren ist Verdrängung, Verschiebung – und zugleich deren Bewältigung und Sinn-Erklärung.

Sie (sc. gemeint sind Studenten von ihm) suchen das Wesen des Traums in diesem latenten Inhalt und übersehen dabei den Unterschied zwischen latenten Traumgedanken und Traumarbeit. Der Traum ist im Grunde nichts anderes als eine besondere Form unseres Denkens, die durch die Bedingungen des Schlafzustandes ermöglicht wird. Die Traumarbeit ist es, die diese Form herstellt, und sie allein ist das Wesentliche am Traum, die Erklärung seiner Besonderheit.“ (GW II/III, Seite 510 f.).

Ich denke an eine subjektivistisch missverstandene „transzendentale Erkenntnisart“, die als „Traumarbeit“ zwar von apriorischen Anschauungsformen und apriorischen Begriffe spricht, aber auch sie sind nur analytische Beschreibungen der an sich ablaufenden Naturprozessen der Triebunterdrückung und Triebbefriedigung.

Hier wird es aber erkenntniskritisch bedenklich: Woher weiß FREUD, dass die Erkennntnisleistungen und Formen der apriorischen Begriffe selbst auf biologische und sexuelle Triebregungen zurückgehen?   Seine „transzendentale“ Erkenntnisart setzt als Grund der Einheit der psychischen Phänomene (der bewussten und der unbewussten Phänomene) biologische Erklärungsmuster an, die als solche den Sinn der bewussten Bewältigung der unbewussten Phänomene des Traumes nicht mehr erklären können. Wie könnten Unbewusstes durch Bewusstes erklärt werden, wenn beides Formen des Unbewussten sind, nur in anderer Gestalt?  Wie KANT bereits einen vor-entschiedenen Disjunktionsstandpunkt eingenommen hat, worin Anschauung und Verstand getrennt sind,  so nimmt S. FREUD einen Disjunktionsstandpunkt ein, dass der Trieb eine unerklärliche, letztlich sinnlose, psychischen Grundkraft ist, die eben da ist. Aber diese im Trieb liegende Grundkraft, eine verhinderte Kausalität, ist ja selbst nicht anschaubar, sondern nur gedacht, und verlangt von sich her eine höheren Sinn-Erklärung, warum das Streben, warum die verhinderte Kausalität. Die anscheinend im Triebbegriff liegenden Eigenschaften des Begriffes sind ja nicht von ungefähr so festgelegt, sondern aus einer, den chemisch-biologischen Sinnzusammenhang transzendierenden Definition hervorgegangen. Wie könnte diese transzendierenden Definition plötzlich wieder reduziert werden als eine Form des Unbewussten (des Naturalen) selbst?  

Deshalb jetzt meine Anfragen aus einer transzendentalen Prinzipienanalyse: FICHTE wie FREUD möchten das Phänomen des Lebens und Strebens analysieren. Der erstere mit Mitteln des Denkens im weitesten Sinne, der zweite mit Mitteln der Anschauung in Biologie und Chemie, und beide sind so konsequent, alles aus einem Prinzip erklären zu wollen: Entweder aus dem Setzens des Ichs (dem sich bildenden Wissen der Intelligenz und des praktischen Wollens)  oder aus den biochemischen und psychischen Vorgängen des Lebens, dass nach Reizaufbau und Reizabbau ruft.

Das analytisch-synthetische Vorgehen geht konstruierend von einem bestimmten Denken aus: FICHTE tut sich hier viel leichter,  reflexiv den Triebbegriff zu bestimmen und entsprechend auf die sinnliche Welt anzuwenden, während FREUD versuchen muss, aus den Anschauungen einer empirischen Wirklichkeit das Prinzip des Triebes zu entdecken. Wie sollte aber aus einem bio-psychischer Vorgang ein Begriff und ein Prinzip abgeleitet werden?   (Leider war S. FREUD von SCHELLING und SCHOPENHAUER sehr schlecht beraten, wenn diese meinten, aus der sinnlichen Natur die geistige Natur ableiten zu können.)
Konsequent strebt FREUD eine mechanistisch-funktionale Auflösung und eine Beschreibung des bio-psychischen Systems der wirkenden Triebe an, mit Fokus auf das Libido-Streben und schließlich auch Todes-Streben. Die Traumarbeit ist die transzendentale Erkenntnisart des Unbewussten und liefert die kategorialen Begriffe zu den bio-psychischen Prozessen.

© Franz Strasser, Jän. 2017

Zum Begriff des Triebes bei Fichte – 1. Teil

Zum Begriff des Triebes – 1. Teil

Es gibt mancherlei Sekundärliteratur zum Triebbegriff bei FICHTE.1 Es kommt auf die Geschlossenheit der Ableitung an – und hier halte ich mich an die Naturlehre nach den Prinzipien der WL von R. LAUTH, zumal dort wie nirgends der originale Wortlaut FICHTES einerseits beibehalten, andererseits die ganze Weite und Breite der fichteschen Transzendentalphilosophie einfließt.

Die Natur des Menschen ist nach den Prinzipien der WISSENSCHAFTSLEHRE FICHTES ein Sich-Bilden, ein theoretisches und praktischen Konstituieren von Selbstbewusstseins auf der Basis des Produktes der (theoretisch wie praktisch) ursprünglich produzierenden Einbildungskraft.2

Dabei spielen theoretische und praktische Konstitution ganz ineinander, denn notwendig setzt das Ich sein ganzes Sein und will dies nach einem Zweckbegriff realisieren. Für die angehende Definition des Triebes spielt natürlich die praktische Konstitution des Selbstbewusstseins die Hauptrolle, aber davon könnte umgekehrt nicht die Rede sein, wenn nicht der Triebbegriff im ästhetischen (theoretischen) Vorstellungsvermögen und der durch die ERSCHEINUNG des Absoluten eröffneten Quantitabilität (Bestimmbarkeit) denkbar und ableitbar wäre. Bekanntlich stehen bei KANT theoretische und praktische Vernunft noch nebeneinander, bei FICHTE ist es die eine Vernunft, die als allgemeine Ichheit (platonisch: als qualitatives Totalitätsallgemeines), das ganze (immanente) Sein des Wissens reflexiv bestimmt – und deshalb zu diesem höchsten Begriff einer im Sein liegenden Tätigkeit des Triebes führt. Wenn die Tätigkeit des Ich gehemmt ist, so muss dieser Hemmung eine Tendenz zugrunde liegen, die entweder als sinnliche Hemmung oder als personale Aufforderung verstanden werden kann. (Auf das Erste hin; in weiterer Folge wird dies weiter abgeleitet als eine selbst gegebene Willensbeschränkung – siehe unten.) Aus der Tendenz wird ein Streben gefolgert, aus dem Streben eine Kausalität aber ohne Wirkung, synthetisch bestimmt als Trieb.

1) Das oberste Gefühl ist das Streben.

Das Streben wird in der PRACTISCHEN PHILOSOPHIE (1794) phänomenologisch als Handeln, das keine Kausalität hat, gefasst (GA II, 3, 183). Dass wir das Streben nur fühlen können, ist klar, denn sonst müssten wir eine reale Wirkung des Strebens erkennen können. Dennoch ist, was wir Streben nennen, gedanklich einzuholen. Es steckt in ihm eine Denkfunktion, insofern als es immer in einer „Relation“, das heißt, einer Beziehung, besteht (GA II, 3, 262).3

Das Streben hat also durchaus Realität. Es soll weiter bestimmt werden im anschauenden und das Nicht-Ich empfindenden Ichs, mithin in der Vorstellung. 

Welche Relation steckt im Streben? Welche Denkfunktion? Es soll eine Wirkung gedacht werden, die als solche nur in ihrer Erscheinungsweise erkannt werden kann, als gefühlte Hemmung, nichtsdestotrotz aber eine Forderung nach Kausalität in sich enthält, ein übergeordnetes Sollen darstellt, eine Kraft ist, die das Leben treibt. Das Denken erstellt (oder erfindet) dabei nicht selbst die Relata zwischen unerfülltem und erfülltem Streben, es fixiert und reguliert nur notwendig das theoretisch wie praktisch sich äußernde  Streben des Ichs.

Das Streben in der ichlichen Weise ist dabei von vornherein bereits

a) auch eine Vorstellungsweise,  dass  Denken und Sein der absoluten Vernunftrealisation nach  soweit wie möglich entsprechen sollen.
Da dieses aber aus Gründen der Unerklärlichkeit eines Anstoßes bzw. einer Hemmung bzw. eines Aufrufes nicht möglich ist, verwandelt sich das Streben (nach notwendigen Gesetzen der Reflexion) in ein

b) gefühltes Vorgestelltes im Nicht-Ich. Das Nicht-Ich selbst wird als Substanz und Akzidens, als Ursache und Wirkung und in Wechselwirkung im Ich und mit dem Ich vorgestellt.

Schließlich c) sucht das Streben ein ichliches Objekt, dass seinerseits Freiheit ist und ein ichliches Streben sein kann, d. h. eine andere Person.

Das zuerst Aufzufassende im Streben des (endlichen) Ichs ist das durch die Hemmung (oder einen Aufruf) bestimmte Gefühl; da dieses Gefühl aber einer nach vollkommener Realisierung der Vernunft strebenden Ichs nur ein Mangelgefühl offenbart, versucht das sich in idealer und realer Tätigkeit sich durchhaltende Ich in der Zeit- und Raumform das Ziel des Strebens zu erreichen.

Ein von außen als „Ding an sich“ (Empfindung)  auf das Ich einströmendes Nicht-Ich in einer objektiven Zeit- und Raumform ist  nicht denkbar und könnte für sich das Streben nicht erklären und erfüllen.4 Es ist umgekehrt, dass erst die apriorischen Erkenntnisformen, inklusiv Zeit- und Raumanschauung, die Empfindungen als solche ermöglichen. Die apriorischen Anschauungsformen sind geradezu „Formen der Empfindbarkeit“ (EIGNE MEDITATIONEN).5

Das nachvollziehende Denken ahmt das theoretisch wie praktisch bestimmte Schweben der Einbildungskraft nach und bestimmt durch diesen grundlegenden Akt bzw. die verschiedenen Akte des Verstandes, der Urteilskraft, der Vernunftideen und die reale und ideale Reihe des Bewusst-Seins.

Hat das Ich sein Streben gesetzt, als Gefühl, als nicht zur Wirkung kommende Kausalität, weil es eben durch ein inhaltliches Gegenstreben des Nicht-Ichs gehemmt wird, vergleicht das Ich sein Streben und das Gegenstreben: Dem Vorstellungsvermögen kommt darin durchaus eine Art Privileg zu in der Verarbeitung der Hemmung: Im Schweben der ursprünglich produzierenden Einbildungskraft vermag die Vorstellung ein Gleichgewicht zwischen hemmender und darüber hinausgehender idealer (intelligenter) Tätigkeit zu erzeugen – und widersteht und verarbeitet so bereits den Schock und die Hemmung, indem sie idealiter nicht daran gebunden ist. Der Vorstellungstrieb wird somit in der Vorstellung immer befriedigt, aber die übrigen Sphären des Strebens äußern sich in ihrem Gehemmtsein als sinnliche und praktische und interpersonale und religiöse Triebe, die einen Ausgleich erstreben, aber als Streben und als Triebe diesen Ausgleich nicht direkt bewirken können.  

Das ganze Streben des Ichs möchte eine Verichlichung des Nicht-Ichs bewirken, mithin über das Vorstellungsstreben hinaus befriedigt und erfüllt werden. Subjektiv erlebt das Ich das über das Gleichgewicht der Vorstellung hinausgehende Streben als ein Gefühl des Nichtkönnens, des Gezwungenseins. Sein eigenes Streben, spontan betrachtet, gerade weil es keine Kausalität im Objekt bewirken kann, wirkt auf es selbst zurück, es wird zum Trieb. Der Trieb wird erlebt (gefühlt), und zwar als Kraftgefühl, d. h. als Gefühl des auf sich selbst zurückgehenden Strebens, das zwar auf eine Wirkung ausgeht, aber am Bewirken gehindert wird. Die Kraft in diesem gehemmten Streben ist der Wille, der sich im Gehemmtwerden (selbst) bestimmt. (Vgl. R. Lauth, Naturlehre, 1984, S 50)


3) Sinnlicher und geistiger Trieb und deren Einheit
Der
Trieb ist die phänomenologische Äußerung eines gehemmten Wollens und synthetisch in der Vorstellung eines Idealisierens tätig. Er kann mittels verstandlichem Zweckbegriff weiter bestimmt werden.

Das Wollen, das gehemmt ist und auf sich selbst zurückwirkt, schließt sowohl ein natürlich-spontanes Angehen gegen eine Hemmung ein, was auf der naturalen Ebene des Lebens als sinnlicher Trieb bezeichnet werden kann, der spontan seine Befriedigung verlangt, es muss über den sinnlichen Trieb hinaus aber auch ein freies Entscheiden und eine Wahlfreiheit einschließen, weil ja alle Realität eine Tätigkeit ist, was auf der Ebene des freien Angehens und  freien Entscheidens als ein geistiger Trieb im weitesten Sinne bezeichnet werden kann (Bildungstrieb, Erkenntnistrieb etc.)6

Beide Triebe gehören als natural-spontane wie geistig-freie in einer Dialektik der Spontanziele und frei ergriffener Vernunftziele zusammen, da sie ja einer Tendenz des Wollens und der Tätigkeit entspringen bzw., wie FICHTE sagt, einem „Urtriebe“ (SITTENLEHRE, SW IV, 130 u. a. ), der sich modifiziert in der Fünffachheit der Vernunftrealisation (Wlnm) darstellt. 7

Die Überwindung der Hemmung auf der real-sinnlichen Ebene steht im Dienst einer praktischen Vernunftrealisation, sei es, was die Erkenntnis und Beherrschung der sinnlichen Natur betrifft, als auch was die gesellschaftliche Natur und die freie Konsensualität und Kreativität des Vernunftwesens betrifft.

Ursprünglich erklärt sich das Selbstbewusstsein seine Kraft und sein Gefühl durch die Hemmung. Eine Hemmung ist im Streben deshalb nie irrelevante, bloß hemmende, tote Grenze, sondern ein dem Streben entgegengesetzte Kraft. Sie ist gleichfalls Kraft, gleichfalls strebend, d. h. sie muss auf Kausalität einerseits ausgehen, darf andererseits aber keine übermächtige Kausalität haben. (vgl. GRUNDLAGE, GA I, 2, 417.)

M. a. W., das gehemmte Streben, d. h. der sich selbst bestimmende Wille in seinem spezifischen Gehemmtsein, äußert sich deshalb notwendig (der phänomenalen Seite nach) als Trieb, der aber keine Kausalität hat.  

Nach den Prinzipien der WISSENSCHAFTSLEHRE gibt es einen geschlossenen, apriorischen Zusammenhang zwischen Naturstreben und Vernunftstreben. Ersteres Streben ist die Sphäre der Vernunft in spontanen Aktionen; letztere Sphäre ist die freie Realisierung einer Sinnforderung. Das System des spontanen und freien Vernunfthandlungen ist in einem apriorischen Sinne geschlossen und vollendet – und ist zugleich ein offenes System, weil  konstitutiv die sinnlich-aposteriorischen und geistig-interpersonalen  Bedingungen der Realisierung für den theoretischen wie praktischen Bereich nicht selbst herbeigeführt werden können.
M. a. W. ein Trieb als Naturtrieb, wenn wir ihn z. B. auf die Sphäre des organischen Lebens beziehen wollen, ist einerseits durch sein Objekt vollkommen bestimmt und fordert seine ursprüngliche Realisierung, andererseits steht er selber in einer höheren Forderung der Sinn-Realisierung der Vernunft und ist dieser untergeordnet. Naturtrieb und Vernunfttrieb sind in letzter Konsequenz nicht entgegengesetzt, sondern beide sind Vernunfttendenz. Auf die Wechselwirkung der beiden Triebe beruht die Erscheinung des empirischen Ichs.

 

© Franz Strasser, 14. 1. 2017

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Weitere Literatur neben angegebenem Buch von R. LAUTH:

FRANZ BADER, Zu Fichtes Lehre vom prädeliberativen Willen, in: Transzendentalphilosophie als System, hrsg. v. ALBERT MUES, Hamburg 1989, 212-241.

FRANZ BADER, Systemidee und Interpersonalitätstheorie in Fichtes Wissenschaftslehre. In: Der transzendental-philosophische Zugang zur Wirklichkeit. Beiträge zur Fichte-Forschung. Hrsg. v. Erich Fuchs, Marco Ivaldo und Giovanni Moretto, Stuttgart 2001, 65 – 106.

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1Siehe z. B. Carla De Pascale, Die Trieblehre bei Fichte, Fichte-Studien Bd. 6, a. a. O., 1994, 229 – 251.
Oder: Hans Georg von Manz, Das Problem der Anwendung in der Ethik. In: Der transzendentalphilosophische Zugang zur Wirklichkeit. Beiträge aus der aktuellen Fichte-Forschung, hrsg. v. Erich Fuchs u. a., Stuttgart-Bad Cannstatt, 2001, 381 – 392.

2R. Lauth, Die transzendentale Naturlehre Fichtes nach Prinzipien der Wissenschaftslehre, Hamburg 1984, S 17f.

3Vgl. K. Hammacher, Die Vollendung der WL in einer Affektenlehre, Fichte-Studien, Bd. 11, 379 – 396, 388.

4Es herrscht m. E. totales Erkenntnis-Chaos, wie man aus Sinnesdaten die Wahrnehmungstheorien fabriziert. Siehe z. B. einen Überblick bietet W. Detel, Grundkurs Philosophie, Bd. 4., Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Hamburg 2007.

5M. a. W., gäbe es keine Zeitform und Raumform, so würde entweder das empirisch gewollte Streben genügen, das Gefühl oder die Sinnerfüllung unmittelbar anzustreben und herbeizuführen – oder es kann sowieso, mangels Zeit- und Raumanschauung, nie und nirgends, an keiner Zeit- und Raumstelle, etwas schematisiert und als solches vorgestellt werden. Raum und Zeit sind hochkomplexe, synthetisierende (aktiv!) Formen der Empfindbarkeit, mithin erste Anfänge der Sichtbarkeit von Freiheit.

6 In der ersten Fassung des praktischen Teils der WL (PRACTISCHE PHILOSOPHIE, 1794, GA II, 3, 187) wird diese ideale Tätigkeit ausdrücklich bereits als „Trieb“ beschrieben.„Der Charakter dieses Strebens ist Selbstthätigkeit im Ganzen. Es muss sich also allenthalben äußer, wo die Selbstthätigkeit eingeengt wird, durch einen Trieb ihre Grenze zu erweitern.
Es wird gar nicht behauptet, daß sie dadurch ihre Grenze wirklich erweitre; daß dies Streben
Ursache werde. Bisher haben wir nur noch lediglich den Trieb, (…)

7Es kann aus Gründen der Freiheit dieser „Urtrieb“ in seiner vorgestellten und gedachten Realität und seiner strebenden Selbsttätigkeit weder theoretische noch praktisch gänzlich aufgelöst werden, denn dann wäre vollkommene Erkenntnis und vollkommenes praktisches Wissen notwendig. Es bleibt ein irrationaler Rest im theoretischen wie praktischen Erkennen erhalten, bei aller vernünftigen Durchdringung der begegnenden Wirklichkeit.