Der Trieb bei S. FREUD und J. G. FICHTE – 3. Teil

1) Der Trieb ist eingeordnet in einen allgemeinen Begriffszusammenhang des Sich-Bildens und in eine Hierarchie von Realisierungs- und Sinnerfüllungen. Gewisse Triebbefriedigungen sind zum Leben unerläßlich, andere sind frei verstattet oder können untersagt werden. Ein sublimierter Trieb, wie ihn gemeinhin die Tiefenpsychologie S. FREUDS beschreibt, sich z. B. in Kunst zu realisieren, bezieht seine Kraft nicht aus einer sinnlich-basalen Verursachung her, sondern umgekehrt, anhand der sinnlichen Befriedigungen erkennt das gehemmte praktische Streben die nächsthöhere, weitere Sinnerfüllung, die aus der unerschöpflichen Quelle des Sollseins von Wahrheit und Gutsein kommt.

Das Beispiel einer Deutung der Tiefenpsychologie S. FREUDS von Prof. WALTER PIERINGER, wie ich sie zufällig gefunden habe, legen dies Weiterführung der freudschen Psychoanalyse nahe – siehe 2. Teil.

2) Die von S. FREUD selbst ausgeführten Sublimierungen des Triebes, in Weiterführung der ursprünglichen Konzeption, sind nicht beliebige Erweiterungen, sondern formal notwendige Erweiterungen, weil der sinnliche Trieb erst durch einen geistigen Trieb vollauf verstanden und eingestuft werden kann. Der Trieb möchte wirksam werden und fordert sein Recht. Gelingt ihm das, z. B. den Hungertrieb zu stillen, ist er befriedigt; gelingt ihm das nicht, ist das Leben bedroht bzw. sucht es sich Verdrängungswege und Verschiebungen der Triebkraft. Es gibt aber ein unendliche Vielfalt von Formen der Lebens-Kausalität, die im Trieb als Phänomen gedacht werden kann, nicht nur biophysisch-organische Vorgänge des Körpers. (Die „unendliche Vielfalt“ bemisst sich für mich nach dem Vermögen unendlicher Selbstbestimmung.)

3) Die Axiomatik eines biologisch-chemischen Verständnisses von „Trieb“ bzw. die historisch-gesellschaftlich Axiomatik der Jahrhundertwende in Wien, was gesellschaftlich geboten, verboten, erlaubt war, brachte eine höchst einseitige und verengte naturale Sicht des Menschen bzw. einseitige Interpretation des sinnlichen und gesellschaftlichen  Triebes hervor. S. FREUD lässt zwar überall die geistigen Bedingungen des sinnlichen Triebes erkennen, – infolge seiner hohen humanistischen Bildung -, aber eine systematische Herleitung des Triebes aus einer praktischen und theoretischen Sich-Bezüglichkeit des Wissens überhaupt konnte er mangels kritischer Transzendentalphilosophie nicht finden.

4) FICHTE kennt eine Vielzahl von Trieben, um die ganze Palette der Selbstbestimmung in der Bestimmtheit durch das Nicht-Ich abzudecken: Selbstbestimmungen durch die Bestimmtheit des Triebes auf der realen Seite der sinnlichen Wirklichkeit, Selbstbestimmung durch den Trieb auf der ideal-personalen Seite der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Er spricht vom Gefüge der sinnlichen Triebe, vom Trieb zur Kommunikation, vom Gottestrieb usw… Ich habe nur zwecks buchstäblicher Verweise den index „*trieb“ in die SW FICHTES eingegeben, um die Vielfalt und Weite des Triebbegriffes einzusehen – siehe unten.

Es ist unverzeihlich, wie gerade spekulative Philosophen nach FICHTE (Schelling, Hegel, SCHOPENHAUER) die Begründung des Strebens und die praktisch bestimmte Vorstellung, sei es in der Natur oder in der Gesellschaft, aus dem Soll der Wahrheit und des Guten nicht mehr reflektierten – und so zu einer höchst gefährlichen Interpretation des Wollens gekommen sind. (Siehe z. B. Blog von mir zu SCHOPENHAUER.) Diese idealistischen, spekulativen Philosophen, die an sich mit der Naturwissenschaft gar nicht in Konflikt geraten hätten müssen, haben leider maßgeblich auf die Naturwissenschaft des 19. Jhd. gewirkt, sodass ein biologistisch rudimentärer Triebbegriff übrig blieb. Das Übrige taten dann die Gesellschaftsphilosophen, die die mannigfaltige Abhängigkeit des Menschen von den gesellschaftlichen Prozessen ebenfalls triebhaft zu begründen versuchten z. B. L. FEUERBACH, K. MARX u. a.

© Dr. Franz Strasser, Jän. 2017

Zu der historischen Situation und die Einflüsse SCHOPENHAUERS auf FREUD siehe diverse Literatur, z. B. Günter Gödde, Freud und seine Epoche. Philosophischer Kontext. In: Hans-Martin Lohmann u. Joachim Pfeiffer (Hrsg.), Freud-Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. Stuttgart 2006.

Anhang:

Index zum Begriff “*trieb” nach den SW Fichtes.

ViewLit 6.3 – Seitenauswertung: *trieb

Aus: Fichte im Kontext – 3. Aufl.

Sortierkriterium: Trefferhäufigkeit!

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 4 (Kap.-Nr.: 399, Treffer: 16, Rang: 1): S. Bd03:310, [7]; S. Bd03:311, [9].

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). III. (Kap.-Nr.: 635, Treffer: 12, Rang: 2): S. Bd05:34u, [6]; S. Bd05:35, [2]; S. Bd05:36, [3]; S. Bd05:38.

Das System der Sittenlehre (1798). §.11. Vorläufige Erörterung des Begriffes eines Interesse (Kap.-Nr.: 556, Treffer: 18, Rang: 3): S. Bd04:143, [5]; S. Bd04:144, [8]; S. Bd04:145; S. Bd04:146, [4].

Das System der Sittenlehre (1798). A. Vom Verhältnisse der Ehegatten (Kap.-Nr.: 582, Treffer: 18, Rang: 4): S. Bd04:328, [5]; S. Bd04:329, [7]; S. Bd04:330, [4]; S. Bd04:331; S. Bd04:332.

Das System der Sittenlehre (1798). §.12. Princip einer anwendbaren Sittenlehre (Kap.-Nr.: 557, Treffer: 25, Rang: 5): S. Bd04:147u, [3]; S. Bd04:148, [7]; S. Bd04:149, [2]; S. Bd04:150; S. Bd04:151, [5]; S. Bd04:152, [7].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 3 (Kap.-Nr.: 398, Treffer: 8, Rang: 6): S. Bd03:307, [4]; S. Bd03:308; S. Bd03:309, [3].

Das System der Sittenlehre (1798). §.17. Einleitung oder Erörterung unserer Aufgabe (Kap.-Nr.: 569, Treffer: 19, Rang: 7): S. Bd04:206; S. Bd04:207, [6]; S. Bd04:210, [4]; S. Bd04:211, [7]; S. Bd04:212.

Ueber Geist und Buchstab in der Philosophie (1794). Zweiter Brief (Kap.-Nr.: 961, Treffer: 40, Rang: 8): S. Bd08:277, [3]; S. Bd08:278, [5]; S. Bd08:279, [7]; S. Bd08:280, [4]; S. Bd08:281, [5]; S. Bd08:282, [6]; S. Bd08:283, [2]; S. Bd08:284, [2]; S. Bd08:285, [2]; S. Bd08:286, [2]; S. Bd08:288; S. Bd08:291.

Ascetik als Anhang zur Moral (1798). §. 3. Abriß des Wesentlichsten der Ascetik (Kap.-Nr.: 1299, Treffer: 14, Rang: 9): S. Bd11:133; S. Bd11:135, [9]; S. Bd11:138, [3]; S. Bd11:139.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §. 8. 5. Lehrsatz. Das Gefühl selbst muss gesetzt und bestimmt werden (Kap.-Nr.: 119, Treffer: 29, Rang: 10): S. Bd01:291u, [2]; S. Bd01:292, [3]; S. Bd01:293, [5]; S. Bd01:294, [8]; S. Bd01:295, [2]; S. Bd01:296, [3]; S. Bd01:297, [6].

Das System der Sittenlehre (1798). §.10. Ueber Freiheit und oberes Begehrungsvermögen (Kap.-Nr.: 555, Treffer: 33, Rang: 11): S. Bd04:132, [3]; S. Bd04:133; S. Bd04:135, [4]; S. Bd04:138, [3]; S. Bd04:139, [10]; S. Bd04:140, [2]; S. Bd04:141, [9]; S. Bd04:142.

Das System der Sittenlehre (1798). §.13. Eintheilung der Sittenlehre (Kap.-Nr.: 558, Treffer: 14, Rang: 12): S. Bd04:153u; S. Bd04:154, [10]; S. Bd04:155, [2]; S. Bd04:156.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §.10. 7. Lehrsatz. Der Trieb selbst muss gesetzt und bestimmt werden (Kap.-Nr.: 121, Treffer: 56, Rang: 13): S. Bd01:301u, [3]; S. Bd01:302, [7]; S. Bd01:303, [7]; S. Bd01:304, [2]; S. Bd01:305; S. Bd01:307, [9]; S. Bd01:308, [5]; S. Bd01:309, [5]; S. Bd01:310; S. Bd01:311, [3]; S. Bd01:313, [3]; S. Bd01:315; S. Bd01:316; S. Bd01:320, [7]; S. Bd01:321.

Das System der Sittenlehre (1798). §. 9. Folgerung aus dem vorhergehenden (Kap.-Nr.: 554, Treffer: 36, Rang: 14): S. Bd04:122u, [2]; S. Bd04:123, [8]; S. Bd04:124, [5]; S. Bd04:125, [6]; S. Bd04:126, [3]; S. Bd04:127, [3]; S. Bd04:128, [2]; S. Bd04:130, [4]; S. Bd04:131, [3].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.41 (Kap.-Nr.: 442, Treffer: 6, Rang: 15): S. Bd03:355u, [5]; S. Bd03:356.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 8 (Kap.-Nr.: 403, Treffer: 2, Rang: 16): S. Bd03:315u, [2].

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §.11. 8. Lehrsatz. Die Gefühle selbst müssen entgegengesetzt werden können (Kap.-Nr.: 122, Treffer: 29, Rang: 17): S. Bd01:323; S. Bd01:324, [2]; S. Bd01:325; S. Bd01:326, [10]; S. Bd01:327, [8]; S. Bd01:328, [7].

Das System der Sittenlehre (1798). §. 8. Deduction einer Bestimmtheit der Objecte ohne unser Zuthun. 5. Lehrsatz (Kap.-Nr.: 553, Treffer: 54, Rang: 18): S. Bd04:105, [2]; S. Bd04:106; S. Bd04:107, [3]; S. Bd04:108, [4]; S. Bd04:109, [3]; S. Bd04:110, [2]; S. Bd04:111, [5]; S. Bd04:113, [4]; S. Bd04:114, [11]; S. Bd04:117, [4]; S. Bd04:118, [6]; S. Bd04:119; S. Bd04:120; S. Bd04:121, [7].

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §. 9. 6. Lehrsatz. Das Gefühl muss weiter bestimmt und begrenzt werden (Kap.-Nr.: 120, Treffer: 9, Rang: 19): S. Bd01:298; S. Bd01:299, [3]; S. Bd01:300, [5].

Reden an die deutsche Nation (1808). 3. Fortsetzung der Schilderung der neuen Erziehung (Kap.-Nr.: 861, Treffer: 13, Rang: 20): S. Bd07:299; S. Bd07:300; S. Bd07:302, [5]; S. Bd07:303, [2]; S. Bd07:304, [2]; S. Bd07:307, [2].

Vermischte Aufsätze und Fragmente (1799-1808). Sätze zur Erläuterung des Wesens der Thiere (Kap.-Nr.: 1359, Treffer: 10, Rang: 21): S. Bd11:363, [4]; S. Bd11:364, [3]; S. Bd11:366, [2]; S. Bd11:367.

Das System der Sittenlehre (1798). §.14. Ueber den Willen insbesondere (Kap.-Nr.: 563, Treffer: 8, Rang: 22): S. Bd04:158; S. Bd04:159; S. Bd04:160; S. Bd04:161; S. Bd04:162, [4].

Ascetik als Anhang zur Moral (1798). §. 2. Nähere Bestimmung des Begriffes einer Ascetik (Kap.-Nr.: 1298, Treffer: 4, Rang: 23): S. Bd11:127, [3]; S. Bd11:131.

Der geschlossene Handelsstaat (1800). Eigentlicher Grund des Anstosses, den man an der vorgetragenen Theorie nehmen wird (Kap.-Nr.: 528, Treffer: 1, Rang: 24): S. Bd03:510.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §. 7. 4. Lehrsatz. Das Streben des Ich, Gegenstreben des Nicht-Ich, und Gleichgewicht zwischen beiden […] (Kap.-Nr.: 118, Treffer: 11, Rang: 25): S. Bd01:287u; S. Bd01:288, [5]; S. Bd01:289, [3]; S. Bd01:290, [2].

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). I. (Kap.-Nr.: 633, Treffer: 15, Rang: 26): S. Bd05:17, [2]; S. Bd05:18, [5]; S. Bd05:19, [6]; S. Bd05:20; S. Bd05:22.

Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794). 3. Ueber die Verschiedenheit der Stände in der Gesellschaft (Kap.-Nr.: 793, Treffer: 12, Rang: 27): S. Bd06:313; S. Bd06:315, [7]; S. Bd06:317; S. Bd06:318, [3].

Das System der Sittenlehre (1798). §.18. Systematische Aufstellung der Bedingungen der Ichheit, in ihrer Beziehung auf den Trieb, nach absoluter Selbstständigkeit (Kap.-Nr.: 570, Treffer: 32, Rang: 28): S. Bd04:212u, [4]; S. Bd04:213, [6]; S. Bd04:215, [7]; S. Bd04:217; S. Bd04:219, [2]; S. Bd04:220; S. Bd04:221, [2]; S. Bd04:222; S. Bd04:224; S. Bd04:231, [5]; S. Bd04:232, [2].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.20 (Kap.-Nr.: 417, Treffer: 1, Rang: 29): S. Bd03:329u.

Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810). §. 9. (Kap.-Nr.: 316, Treffer: 6, Rang: 30): S. Bd02:701, [4]; S. Bd02:702, [2].

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 45 (Kap.-Nr.: 225, Treffer: 4, Rang: 31): S. Bd02:145, [3]; S. Bd02:146.

Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794). 2. Ueber die Bestimmung des Menschen in der Gesellschaft (Kap.-Nr.: 792, Treffer: 12, Rang: 32): S. Bd06:304, [3]; S. Bd06:306; S. Bd06:307; S. Bd06:308, [4]; S. Bd06:309, [2]; S. Bd06:310.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). D. (Kap.-Nr.: 379, Treffer: 1, Rang: 33): S. Bd03:232.

Das System der Sittenlehre (1798). §.15. Systemat. Aufstellung der formalen Bedingungen der Moralität unserer Handlungen (Kap.-Nr.: 564, Treffer: 19, Rang: 34): S. Bd04:166, [5]; S. Bd04:167, [3]; S. Bd04:170, [3]; S. Bd04:171, [2]; S. Bd04:172, [6].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 1 (Kap.-Nr.: 396, Treffer: 2, Rang: 35): S. Bd03:305, [2].

A. Sonnenklarer Bericht (1801). 6. Lehrstunde (Kap.-Nr.: 257, Treffer: 1, Rang: 36): S. Bd02:406.

Das System der Sittenlehre (1798). Anhang (Kap.-Nr.: 566, Treffer: 5, Rang: 37): S. Bd04:198u, [3]; S. Bd04:204, [2].

Ueber das Wesen des Gelehrten (1805). 3. Vom angehenden Gelehrten überhaupt; insbesondere vom Talente und Fleisse (Kap.-Nr.: 803, Treffer: 13, Rang: 38): S. Bd06:373, [4]; S. Bd06:374, [4]; S. Bd06:375, [4]; S. Bd06:377.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.38 (Kap.-Nr.: 437, Treffer: 2, Rang: 39): S. Bd03:352, [2].

Das System der Sittenlehre (1798). §.16. Ueber die Ursache des Bösen im endlichen vernünftigen Wesen (Kap.-Nr.: 565, Treffer: 17, Rang: 40): S. Bd04:179; S. Bd04:180, [2]; S. Bd04:184; S. Bd04:185, [5]; S. Bd04:186, [2]; S. Bd04:187; S. Bd04:188, [2]; S. Bd04:191, [3].

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 43 (Kap.-Nr.: 223, Treffer: 3, Rang: 41): S. Bd02:137, [2]; S. Bd02:138.

Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810). §. 13. (Kap.-Nr.: 320, Treffer: 4, Rang: 42): S. Bd02:707, [2]; S. Bd02:708, [2].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.42 (Kap.-Nr.: 443, Treffer: 3, Rang: 43): S. Bd03:356u, [3].

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 46 (Kap.-Nr.: 226, Treffer: 4, Rang: 44): S. Bd02:146u, [2]; S. Bd02:147; S. Bd02:149.

Das System der Sittenlehre (1798). §. 3 (Kap.-Nr.: 544, Treffer: 19, Rang: 45): S. Bd04:40, [4]; S. Bd04:41, [2]; S. Bd04:43, [7]; S. Bd04:44; S. Bd04:45; S. Bd04:46; S. Bd04:48, [2]; S. Bd04:49.

Reden an die deutsche Nation (1808). 10. Zur nähern Bestimmung der deutschen Nationalerziehung (Kap.-Nr.: 868, Treffer: 11, Rang: 46): S. Bd07:413; S. Bd07:414, [4]; S. Bd07:416, [4]; S. Bd07:417; S. Bd07:420.

Appellation an das Publicum (1799). Appellation an das Publicum (1799) (Kap.-Nr.: 660, Treffer: 1, Rang: 47): S. Bd05:198.

Reden an die deutsche Nation (1808). 1. Vorerinnerungen und Uebersicht des Ganzen (Kap.-Nr.: 859, Treffer: 4, Rang: 48): S. Bd07:270; S. Bd07:273, [2]; S. Bd07:276.

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). II. (Kap.-Nr.: 634, Treffer: 10, Rang: 49): S. Bd05:26; S. Bd05:27, [2]; S. Bd05:28, [3]; S. Bd05:29, [2]; S. Bd05:33, [2].

Fünf Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1811). 5. Vorlesung (Kap.-Nr.: 1311, Treffer: 13, Rang: 50): S. Bd11:196, [4]; S. Bd11:197, [4]; S. Bd11:198, [4]; S. Bd11:201.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.19 (Kap.-Nr.: 416, Treffer: 1, Rang: 51): S. Bd03:328.

Recensionen (1793-1796). B. F.H.Gebhard, Ueber die sittliche Güte (1793) (Kap.-Nr.: 988, Treffer: 5, Rang: 52): S. Bd08:420, [2]; S. Bd08:422; S. Bd08:423, [2].

Vermischte Schriften und Aufsätze (1786-1811). E. Ueber Belebung und Erhöhung des reinen Interesse für Wahrheit (1795) (Kap.-Nr.: 965, Treffer: 9, Rang: 53): S. Bd08:342, [3]; S. Bd08:343, [2]; S. Bd08:344, [4].

Ueber das Wesen des Gelehrten (1805). 2. Nähere Bestimmung des Begriffes der göttlichen Idee (Kap.-Nr.: 802, Treffer: 5, Rang: 54): S. Bd06:368; S. Bd06:369, [2]; S. Bd06:370; S. Bd06:371.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §. 7 (Kap.-Nr.: 402, Treffer: 2, Rang: 55): S. Bd03:315, [2].

Die Bestimmung des Menschen (1800). 3. Buch. Glaube (Kap.-Nr.: 238, Treffer: 9, Rang: 56): S. Bd02:249, [2]; S. Bd02:250; S. Bd02:253, [2]; S. Bd02:255; S. Bd02:256, [3].

Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810). §. 10. (Kap.-Nr.: 317, Treffer: 1, Rang: 57): S. Bd02:702u.

Die Thatsachen des Bewusstseyns (1810). 4. Cap. Das Sittengesetz als Princip des Lebens, und dieses als Anschaubarkeit des ersten (Kap.-Nr.: 300, Treffer: 15, Rang: 58): S. Bd02:665; S. Bd02:670, [4]; S. Bd02:671, [4]; S. Bd02:672, [4]; S. Bd02:673; S. Bd02:678.

Ascetik als Anhang zur Moral (1798). §. 1. Vorbegriff der Ascetik (Kap.-Nr.: 1297, Treffer: 2, Rang: 59): S. Bd11:121, [2].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.6. 5.Lehrsatz (Kap.-Nr.: 353, Treffer: 3, Rang: 60): S. Bd03:78; S. Bd03:79; S. Bd03:81.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.40 (Kap.-Nr.: 441, Treffer: 2, Rang: 61): S. Bd03:354u, [2].

Die Staatslehre (1813). II. (Kap.-Nr.: 600, Treffer: 4, Rang: 62): S. Bd04:514, [3]; S. Bd04:515.

Das System der Sittenlehre (1798). §.25. Von der Pflicht, unmittelbar Moralität zu verbreiten und zu befördern (Kap.-Nr.: 579, Treffer: 7, Rang: 63): S. Bd04:315, [4]; S. Bd04:318, [2]; S. Bd04:319.

Reden an die deutsche Nation (1808). 2. Vom Wesen der neuen Erziehung im Allgemeinen (Kap.-Nr.: 860, Treffer: 5, Rang: 64): S. Bd07:283; S. Bd07:291, [4].

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 14. Vorlesung (Kap.-Nr.: 844, Treffer: 1, Rang: 65): S. Bd07:203 .

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). §.7. Deduction des Begriffs der Offenbarung aus Principien der reinen Vernunft a priori (Kap.-Nr.: 641, Treffer: 2, Rang: 66): S. Bd05:80, [2].

Politische Fragmente (1806-1813). I. Episode über unser Zeitalter (Kap.-Nr.: 885, Treffer: 3, Rang: 67): S. Bd07:520, [2]; S. Bd07:522.

Verantwortungsschriften gegen die Anklage des Atheismus (1799). I. (Kap.-Nr.: 670, Treffer: 1, Rang: 68): S. Bd05:252.

Zur Rechts- und Sittenlehre (1796-1813). Vorrede des Herausgebers (Bd.IV) (Kap.-Nr.: 532, Treffer: 9, Rang: 69): S. Bd04:VIII, [2]; S. Bd04:XI; S. Bd04:XV, [6].

Die Bestimmung des Menschen (1800). 1. Buch. Zweifel (Kap.-Nr.: 236, Treffer: 9, Rang: 70): S. Bd02:178; S. Bd02:184; S. Bd02:196; S. Bd02:197, [3]; S. Bd02:198, [3].

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.43 (Kap.-Nr.: 444, Treffer: 1, Rang: 71): S. Bd03:358u.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). §. 3. Dritter, seiner Form nach bedingter Grundsatz (Kap.-Nr.: 108, Treffer: 2, Rang: 72): S. Bd01:121, [2].

Ueber das Wesen des Gelehrten (1805). 6. Ueber die akademische Freiheit (Kap.-Nr.: 806, Treffer: 4, Rang: 73): S. Bd06:407, [2]; S. Bd06:408; S. Bd06:411.

Das System der Sittenlehre (1798). §.31. Ueber die Pflichten des ästhetischen Künstlers (Kap.-Nr.: 587, Treffer: 1, Rang: 74): S. Bd04:355.

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 41 (Kap.-Nr.: 221, Treffer: 3, Rang: 75): S. Bd02:130, [2]; S. Bd02:131.

Die Thatsachen des Bewusstseyns (1810). 2. Abschn. Thatsachen des Bewusstseyns in Beziehung auf das praktische Vermögen. 1. Cap. (Kap.-Nr.: 291, Treffer: 6, Rang: 76): S. Bd02:583, [2]; S. Bd02:584; S. Bd02:586, [2]; S. Bd02:592.

Fr. Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen (1801). 1. Beilage. Zur Einleitung (Kap.-Nr.: 922, Treffer: 1, Rang: 77): S. Bd08:64Fu.

Zur theoretischen Philosophie (1792-1810). Nachtrag (Bd.II) zu Geist und Buchstab (Kap.-Nr.: 323, Treffer: 2, Rang: 78): S. Bd02:710, [2].

Die Staatslehre (1813). 1. Abschn. Allgemeine Einleitung (Kap.-Nr.: 595, Treffer: 3, Rang: 79): S. Bd04:385, [2]; S. Bd04:389.

Reden an die deutsche Nation (1808). 5. Folgen aus der aufgestellten Verschiedenheit (Kap.-Nr.: 863, Treffer: 5, Rang: 80): S. Bd07:332, [2]; S. Bd07:335; S. Bd07:338, [2].

Das System der Sittenlehre (1798). §.23. Von den Pflichten in Absicht der formalen Freiheit aller vernünftigen Wesen (Kap.-Nr.: 577, Treffer: 5, Rang: 81): S. Bd04:281, [4]; S. Bd04:288.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 16. Vorlesung (Kap.-Nr.: 846, Treffer: 4, Rang: 82): S. Bd07:231 ; S. Bd07:233 , [2]; S. Bd07:237 .

Das System der Sittenlehre (1798). §. l. Aufgabe (Kap.-Nr.: 542, Treffer: 3, Rang: 83): S. Bd04:28, [2]; S. Bd04:29.

Fr. Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen (1801). 4. Worauf es, zufolge dieses höchsten Grundsatzes, unserm Helden bei allen seinen Disputen angekommen sey (Kap.-Nr.: 913, Treffer: 1, Rang: 84): S. Bd08:21u.

Die Bestimmung des Menschen (1800). 3. Buch. I (Kap.-Nr.: 239, Treffer: 1, Rang: 85): S. Bd02:260.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). Inhalt: Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (Kap.-Nr.: 102, Treffer: 1, Rang: 86): S. N.N.

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). §.8. Von der Möglichkeit des im Begriffe der Offenbarung vorausgesetzten empirischen Datums (Kap.-Nr.: 642, Treffer: 4, Rang: 87): S. Bd05:87; S. Bd05:88; S. Bd05:90; S. Bd05:106.

Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse (1810). §. 11. (Kap.-Nr.: 318, Treffer: 1, Rang: 88): S. Bd02:703u.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 2. Vorlesung (Kap.-Nr.: 832, Treffer: 3, Rang: 89): S. Bd07:22; S. Bd07:26; S. Bd07:31.

Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794). 5. Prüfung der Rousseauschen Behauptungen […] (Kap.-Nr.: 795, Treffer: 3, Rang: 90): S. Bd06:336; S. Bd06:343, [2].

Das System der Rechtslehre (1812). Deduktion des Eigenthumsrechtes des Landbauers (Kap.-Nr.: 1247, Treffer: 1, Rang: 91): S. Bd10:551.

Politische Fragmente (1806-1813). II. Ueber Zufall, Loos, Wunder u.s.w. (Kap.-Nr.: 896, Treffer: 1, Rang: 92): S. Bd07:591.

Politische Fragmente (1806-1813). Letztes Ziel der Verfassung der Deutschen (Kap.-Nr.: 889, Treffer: 1, Rang: 93): S. Bd07:532.

Fünf Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1811). 1. Vorlesung (Kap.-Nr.: 1306, Treffer: 2, Rang: 94): S. Bd11:160, [2].

Populärphilosophische Schriften (1793-1813). Vorrede des Herausgebers. (Bd.VIII) (Kap.-Nr.: 902, Treffer: 2, Rang: 95): S. Bd08:V, [2].

Reden an die deutsche Nation (1808). 6. Darlegung der deutschen Grundzüge in der Geschichte (Kap.-Nr.: 864, Treffer: 3, Rang: 96): S. Bd07:345, [2]; S. Bd07:347.

Die Thatsachen des Bewusstseyns (1810). 2. Cap. (Kap.-Nr.: 292, Treffer: 1, Rang: 97): S. Bd02:595.

Die Anweisung zum seligen Leben (1806). 2. Vorlesung (Kap.-Nr.: 740, Treffer: 4, Rang: 98): S. Bd05:425, [3]; S. Bd05:426.

Rede an seine Zuhörer (1813). Rede an seine Zuhörer (Kap.-Nr.: 608, Treffer: 1, Rang: 99): S. Bd04:604.

Die Anweisung zum seligen Leben (1806). 8. Vorlesung (Kap.-Nr.: 746, Treffer: 4, Rang: 100): S. Bd05:514, [2]; S. Bd05:515, [2].

Fr. Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen (1801). 2. Wie unser Held zu diesem sonderbaren höchsten Grundsatze gekommen seyn möge (Kap.-Nr.: 911, Treffer: 2, Rang: 101): S. Bd08:12; S. Bd08:14.

Die Thatsachen des Bewußtseins (1813). [XI.Vortrag] (Kap.-Nr.: 1100, Treffer: 1, Rang: 102): S. Bd09:514.

Vermischte Schriften und Aufsätze (1786-1811). D. Von der Sprachfähigkeit und dem Ursprunge der Sprache (1795) (Kap.-Nr.: 964, Treffer: 10, Rang: 103): S. Bd08:305; S. Bd08:306; S. Bd08:307, [2]; S. Bd08:308; S. Bd08:309; S. Bd08:315; S. Bd08:321; S. Bd08:322, [2].

Zwei Predigten aus dem Jahre 1791. Ueber die Wahrheitsliebe (Kap.-Nr.: 954, Treffer: 3, Rang: 104): S. Bd08:262, [2]; S. Bd08:263.

Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794). 4. Ueber die Bestimmung des Gelehrten (Kap.-Nr.: 794, Treffer: 3, Rang: 105): S. Bd06:324; S. Bd06:325, [2].

Die Staatslehre (1813). III. (Kap.-Nr.: 603, Treffer: 2, Rang: 106): S. Bd04:590; S. Bd04:594.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 1. Vorlesung (Kap.-Nr.: 831, Treffer: 3, Rang: 107): S. Bd07:9; S. Bd07:10, [2].

Ueber Macchiavelli [NL](1807). In wiefern Macchiavelli’s Politik auch noch auf unsere Zeiten Anwendung habe (Kap.-Nr.: 1397, Treffer: 1, Rang: 108): S. Bd11:420u.

Zweite Einleitung in die Wissenschaftslehre (1797). 10. (Kap.-Nr.: 162, Treffer: 1, Rang: 109): S. Bd01:507.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.17 (Kap.-Nr.: 371, Treffer: 4, Rang: 110): S. Bd03:209, [4].

Die Thatsachen des Bewusstseyns (1810). 5. Cap. Die Anschauung Gottes als Princip des Sittengesetzes […] (Kap.-Nr.: 301, Treffer: 1, Rang: 111): S. Bd02:680.

Die Wissenschaftslehre (1804). XXVI. Vortrag (Kap.-Nr.: 1215, Treffer: 2, Rang: 112): S. Bd10:296; S. Bd10:298.

Berichtigung d.Urtheile d.Publicums über d.fr. Revolution (1793). IV. (Einleitung) (Kap.-Nr.: 776, Treffer: 1, Rang: 113): S. Bd06:76u.

Das System der Rechtslehre (1812). Fortsetzung der Analyse (Kap.-Nr.: 1242, Treffer: 1, Rang: 114): S. Bd10:513.

Fr. Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen (1801). 3. Wie im allgemeinen dieser höchste Grundsatz im Leben unsers Helden sich geäussert habe (Kap.-Nr.: 912, Treffer: 1, Rang: 115): S. Bd08:20.

Versuch einer Kritik aller Offenbarung (1792). §.3. Deduction der Religion überhaupt (Kap.-Nr.: 636, Treffer: 2, Rang: 116): S. Bd05:39u; S. Bd05:47.

Das System der Sittenlehre (1798). B. Ueber das Verhältniss der Eltern und Kinder, und die aus diesem Verhältnisse entspringenden gegenseitigen Pflichten (Kap.-Nr.: 583, Treffer: 1, Rang: 117): S. Bd04:334.

Ascetik als Anhang zur Moral (1798). §. 4. Gegenmittel gegen das Verderben der bloß spekulativen Stimmung insbesondere (Kap.-Nr.: 1300, Treffer: 1, Rang: 118): S. Bd11:142.

Das System der Sittenlehre (1812). [I.] (Kap.-Nr.: 1278, Treffer: 4, Rang: 119): S. Bd11:62; S. Bd11:68; S. Bd11:69; S. Bd11:74.

Das System der Sittenlehre (1812). Recapitulation (Kap.-Nr.: 1276, Treffer: 1, Rang: 120): S. Bd11:21.

Darstellung der Wissenschaftslehre (1801). §. 48 (Kap.-Nr.: 228, Treffer: 1, Rang: 121): S. Bd02:162.

Die Anweisung zum seligen Leben (1806). Inhalt: Die Anweisung zum seligen Leben (1806) (Kap.-Nr.: 736, Treffer: 1, Rang: 122): S. Bd05:578.

Die Wissenschaftslehre (1812). Zweiter Theil des dritten Abschnitts des dritten Kapitels (Kap.-Nr.: 1231, Treffer: 10, Rang: 123): S. Bd10:428; S. Bd10:429; S. Bd10:444; S. Bd10:455; S. Bd10:475, [4]; S. Bd10:485; S. Bd10:486.

Die Bestimmung des Menschen (1800). 3. Buch. III (Kap.-Nr.: 241, Treffer: 1, Rang: 124): S. Bd02:293.

Reden an die deutsche Nation (1808). 11. Wem die Ausführung dieses Erziehungsplanes anheimfallen werde (Kap.-Nr.: 869, Treffer: 1, Rang: 125): S. Bd07:440.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.14. Das Princip aller Zwangsgesetze (Kap.-Nr.: 363, Treffer: 1, Rang: 126): S. Bd03:143.

Poesien und metrische Uebersetzungen (1786-1812). C. Uebersetzungen aus dem Portugiesischen, Spanischen und Italiänischen (Kap.-Nr.: 998, Treffer: 1, Rang: 127): S. Bd08:473.

Die Anweisung zum seligen Leben (1806). 1. Vorlesung (Kap.-Nr.: 739, Treffer: 2, Rang: 128): S. Bd05:407, [2].

Das System der Sittenlehre (1798). §. 7. Bestimmung der Causalität das Vernunftwesens durch ihren inneren Charakter. 4. Lehrsatz (Kap.-Nr.: 552, Treffer: 1, Rang: 129): S. Bd04:101.

Politische Fragmente (1806-1813). III. Ueber Ehe, den Gegensatz von altem und neuem Staat und Religion u.s.w. (Kap.-Nr.: 897, Treffer: 1, Rang: 130): S. Bd07:598.

Das System der Sittenlehre (1812). [IV.] (Kap.-Nr.: 1286, Treffer: 2, Rang: 131): S. Bd11:114; S. Bd11:115.

Die Wissenschaftslehre (1804). II. Vortrag (Kap.-Nr.: 1153, Treffer: 1, Rang: 132): S. Bd10:98.

Zur Religionsphilosophie (1790-1806). Vorrede des Herausgebers. (Bd.V) (Kap.-Nr.: 616, Treffer: 1, Rang: 133): S. Bd05:XXIX.

Ueber das Wesen des Gelehrten (1805). 5. Wie die Rechtschaffenheit des Studirenden sich äussere (Kap.-Nr.: 805, Treffer: 1, Rang: 134): S. Bd06:394.

Ueber Geist und Buchstab in der Philosophie (1794). Dritter Brief (Kap.-Nr.: 962, Treffer: 1, Rang: 135): S. Bd08:293.

Die Staatslehre (1813). 2. Abschn. Ueber den Begriff des wahrhaften Krieges (Kap.-Nr.: 596, Treffer: 1, Rang: 136): S. Bd04:410.

Das System der Sittenlehre (1798). Vorerinnerung zu dieser Deduction (Kap.-Nr.: 548, Treffer: 1, Rang: 137): S. Bd04:73.

Die Staatslehre (1813). 3. Abschn. Von der Errichtung des Vernunftreiches. Voraussetzungen (Kap.-Nr.: 597, Treffer: 1, Rang: 138): S. Bd04:431.

Die Staatslehre (1813). II. (Kap.-Nr.: 602, Treffer: 3, Rang: 139): S. Bd04:537; S. Bd04:538; S. Bd04:562.

Das System der Sittenlehre (1798). §.20. Ueber die allgemeinen bedingten Pflichten (Kap.-Nr.: 574, Treffer: 1, Rang: 140): S. Bd04:267.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). 1. Theil. Grundsätze der ges. Wissenschaftslehre. §. 1. Erster, schlechthin unbedingter Grundsatz (Kap.-Nr.: 105, Treffer: 1, Rang: 141): S. Bd01:101.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 5. Vorlesung (Kap.-Nr.: 835, Treffer: 1, Rang: 142): S. Bd07:66.

Fünf Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1811). 2. Vorlesung (Kap.-Nr.: 1307, Treffer: 1, Rang: 143): S. Bd11:166.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 7. Vorlesung (Kap.-Nr.: 837, Treffer: 1, Rang: 144): S. Bd07:101.

Die Bestimmung des Menschen (1800). 3. Buch. II (Kap.-Nr.: 240, Treffer: 1, Rang: 145): S. Bd02:268.

Appellation an das Publicum (1799). II. (Kap.-Nr.: 662, Treffer: 1, Rang: 146): S. Bd05:217.

Die Thatsachen des Bewußtseins (1813). [VI.Vortrag] (Kap.-Nr.: 1095, Treffer: 1, Rang: 147): S. Bd09:466.

Die Staatslehre (1813). Deduction des Gegenstandes der Menschengeschichte (Kap.-Nr.: 598, Treffer: 2, Rang: 148): S. Bd04:478; S. Bd04:480.

Reden an die deutsche Nation (1808). 9. An welchen in der Wirklichkeit vorhandenen Punct die neue Nationalerziehung der Deutschen anzuknüpfen sey (Kap.-Nr.: 867, Treffer: 1, Rang: 149): S. Bd07:402.

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 17. Vorlesung (Kap.-Nr.: 847, Treffer: 1, Rang: 150): S. Bd07:249 .

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1804). 8. Vorlesung (Kap.-Nr.: 838, Treffer: 1, Rang: 151): S. Bd07:118.

Reden an die deutsche Nation (1808). 8. Was ein Volk sey, in der höhern Bedeutung des Worts,und was Vaterlandsliebe? (Kap.-Nr.: 866, Treffer: 1, Rang: 152): S. Bd07:379.

Inhaltsübersicht (Kap.-Nr.: 3, Treffer: 2, Rang: 153): N.N.

Deducirter Plan einer zu Berlin zu errichtenden … Lehranstalt (1807). I. Begriff einer durch die Zeitbedürfnisse geforderten höheren Lehranstalt überhaupt (Kap.-Nr.: 935, Treffer: 1, Rang: 154): S. Bd08:99.

Tagebuch über den animalischen Magnetismus (1813). Tagebuch über den animalischen Magnetismus (Kap.-Nr.: 1340, Treffer: 2, Rang: 155): S. Bd11:320; S. Bd11:327.

Der Patriotismus und sein Gegentheil (1807). 2. Gespräch (Kap.-Nr.: 1330, Treffer: 1, Rang: 156): S. Bd11:265.

Reden an die deutsche Nation (1808). 14. Beschluss des Ganzen (Kap.-Nr.: 872, Treffer: 1, Rang: 157): S. Bd07:496.

Grundlage des Naturrechts (1796/7). §.20. Ueber die peinliche Gesetzgebung (Kap.-Nr.: 386, Treffer: 1, Rang: 158): S. Bd03:273.

Zur Rechts- und Sittenlehre (1796-1813). Vorrede des Herausgebers (Bd.III) (Kap.-Nr.: 334, Treffer: 1, Rang: 159): S. Bd03:XXXV.

Einleitungsvorlesungen in die Wissenschaftslehre (1813). Einleitung in die Wissenschaftslehre (Kap.-Nr.: 1009, Treffer: 1, Rang: 160): S. Bd09:34.

Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre (1794). 3. Theil. Grundlage der Wissenschaft des Praktischen. §. 5. 2. Lehrsatz (Kap.-Nr.: 116, Treffer: 1, Rang: 161): S. Bd01:281.

Berichtigung d.Urtheile d.Publicums über d.fr. Revolution (1793). 5. Vom Adel insbesondere, in Beziehung auf das Recht einer Staatsveränderung (Kap.-Nr.: 782, Treffer: 1, Rang: 162): S. Bd06:211.

Auswahlbibliographie (Kap.-Nr.: 1415, Treffer: 2, Rang: 163): S. N.N, [2].

Zum Begriff des Triebes bei Fichte – 1. Teil

Zum Begriff des Triebes – 1. Teil

Die Natur des Menschen ist nach den Prinzipien der WISSENSCHAFTSLEHRE FICHTES ein Sich-Bilden, ein theoretisches und praktischen Konstituieren von Selbstbewusstseins auf der Basis des Produktes der (theoretisch wie praktisch) ursprünglich produzierenden Einbildungskraft. Dabei spielen theoretische und praktische Konstitution ganz ineinander, denn notwendig setzt das Ich sein ganzes Sein und will dies nach einem Zweckbegriff realisieren. Für die angehende Definition des Triebes spielt natürlich die praktische Konstitution des Selbstbewusstseins die Hauptrolle, aber davon könnte umgekehrt nicht die Rede sein, wenn nicht der Triebbegriff theoretisch im ästhetischen Trieb denkbar und ableitbar wäre. Bekanntlich stehen bei KANT theoretische und praktische Vernunft noch nebeneinander, bei FICHTE ist es die eine Vernunft, die eine allgemeine Ichheit (platonisch: qualitative Totalitätsallgemeinheit), aus der sowohl Vorstellung wie Streben bzw. das gehemmte Streben als Trieb, in Einheit und Differenz, abgeleitet werden.

Es gibt mancherlei Sekundärliteratur zum Triebbegriff bei FICHTE.1 Es kommt auf die Geschlossenheit der Ableitung an – und hier halte ich mich an die Naturlehre nach den Prinzipien der WL, Hamburg 1984 von R. LAUTH, zumal dort wie nirgends der originale Wortlaut FICHTES einerseits beibehalten, andererseits die Richtung der Interpretation ganz klar herausgestellt wird.

1) Das oberste Gefühl ist das Streben.

Das Streben wird in der PRACTISCHEN PHILOSOPHIE (1794) phänomenologisch als Handeln, das keine Kausalität hat, gefasst (GA II, 3, 183). Dass wir das Streben nur fühlen können, ist klar, denn sonst müssten wir eine reale Wirkung des Strebens erkennen können. Dennoch ist, was wir Streben nennen, gedanklich einzuholen. Es steckt in ihm eine Denkfunktion, insofern als es immer in einer „Relation“, das heißt, einer Beziehung, besteht (GA II, 3, 262).2

Das Streben hat also durchaus Realität. Es soll weiter bestimmt werden im anschauenden und das Nicht-Ich empfindenden Ich, mithin in der Vorstellung. Da aber praktisch-handelndes und theoretisch-erkennendes Ich zusammengehören, ist die Vorstellung selbst bereits eine der Formen eines gehemmten, praktischen Strebens und bereits eine Lösung der Aufgabe, was Streben im weitesten Sinn bedeutet, mithin auch das Vorstellen bereits ein Streben ist und von einem Trieb bestimmt wird. im Vorstellen bereits ein Streben und ein Vorstellungstrieb steckt.

Welche Relation steckt im Streben? Welche Denkfunktion? Es soll eine Wirkung gedacht werden, die als solche nur in ihrer Erscheinungsweise erkannt werden kann, als gefühlte Hemmung, nichtsdestotrotz aber eine Forderung nach Kausalität in sich enthält, ein übergeordnetes Sollen darstellt, eine geistige Kraft ist, die das Leben treibt. Das Denken erstellt (oder erfindet) dabei nicht selbst die Relata zwischen unerfülltem und erfülltem Streben, es fixiert und reguliert nur notwendig das theoretisch wie praktisch sich äußernde  Streben des Ichs. Das Denkverhältnis ist selbst eine abgeleitete Form der Vernunftrealisierung, die sein soll und aus dem absoluten Setzen der Erscheinung des Absoluten kommt und dargestellt wird in der Ichform eines interpersonalen und individuellen Ichs. Da aber offensichtlich das Ich gehemmt sein soll – aus Gründen, die wir hier noch nicht beantworten können -, verwandelt sich das ursprüngliche Setzen in ein Streben.

Das Streben in der ichlichen Weise ist dabei von vornherein bereits

a) auch eine Vorstellungsweise,  dass  Denken und Sein der absoluten Vernunftrealisation  soweit wie möglich entsprechen soll.
Da dieses aber aus Gründen der Unerklärlichkeit eines Anstoßes bzw. einer Hemmung bzw. eines Aufrufes nicht möglich ist, verwandelt sich das Streben (nach notwendigen Gesetzen der Reflexion) in ein

b) ichlich Vorgestelltes im Nicht-Ich. Das Nicht-Ich selbst wird als Substanz und Akzidens, als Ursache und Wirkung und in Wechselwirkung im Ich und mit dem Ich vorgestellt.

Schließlich c) sucht das freie Streben ein ichliches Objekt, dass seinerseits Freiheit ist und ein ichliches Streben sein kann, d. h. eine andere Person.

Das zuerst Aufzufassende im Streben des (endlichen) Ichs ist das durch die Hemmung (oder einen Aufruf) bestimmte Gefühl; da dieses Gefühl aber einer nach vollkommener Realisierung der Vernunft strebenden Ichs nur ein Mangelgefühl offenbart, versucht das sich in idealer und realer Tätigkeit sich durchhaltende Ich in der Zeit- und Raumform das Ziel des Strebens zu erreichen.

Ein von außen als „Ding an sich“ (Empfindung)  auf das Ich einströmendes Nicht-Ich in einer objektiven Zeit- und Raumform ist natürlich nicht denkbar und könnte für sich das Streben nicht erfüllen.3 FICHTE sagt deshalb in seiner ersten WL der „EIGNE MEDITATIONEN“, dass  die Anschauungsformen von Zeit und Raum selbst schon „Formen der Empfindbarkeit“ (GA II, 3, 130.) sind.4

Das nachvollziehende Denken ahmt das theoretisch wie praktisch bestimmte Schweben der Einbildungskraft nach und bestimmt durch diesen grundlegenden Akt bzw. die verschiedenen Akte der Urteilskraft, der Verstandesleistungen, der Vernunftideen, die reale und ideale Reihe des Bewusst-Seins.

Hat das Ich sein Streben gesetzt, als Gefühl, als nicht zur Wirkung kommende Kausalität, weil es eben durch ein inhaltliches Gegenstreben des Nicht-Ichs gehemmt wird, vergleicht das Ich sein Streben und das Gegenstreben:

Dem Vorstellungsvermögen kommt darin durchaus eine Art Privileg zu in der Verarbeitung der Hemmung: Im Schweben der ursprünglich produzierenden Einbildungskraft vermag die Vorstellung ein Gleichgewicht zwischen hemmender und darüber hinausgehender idealer (intelligenter) Tätigkeit zu erzeugen – und widersteht so bereits dem Schock und der Hemmung, indem sie idealiter nicht daran gebunden ist. Der Vorstellungstrieb wird somit in der Vorstellung immer befriedigt, wenn auch die anderen sinnlichen und praktischen Triebe den Ausgleich erst finden müssen, weil relativ das Faktum des Nicht-Ichs bestehen bleiben soll.

Das ganze Streben des Ichs soll auf Verichlichung des Nicht-Ichs gehen, mithin über die Vorstellung hinaus befriedigt und erfüllt werden. Subjektiv erlebt das Ich das über das Gleichgewicht der Vorstellung hinausgehende Streben Gefühl als ein Gefühl des Nichtkönnens, des Gezwungenseins. Sein eigenes Streben, das, gerade weil es keine Kausalität im Objekt erlangt, wirkt auf sich selbst zurück, es wird zum Trieb.5 Der Trieb wird erlebt, und zwar im Kraftgefühl, d. h. im Gefühl des auf sich selbst gehenden Strebens, das zwar auf eine Wirkung ausgeht, aber am Bewirken gehindert wird. (Vgl. R. Lauth, Naturlehre, 1984, S 50)  

3) Sinnlicher und geistiger Trieb und deren Einheit

Der Trieb ist die phänomenologische Äußerung des gehemmten Wollens, und synthetisch mit der Vorstellung des Idealisierens und mittels verstandlichem Zweckbegriff erkenntniskritisch weiter bestimmbar.

Das Wollen, das gehemmt ist und auf sich selbst zurückwirkt, schließt sowohl ein natürlich-spontanes Angehen gegen eine Hemmung ein – was auf der naturalen Ebene des Lebens als sinnlicher Trieb bezeichnet werden kann – und schließt auch ein teilweises freies Entscheiden gegen oder für eine gehemmte Tendenz ein, was auf der Ebene des freien Angehens und  freien Entscheidens als ein geistiger Trieb im weitesten Sinne bezeichnet werden kann (Bildungstrieb, Erkenntnistrieb etc.)6

Beide Triebe gehören als natural-spontane wie geistig-freie in einer Dialektik der Spontanziele und frei ergriffener Vernunftziele zusammen, da sie ja einer Tendenz des Wollens entspringen bzw., wie FICHTE sagt, einem „Urtriebe“ (SITTENLEHRE, SW IV, 130 u. a. ), der sich modifiziert in der Fünffachheit der Vernunftrealisation (Wlnm) darstellt. 7

Die Überwindung der Hemmung auf der real-sinnlichen Ebene steht im Dienst einer praktischen Vernunftrealisation, sei es, was die Erkenntnis und Beherrschung der sinnlichen Natur betrifft, als auch was die gesellschaftliche Natur und die freie Konsensualität des Vernunftwesens betrifft.

Ursprünglich erklärt sich das Selbstbewusstsein seine Kraft und sein Gefühl durch die Hemmung. Eine Hemmung ist im Streben deshalb nie irrelevante, bloß hemmende, tote Grenze, sondern ein dem Streben entgegengesetzte Kraft. Sie ist gleichfalls Kraft, gleichfalls strebend, d. h. sie muss auf Kausalität einerseits ausgehen und sie darf andererseits auch keine übermächtige Kausalität haben. (vgl. GRUNDLAGE, GA I, 2, 417.)

M. a. W., das gehemmte Streben, d. h. der sich selbst bestimmende Wille in seinem spezifischen Gehemmtsein, äußert sich deshalb notwendig (der phänomenalen Seite nach) als Trieb, als Kausalität, die aber verhindert ist.

Nach den Prinzipien der WISSENSCHAFTSLEHRE gibt es einen geschlossenen, apriorischen Zusammenhang zwischen Naturstreben und Vernunftstreben. Ersteres Streben ist die Sphäre der Vernunft in spontanen Aktionen; letztere Sphäre ist die freie Realisierung einer Sinnforderung. Das System des spontanen und freien Vernunfthandlungen ist in einem apriorischen Sinne geschlossen und vollendet – und ist zugleich ein offenes System, weil  konstitutiv die sinnlich-aposteriorischen und geistig-interpersonalen  Bedingungen der Realisierung für den theoretischen wie praktischen Bereich nicht selbst herbeigeführt werden können.
M. a. W. ein Trieb als Naturtrieb, wenn wir ihn z. B. auf die Sphäre des organischen Lebens beziehen wollen, ist einerseits durch sein Objekt vollkommen bestimmt und fordert seine ursprüngliche Realisierung, andererseits steht er selber in einer höheren Forderung der Sinn-Realisierung der Vernunft und ist dieser untergeordnet. Naturtrieb und Vernunfttrieb sind in letzter Konsequenz nicht entgegengesetzt, sondern beide sind Vernunfttendenz. Auf die Wechselwirkung der beiden Triebe beruht die Erscheinung des empirischen Ichs.

 

© Dr. Franz Strasser, 14. 1. 2017

————-

Weitere Literatur:

FRANZ BADER, Zu Fichtes Lehre vom prädeliberativen Willen, in: Transzendentalphilosophie als System, hrsg. v. ALBERT MUES, Hamburg 1989, 212-241.

FRANZ BADER, Systemidee und Interpersonalitätstheorie in Fichtes Wissenschaftslehre. In: Der transzendental-philosophische Zugang zur Wirklichkeit. Beiträge zur Fichte-Forschung. Hrsg. v. Erich Fuchs, Marco Ivaldo und Giovanni Moretto, Stuttgart 2001, 65 – 106.

—————

1Siehe z. B. Carla De Pascale, Die Trieblehre bei Fichte, Fichte-Studien Bd. 6, a. a. O., 1994, 229 – 251.
Oder: Hans Georg von Manz, Das Problem der Anwendung in der Ethik. In: Der transzendentalphilosophische Zugang zur Wirklichkeit. Beiträge aus der aktuellen Fichte-Forschung, hrsg. v. Erich Fuchs u. a., Stuttgart-Bad Cannstatt, 2001, 381 – 392.

2. Vgl. K. Hammacher, Die Vollendung der WL in einer Affektenlehre, Fichte-Studien, Bd. 11, 379 – 396, 388.

3Es herrscht m. E. totales Erkenntnis-Chaos, wenn man in irgendwelche „Sinnesdaten – und Wahrnehmungstheorien“ hineinliest. Siehe z. B. einen Überblick bietet W. Detel, Grundkurs Philosophie, Bd. 4., Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Hamburg 2007.

4M. a. W., gäbe es keine Zeitform und Raumform, so würde entweder das empirisch gewollte Streben genügen, das Gefühl oder die Sinnerfüllung unmittelbar anzustreben und herbeizuführen – oder es kann sowieso, mangels Zeit- und Raumanschauung, nie und nirgends, an keiner Zeit- und Raumstelle, etwas schematisiert und als solches vorgestellt werden. Raum und Zeit sind aber bereits synthetisierte Formen der Empfindbarkeit, mithin erste Anfänge der Freiheit.

5Letzte Kraft in diesem gehemmten Streben ist dabei der Wille, der sich im Gehemmtwerden selbst bestimmt.

6In der ersten Fassung des praktischen Teils der WL (PRACTISCHE PHILOSOPHIE, 1794, GA II, 3, 187) wird diese ideale Tätigkeit ausdrücklich bereits als „Trieb“ beschrieben.„Der Charakter dieses Strebens ist Selbstthätigkeit im Ganzen. Es muss sich also allenthalben äußer, wo die Selbstthätigkeit eingeengt wird, durch einen Trieb ihre Grenze zu erweitern.
Es wird gar nicht behauptet, daß sie dadurch ihre Grenze wirklich erweitre; daß dies Streben
Ursache werde. Bisher haben wir nur noch lediglich den Trieb, (…)

7Es kann aus Gründen der Freiheit dieser „Urtrieb“ in seiner vorgestellten und gedachten Realität und seiner strebenden Selbsttätigkeit weder theoretische noch praktisch gänzlich aufgelöst werden, denn dann wäre vollkommene Erkenntnis und vollkommenes praktisches Wissen notwendig. Es bleibt ein irrationaler Rest im theoretischen wie praktischen Erkennen erhalten, bei aller vernünftigen Durchdringung der begegnenden Wirklichkeit.