Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters – 4. Vorlesung

Bemerkenswert ist gleich der erste Satz zur Methode: Die angestrebte Beschreibung und Bestimmung seines gegenwärtigen Zeitalters will Fichte durch das zeitüberhobene, dialektische Denken erreichen, ansonsten er in einem hermeneutischen Zirkel befangen bliebe, d.  h.  was verstanden wird, wäre dann selber zeitlich wandelbar und relativ.Weiterlesen

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters – 3. Vorlesung

Nach einer anfänglichen Beschreibung des 3. Zeitalters der „leeren Freiheit“ und des positivistisches Erkenntnisbegriffes, der auf „Erfahrung“ gegründet ist – es wird in den folgenden Vorlesungen das 3. Zeitalter noch viel umfangreicher beschrieben werden – , will Fichte jetzt genauer erläutern, was eine vernünftige Durchdringung und Gestaltung der Wirklichkeit denn sein soll.Weiterlesen

Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters – 2. Vorlesung

Von einer apriorischen Zeit-Einheit und „Weltplan“ geht Fichte jetzt weiter zu einer Explikation des substantiellen Gattungsbegriffes (oder universellen Subjektsbegriffes) und kommt bereits zur Beschreibung seines gegenwärtigen Zeitalters. Es wird als Zeitalter vollständigen „Sündhaftigkeit“ beschrieben. Warum so abwertend und negativ?Weiterlesen

Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, 1806. 1. Vorlesung

Fichte, Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, SW VII, 1806. 1. Vorlesung (abk.=GdgZ)

Worum geht es? Es geht  um eine typische Anwendungsfrage der philosophischen Theorie und Wissenschaft –  hier bezogen auf das geschichtliche Sein. Es taucht ja immer wieder die prinzipielle Frage auf, wie a) Theorie und Praxis des Tuns und Lebens überhaupt zusammenhängen, explizit von der ideellen Vermittlung her gesehen, als auch b) wie eine spezifische Theorie  der Zeit und Zeitlichkeit innerhalb der Geschichtlichkeit des Daseins vermittelt werden kann.Weiterlesen

Transzendentale Analyse des Daseins – 3. Teil

Es fließen formale wie materiale Bestimmungen in jeden Erkenntnisprozess mitein, der  nochmals primär ein interpersonales Erkennen ist:  Bejahung oder Verneinung, Erbarmen, Ermunterung, Anerkennung, Dank, Erwartung oder Verachtung, Neid, Missgunst usw. Dieser Dialog (oder das Misslingen desselben) bleibt für das Ich und Du bezogen auf einen das Ich und das Du bindenden, kategorisch bestimmten Wert von Wahrheit und Materialität dieser Wahrheit.Weiterlesen