Philosophie zur Sprache – 3. Teil

Ich möchte in einem dritten Teil dem Denken von Sprache nochmals nachgehen. Wie in Teil 1 und 2 gesagt, „Die Sprache ist angeboren; sie ist dem Menschen durch ein Wunder gelehrt; sie ist von ihm selbst erfunden. – Alle drei sind durch berühmte Philosophen vertheidigt; durch ebenso berühmte widerlegt worden.“… Weiterlesen

Philosophie zur Sprache – 2. Teil

Philosophie zur Sprache – 2. Teil

Der Aufsatz von K. Kahnert war für mich äußerst kenntnisreich, was a) textkritisch die Quellenlage betrifft, als auch das dreifache, resultathafte Ergebnis b) Sprache ist angeboren, erfunden und göttliches Geschenk.

Ich möchte in verschiedener Richtung die Analyse noch weiterführen – in eher ungeschützter Weise: 

1) Um die Sinnbestimmung der Sprache als notwendige Bedingung des Gelingens von Interpersonalität (in diesem Zusammenhang von Individualität und Sozialität) vom Denken her zu begründen, möchte ich zurückgehen auf den Problemzusammenhang der Interpersonalität.… Weiterlesen

Schöpfungserzählung 1. Teil – oder die Metaphysik des Absoluten.

Schöpfungserzählung 1. Teil – oder die Metaphysik des Absoluten.

1) בראשית ברא אלהים את השמים ואת הארץ

bereschit bara elohim et haschamaijim weet haarez

2) ᾿Εν ἀρχῇ ἐποίησεν ὁ θεὸς τὸν οὐρανὸν καὶ τὴν γῆν.

3) In principio creavit Deus caelum et terram

Im Anfang schuf …….… Weiterlesen

Was heißt Denken?

Die WL 1804/2 ist ein dialektischer Aufstieg zu einer absoluten Einheit und Wahrheit, die als solche reflexiv kaum beschrieben werden kann:  Diese absolute Einheit wird „esse in mero actu“ genannt (15. Vorlesung).
Realistische Positionen des Denkens vom Sein wechseln in diesem Aufstieg mit idealistischen ab, und auf verschiedenen Stufen  werden synthetische Begriffe einer vorläufigen Einheit von Denken und Sein erreicht, bis die höchste Stufe der Einheit erreicht ist, das „esse in mero actu“ – und von dort aus wird wieder herabgestiegen und die notwendige Applikation und Konkretion der Erkenntnis der Erkenntnis (Erscheinungslehre) geleistet.   
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Was ist Religion?

Ich will hier nichts Historisches oder Psychologisches zum Begriff der „Religion“ bringen, irgendwelche empirische Daten – das wäre Ende nie! – sondern auf zwei Phasen des Denkens von Religion und Gott bei Fichte eingehen, schließlich noch auf einen dritten Aspekt hinweisen: a) Religion ist mehr als Projektion des Sittengesetzes und mehr als logisch-analytische Folgerung der Gottesidee aus dem Denken des höchsten Gutes und in Kombination mit Glückseligkeit – im Grunde wäre das eine vorstellungsmäßige Idee einer „Verbrämung“ der Moral durch den Gottesbegriff.… Weiterlesen