Zum Begriff des Transzendentalen – 6. Teil

Die Transzendentalien, das EINE (unum), WAHRE (verum), GUTE (bonum), SCHÖNE (pulchrum), seien konvertibel und austauschbar mit dem Seienden/dem wahren Sein.

1) Es ist in Fragen des methodischen Begründungsverfahrens transzendentalen Erkennens, d. h. in Fragen nach dem WIE des Erkennens und der Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit der Wissbarkeit durch Rückgriff auf eine transzendentale Geltungsform des Ich/der Ichheit/ und der daraus entspringenden, reinen Anschauungsformen und apriorischen Begriffen eine reine Akt-Kausalität der Freiheit vorausgesetzt – nennen wir sie „transzendentale Freiheit“ und „transzendentales Selbstbewusstseins“ -, welche Kausalität eine Produktion einer qualitativen Phänomenalität der Welterkenntnis schafft.Weiterlesen

Intellektuelle Anschauung bei KANT und FICHTE – 2. Teil, Schluss

Die unlösbare und undurchschaubare Einheit von unbegreiflichen Ding-an-sich und begreiflicher Faktizität der Erscheinung, wird von FICHTE in die Setzungsakte des Wissens zerlegt und erhellt werden können.

Zuvor aber wird von FICHTE selbst noch ein Argument bzw. selbstkritischer Einwand auf höherer, realistischer Ebene gebracht, die eine Auflösbarkeit des Subsumption des Phänomens unter dem Begriff des Fürsichbestehens verbietet: Es scheint für den Realismus doch zu sprechen, wenn schon nicht eine Einsicht in das unbegreifliche Ding-an-sich möglich ist, dass die Ursache einer Empfindung und Affektion im Rezeptivitätsvermögen des Ichs doch eindeutig etwas außerhalb des Selbstbewusstseins anzeigt, d.Weiterlesen

Fichte zur Logik Bardilis

Im Oktober 1800 hat Fichte kurze Rezensionen zu erschienenen Büchern und „Heften“ der Philosophie von C. G. Bardili und C. L. Reinhold verfasst, die nichts an Aktualität verloren haben.

Die Kritik Fichtes an Bardili betrifft die nicht eingestandenen und gesehenen Verobjektivierungen des Gedachten, wenn Bardili meint, die Wirklichkeit mit logischen Elementen aufbauen und verstehen zu können, ohne Seinsbegriff. Weiterlesen

Intellektuelle Anschauung bei KANT und FICHTE

FICHTES historisches Bild von KANT ist hinlänglich dargestellt worden – siehe u. a. hervorragend von Manfred Zahn, „Fichtes Kant-Bild“. 1

Nach Lektüre dieses Artikels und dem Hören einer Vorlesung von F. BADER wollte ich es nochmals genauer wissen. Worin unterschieden sich diese beiden Philosophen in der Diskussion des  Begriffes „intellektuelle Anschauung“?Weiterlesen