Irenäus von Lyon († um 202) Heilsordnung der Menschwerdung

Aus dem Buch gegen die Irrlehren.

Gott ist der Ruhm des Menschen, der Mensch aber ist das Gefäß der Schöpferkraft Gottes, all seiner Weisheit und Kraft.

Das ist keine anthropozentrische Überheblichkeit, wo doch der Mensch heute sich eh schon weit überschätzt, den Globus ausbeutet und zerstört, sondern Ausdruck einer gewährten Kommunion und Kommunikation.Weiterlesen

Vorwort zu den Kirchenvätern

Vorwort zu den Kirchenvätern

Täglich lese ich in der Lesehore des Breviers von den Kirchenvätern oder Heiligen – und oftmals denke ich mir, wie intuitiv und anschaulich konnten sie die positive Offenbarung weitergegeben!

Sie dachten im Sinne der Transzendentalphilosophie a) genetisch, denn alles musste aus der ursprünglichen Einsicht in die göttliche Wahrheit abgeleitet werden, b) reflexiv in ihren Ideen, denn alle Aussagen zu Gott, Vernunftwesen „Mensch“, Welt, Kirche, Schöpfung mussten letztlich in sich und auf sich selbst bezogen werden können, was sie besagen und bedeuten, schließlich waren sie dadurch c) zukunftsbezogen, denn aus der Erinnerung der Hl.… Weiterlesen

Athanasius († 373) Dem ganzen Menschen ist Heil widerfahren

Aus dem Brief an Epiktet.  
Der Apostel sagt, das Wort habe sich der
Nachkommenschaft Abrahams angenommen.

Von Anfang an wird von Athanasius eine überhistorische, geistige Zeitreihe angenommen, eine durch die göttliche Erwählung zusammengefasste Reihe und Richtung: Abraham – die Propheten – Jesus – die pilgernde Kirche.Weiterlesen

Hippolyt von Rom († nach 235) Offenbarung des göttlichen Heilsplanes

Aus dem Buch „Gegen die Irrlehren des Noetus“.

Brüder, Gott ist der Eine. Wir kennen ihn nur aus der Heiligen Schrift, und nicht aus anderer Quelle.

Will Hippolyt hier den Standpunkt einer negativen Theologie einnehmen, dass Gott aus dem endlichen Sein und bloßes Denken nicht erkannt werden kann?Weiterlesen

Hilarius von Poitiers († 367) Eines Flusses Arme

Aus einer Auslegung zu Psalm 65 (64).

’Der Fluss Gottes ist mit Wasser gefüllt, du schaffst ihnen Speise; du ordnest alles.’ (1) Über diesen Fluss gibt es keine Zweifel; denn der Prophet sagt: „Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt.“ (2) Und der Herr selbst sagt in den Evangelien: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt,“ (3) und wiederum: „Wer an mich glaubt, von dem sagt die Schrift: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.Weiterlesen