Vorwort zu den Kirchenvätern

Vorwort zu den Kirchenvätern

Täglich lese ich in der Lesehore des Breviers von den Kirchenvätern oder Heiligen – und oftmals denke ich mir, wie intuitiv und anschaulich konnten sie die positive Offenbarung weitergegeben!

Sie dachten im Sinne der Transzendentalphilosophie a) genetisch, denn alles musste aus der ursprünglichen Einsicht in die göttliche Wahrheit abgeleitet werden, b) reflexiv in ihren Ideen, denn alle Aussagen zu Gott, Vernunftwesen „Mensch“, Welt, Kirche, Schöpfung mussten letztlich in sich und auf sich selbst bezogen werden können, was sie besagen und bedeuten, schließlich waren sie dadurch c) zukunftsbezogen, denn aus der Erinnerung der Hl. Schrift, konkreter im Rückbezug auf die positive Offenbarung in JESUS CHRISTUS, entsprang ein enormes Potential an gegenwärtiger wie eschatologischer Hoffnung.

Ich habe rein ein paar Kirchenväter – wahrscheinlich gab es genauso denkende und intuitiv die Wahrheit erfassende „Kirchenmütter“ – mit transzendentalen Verstehensmuster gelesen und kommentiert. Fett ist diese oder jene Zeile hervorgehoben, die mir augenscheinlich reflexiv vorkommt.

Rot ist mein subjektiver Kommentar. (Lose Sammlung von Kommentaren – ich hätte noch viele auf der Seite.)

Manchen wird diese Lektüre im Vergleich zur prägnanten, dichterischen Sprache der Heiligen dürftig und trocken vorkommen, manchen nichts Neues sagen.
Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, dass eine systematische und transzendentale Kritik an jeden Text der Hl. Schrift oder der Kirchenväter (Kirchenmütter) angelegt werden kann. Ist der Text in seinen Begriffen oder Bildern nachvollziehbar, dann ist er wertvoll und gut und man merkt seine Inspiriertheit durch den Heiligen Geist. Er entfaltet dann von selbst eine „hermeneutische Erfahrung“. Die Wahrheitsfrage darf wohl gestellt werden. Ist der Text nicht transzendental-wissenstauglich, ist er bestenfalls historisches Wissen, Unterhaltung, kritikwürdig.

 

Siehe zur Patristik zahlreiche Links im Internet z. B. https://katholisch.de/artikel/27114-digitales-patristisches-text-archiv-frei-verfuegbar

Patristisches Textarchiv – https://pta.bbaw.de/de/

Lesehore-Texte – siehe digitales Stundenbuch https://www.stundengebet.de/jetzt-beten/#gebet

Autor: Franz Strasser

Dr. Franz Strasser